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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

170 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1898, 
Abblendung von f;22 und 80 bis 90° Sonnenhöhe !/s Sekunde erforderlich ist. 
Hiernach ist folgende kleine Tabelle berechnet worden: 
Sonnenhöhe 39 2° 39 4° 5° 6° 7—8° 9—10° 
Belichtungszeit (in Sekunden) 12 6 4 8 21 3 1a MA 
Sunnenhöhe 11—13° 14—15° 16—18° 19—22° 23—26° 
Belichtungszeit (in Sekunden) 1 45 3% 8 Ua 
Sunnenhöhe 27—32° 33—45° 46—70° 71—90° 
Belichtungszeit (in Sekunden) %s 1 Ma 1/5 
Je nach der Art der Aufnahmeobjekte ist diese Belichtungszeit noch mit 
folgenden Zahlen zu multipliciren: 
Für A, Marinebilder, Küstenaufnahmen . . . 
” Offene Landschaft . ... . . . 
Landschaft mit Bäumen im Vordergrund 
Helles Gebäude (Normalbelichtung) . . 
Gruppen im Freien . 
Architekturdetails . 
Portraits im Freien . 
Brustbilder im Freien . 
Portraits im Atelier. . . . .. 
Portraits im Zimmer am Fenster. . . 
delle Interieurs, Aufnahmen im Winterwald 
Kirchenschiffe; im dichten Laubwald, in 
Schluchten . . . 
Je nach der Farbe der Kleider, der helleren oder dunkleren Zimmer- 
ausstattungen, der Laubfarbe ist die Belichtungszeit in den Fällen H bis M 
länger oder kürzer zu nehmen. 
Da obige Tabelle nur für Aufnahmen bei Sonnenlicht Gültigkeit hat, so ist 
i. bei weißen Wölkchen am Himmel die Belichtungszeit zu verdoppeln, 
II. bei grauen Wölkchen zu verdreifachen, 
III. bei leicht verschleiertem Himmel vierfach, 
[V. bei bedecktem Himmel fünf bis sechsfach, 
V. bei Regen- oder Schneewolken sieben- bis achtfach, 
VI. bei aufsteigendem Gewitter neun- bis zehnfach zu nehmen, 
Mit der Blendenöffnung ändert sich aber die Belichtungszeit ebenfalls, 
Die Multiplikationswerthe für die gebräuchlichsten Blenden sind folgende: 
Für £/8 #11 1816 22 32 45 64 9IG 
aß a TU 48 16 mal. 
Es sei mir gestattet, hier eine kurze Erklärung der Blendennummern und 
Anweisung zur Berechnung derselben einzuschalten. 
Mit f/8, £/11 bezeichnet man das Verhältnifs der Blendenöffnung zur 
Brennweite des Objektivs. Sind an einem Apparat die Blendennummern nicht 
angegeben, so hat man zu ihrer Berechnung zunächst die Objektiv-Brennweite zu 
suchen. Für Landschaftslinsen ist die Brennweite gleich der Entfernung von der 
Blende bis zur Mattscheibe, wenn das Objektiv auf einen weit entfernteren 
Gegenstand eingestellt. Für aplanatische Objektive ist die Brennweite gleich 
einem Viertel der Distanz zwischen Objekt und Mattscheibe, wenn auf ein nahes 
Objekt so eingestellt worden ist, dafs dasselbe in natürlicher Größe auf der 
Mattscheibe erscheint. Mifst man die Blendenöffnung mit einem Millimetermafs 
und dividirt mit der Anzahl der Millimeter in die Brennweite (in Millimetern), 
so ist der Quotient die Blendennummer. 
Aber auch die Empfindlichkeit der Platten ist in Rechnung zu ziehen. 
Die Plattennummern beziehen sich auf Angaben des Warnerckeschen Sensito- 
meters; für höchst empfindliche Platten 25° gesetzt, nehmen die Plattennummern 
mit der Empfindlichkeit ab. Um einen Unterschied zwischen den Sensitometer- 
angaben verschiedener Systeme zu machen, wird der Gradzahl W d.i 
Warnerecke noch gesetzt. 
War nun für die höchst empfindliche Platte (Rapidplatte von 25° W) die 
Belichtungszeit 1 Sekunde, so ist für die mit Silbereosinlösung behandelte Rapid-
	        
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