Nuevitas und Manati an der Nordküste von Cuba.
einem Tiefgange bis 10 Fuß (3 m) den. Flufs bis zum Dorf befahren: kann. Das
Holz: ist -hier sehr leicht und trocken und soll sich besser verstauen als dasjenige,
welches in Nuevitas verladen wird. . )
Nachdem unser Schiff beladen und segelfertig war, verliefsen wir unseren
Ladeplatz; es. dauerte aber fünf volle Tage, bevor wir die etwa 7 Sm betragende
Länge des Flusses. vom Ladeplatz bis zur See zurückgelegt hatten. Dieses
geschah am 12, September 1893 um 1 Uhr nachmittags, und vier Stunden später
ankerten wir auf dem Nuevitas - Flusse beim Fort. Der: Zweck unserer Reise
nach Nuevitas war die Ausklarirung des Schiffes. Daher brauchten wir auch
nicht ganz bis zur Stadt mit dem Schiffe hinaufzugehen, da diese vom Fort aus
leicht mit einem' Boot zu erreichen ist. Von dem Fort ist gutes Trinkwasser
für. den Schiffsbedarf aus einer Cisterne zu bekommen; ebenso aus einer Quelle,
etwa 150 m vom Wasser entfernt, !)
Ueber Häfen an der Nordküste von Java.
Aus dem Reisebericht des Kapt. A. HEGEMANN, Führer der Bark „Loreley“,
Am 17. Januar 1893 passirte „Loreley“ auf der Reise von Savannah nach
Batavia Vlaake Huck, die Südostspitze von Sumatra, um 12 Uhr nachts in einem
Abstande von 5 Sm, und um 10!/2 Uhr vormittags am 18. Januar ankerte sie auf
der Rhede von Anjer. In der Sunda-Strafse wehte ein unbeständiger Wind zwischen
N und WNW, Stärke 1 bis 5, bei regnerischem, trübem Wetter. Nachdem ich
in Anjer, so schreibt Kapt. Hegemann, wegen meiner Erkrankung einen Lootsen
an Bord‘ genommen hatte, lichteten wir am Nachmittage des 19. Januar unsern
Anker und traten die Weiterreise nach Batavia an. In der Java-See wehten
sehr leichte Winde, und in der folgenden Nacht mulste. wegen Windstille unter
Babi-Eiland geankert werden, Am 20. Januar um 3 Uhr nachmittags wurde die
Rhede von Batavia erreicht. Hier erhielten wir die Order, die Reise: nach
Samarang fortzusetzen und traten demgemäfßs dieselbe am 24, Januar an. Auf
dieser Reise hatten wir sehr schauriges, unbeständiges Weiter und äußerst un-
beständige, von häufigen Windstillen unterbrochene Winde zwischen SW und N.
Dieselbe wurde am 27. Januar beendet.
. In Samarang wurde die aus 6500 Barrel Harz bestehende Ladung gelöscht,
500 Tonnen nasser Zucker eingenommen und alsdann am Morgen des 22. März
nach dem etwa 60 Sm östlicher gelegenen Platz Joanna versegelt, um dort einen
weiteren Theil der Zuckerladung zu laden. Nach Verlauf von drei Tagen kamen
wir dort am 25. März an. Die ganze Entfernung mulste bei mallenden, ab-
wechselnd von Windstillen unterbrochenen Winden zurückgelegt werden. Das
Wetter aber hielt sich schön. Sehr erschwert wurde das Vorankommen durch
den Umstand, daß das Schiff während seines Aufenthaltes auf der Rhede von
Samarang mit einer %4 Zoll dicken Muschelkruste bewachsen war. .
Joanna?) Auf der Rhede von Joanna hatten wir vom 28. März bis zum
4. April 1893 stets schönes klares Wetter. . Am Tage wehte eine frische See-
briese aus NNW und des Nachts Landbriese. Die Schiffe liegen auf einer Wasser-
tiefe von 9m (5 Faden) vor Anker, etwa 8 Sm vom Lande entfernt. Der Ver-
kehr zwischen dem Schiff und dem Lande ist daher zeitraubend und auch
beschwerlich, zumal in der Zeit des Ostmonsuns. Derselbe weht nämlich recht
in die Bucht hinein und verursacht auf der vor der Mündung des kleinen Flusses
liegenden Barre, welche bei Niedrigwasser kaum mit dem Boot zu passiren ist,
oft eine ziemlich starke Brandung. Das Laden geht jedoch verhältnifsmäfsig
rasch von Statten.- Es sind genügend Leichter vorhanden. Die Uebernahme von
800 Tonnen Zucker durch Kulis beanspruchte reichlich vier Tage. ;
Von Joanna hatten wir nach Surabaja zu versegeln, um dort den Rest der
Ladung einzunehmen. Da ich weder in Samarang noch in Joanna sichere Aus-
4) Durch den Aufstand in Cuba werden sich die Verhältnisse von Nuevitas. und Manati
auch wohl geändert haben. :.
2) S. Eastern Archipelago, Part II, S. 136. D.R. --