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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1898.
Asche. In den Häfen, Revieren und Buchten darf weder Ballast noch
Asche über Bord geworfen werden. (Art. 117.)
Schiefsen. Außer im Fall der Noth darf in portugiesischen Häfen nicht
von den Schiffen aus geschossen oder Feuerwerk gemacht werden. (Art. 116.)
Kielholen, Trockensetzen. Kein Schiff darf ohne besondere Erlaubnifs
gekielholt oder auf Strand gesetzt werden. (Art. 123.)
Lichterführnng. Alle Schiffe in Bewegung und vor Anker haben die in
der Allerhöchsten Verordnung über die Lichterführung vorgeschriebenen Lichter
zu führen.
Schadenersatzansprüche müssen innerhalb dreier Tage (ausgeschlossen
Sonn- und Feiertage) schriftlich beim Hafenkapitän eingereicht werden und ent-
halten: Umfang und Bewerthung des erlittenen Schadens und genaue Schilderung
des Hergangs. (Art. 223.)
Uebertretungen dieser Vorschriften sind mit Geldstrafen bedroht, welche
gegen Schiffsführer auch wegen Verstofses gegen das portugiesische Handels-
gesetzbuch und Nichtbefolgung von Hafenpolizeiverordnungen und Anordnungen
der Barre-Lootsen verhängt werden, unbeschadet der Ersatzpflicht etwa an-
gerichteten Schadens.
Ein Deckblatt obiger Vorschriften zum Einkleben hinter Seite 36 Heft IV
ist beigefügt.
Nachträge zur Segelanweisung für den Hafen von Lissabon
(Heft IV dieser Annalen).
Nach einem Bericht des Dampfers „Cintra“ und dem Fragebogen der Seewarte, betreffend den
Hafen von Lissabon, von Kapt. J., Poschmann, Dampfer „Montevideo“, H. S. A. D. G.
Deckblätter zum Einkleben an den betreffenden Stellen Heft IV sind
diesem Hefte beigefügt,
J. Hann, Handbuch der Klimatologie.
Zweite, wesentlich umgearbeitete und vermehrte Auflage. Stuttgart bei J. Engel-
horn, 1897. 3 Bände, 1364 Seiten, Preis 36 M.
Das 1883 erschienene vorzügliche Handbuch von Hann liegt nunmehr in
zweiter, gründlich umgearbeiteter und um volle 600 Seiten vermehrter Auflage
vor. Dieser grofse Inhaltszuwachs ist in der Hauptsache ein Ausdruck für das
Wachsthum der Wissenschaft in diesen 14 Jahren; sind doch von vielen Gebieten
der Erde erst in diesen Jahren brauchbare meteorologische Beobachtungen ge-
wonnen worden — so namentlich aus vielen Kolonialländern. Die Behandlung
des Stoffs ist dagegen wesentlich die bewährte der ersten Auflage geblieben.
Eine sehr wichtige Verbesserung ist indessen die Einfügung von Litteratur-
angaben sowie die Beifügung eines ausführlichen Registers. Die ersteren geben
trotz ihrer äufserst knappen Form höchst werthvollen Aufschlufs und Anhalt
zu weiteren Studien; durch das letztere ist erst der reiche Inhalt vollkommen
zugänglich geworden.
Die etwa */3 des Buches füllende „spezielle Klimatologie“ ist aus der
langen Kette von klimatischen Einzelskizzen hervorgegangen, die der Verfasser
seit 1868 in der Zeitschrift der Oesterreichischen Gesellschaft für Meteorologie
veröffentlicht hat. Schon in diesen hatte er, neben den exakten numerischen
Angaben, wo thunlich, auch anschauliche Schilderungen des betreffenden Klimas
von Einheimischen oder Reisenden beigebracht. Noch mehr hat er diese Schil-
derungen in seinem Buche gepflegt, das dadurch eine Frische und einen Reiz