Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1898.
Wassertiefen (Seite 233 a. a. O.). Schiffe mit einem gröfseren Tiefgang
als 5,5 m (18) können nicht in den Innenhafen kommen, sondern müssen am
Wellenbrecher mit beiden Ankern ankern und in der a. a. O. angegebenen Art
vertäuen. Hier müssen die Schiffe geleichtert werden und können dann in den
Innenhafen holen. Kosten und Risiko beim Leichtern tragen Empfänger und
Ablader.
Gesundheitspolizei, Es wird ständig ein Gesundheitspafs verlangt, und
der Verkehr mit dem Lande darf erst nach dem ärztlichen Besuch eröffnet werden,
Kapt. Kunstmann fuhr nach dem Ankern mit dem Lootsen nach dem Hafen-
and Lootsenamt, wo ibm der Gesundheitspals abgenommen und ein Beamter mit
an Bord gegeben wurde. Dieser stellte die Kopfzahl fest und untersuchte durch
Besichtigung den Gesundheitszustand der Mannschaft.
Zollamtliche Behandlung ist strenge. Die Proviantliste mufs sehr sorg-
fältig aufgestellt werden, besonders sei man vorsichtig mit den Gewichtsangaben
über Tabak und Salz, da Unrichtigkeiten in derselben Geldstrafen zur Folge haben.
Das deutsche Konsulat liegt in der Nähe des Bootslandungsplatzes am
Hafenamt.
Krankenhaus. Auf Antrag beim Konsul werden Kranke im Ortskranken-
hause aufgenommen gegen mäfsige Gebühr.
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Tsintau (Kiautschou-Bucht).
„China Ses Directory“, Vol. III -- B. XI, 5 —, S. 527.
Norddeutscher Lloyd, D. „Darmstadt“, Kapt. A. von Cöllen. Januar 1898.
Ansteuerung (vgl. Annalen 1898, Heft I, Seite 42). Die Insel Tai-Kung-tau
konnte von Süd kommend zuerst ausgemacht werden. Es empfiehlt sich, auf die
der Kiautschou-Bucht vorgelagerte Inselgruppe abzusteuern und dann die Insel
Tai-Kung-tau in einem Abstand von etwa 1,5 Sm an B. B. zu passiren.
Der Ankerplatz. Landungsbrücke NNW%AW rw., Nobble Hill ONO ıw.
auf 6,4 m (3'/2 Faden), Grund Schlick, wurde durch einen Offizier des deutschen
Geschwaders angewiesen und erwies sich als gut und geschützt.
Landestelle. Die Boote landen an der vor dem Fort befindlichen, von
den Chinesen erbauten und von den deutschen Besatzungstruppen vervallständigten
L,andungsbrücke. Einrichtungen zum Löschen und Laden sind noch nicht vor-
handen.
Leixdes.
‚Sailing Directions West Coasts of France, Spain and Portugal“, 1591 — B. VI, 5 -—.
„Hydrographic Notice“ No. 2, 1894.
D. „Buenos Aires“, Kapt. F. Bode. Dezember 1897.
‚Babitonga*, „ H. Köhler. » »
‚Petropolis*, „ A, Birch. Januar 1898.
‚Desterru“, »„ HM. Schütterow. Februar
„Amazonas“, „ A. Simonsen. “
„Regulamento do Porto de Leixges“ 1894, Zollinstruktion für Leixöes 1892, eingereicht von Kapt.
Schütteruw bezw. A. Simonsen; Instruet, naut. sur les cötes Nord et Ouest d’Espagne et de
Portugal 1896. Ann. d. Hydr. 1892, S. 410, mit Plan von LeixGes auf Tafel 7.
Brit. Adm.-Karte No. 87 — Tit. VI, 691 —.
Schiffsmeldung nach Leixöes besorgt man von Norden kommend am Tage
von der etwa 30 Sm nördlich gelegenen Signalstation von Vienna (Seite 334),
von wo die Weitermeldung telegraphisch erfolgt. Für das Ansteuern von Vienna
bietet nach Kapt W. Köhler der Berg Santa Tecla etwa 10 Sm nördlich am
Nord-Ufer der Miio-Mündung eine gute, weit sichtbare Marke. Der Berg hat
zwei Spitzen, auf der einen steht eine Kapelle, bei sichtigem Wetter ist der Berg
auf 20 Sm Entfernung auszumachen.
Lootsenwesen und Einlaufsignale (Hydr. Not. No. 2, 1894, Seite 19). Die
Lootsen kommen in einem Ruderboot vor der Hafeneinfahrt an Bord und gehen