Tshimulpo — Mokpho — Tshifu.
25.. zum 26. war es gleichfalls trübe, und heftige Regenschauer setzten zu Zeiten
ein. Erst mit der Annäherung an Shantung wurde die Luft klarer und sichtiger,
Die See lief mit entsprechender Stärke in der Windrichtung.
N. Strömungen.
Auf der Fahrt von Tshimulpo nach Mokpho habe ich aufserhalb der Insel-
gruppen keinen Strom bemerkt. Im Flying Fish Chaunel setzte der Strom 1,8 Sm in
der Stunde; erwähnenswerth ist die bedeutende Stromkabbelung. bei Button Island.
Die gleiche Stromgeschwindigkeit stellte ich auch innerhalb der Inseln der Naju-
Gruppe und des Lyne-Sundes fest. Wenn ich auch dem Umstande Rechnung
irage, . dafs Nipzeit herrschte, so ist doch die geringe Stromgeschwindigkeit in
Berücksichtigung der Thatsache, dafs in öbigem Kanal und innerhalb der Inseln
an der Küste ein Strom von 5 bis 7 Sm zeitweise setzt, immerhin auffallend.
Auf der Reise von Mokpho nach Tshifu hatte ich auf der Ueberfahrt von der
Naju-Gruppe bis Shantung eine Stromversetzung von 9 Sm in 16 Stunden in
nord-nordöstlicher Richtung. Die in nördlicher Richtung laufende See hatte. diese
Stromversetzung hervorgerufen. Bei Shantung-Vorgebirge machte sich auf Ent-
fernung von etwa 10 Sm der zur Zeit von Westen um Shantung nach Süden
laufende Strom besonders bemerkbar.
Hl. Leitmarken. .
i. Die in der Segelanweisung für die Navigirung des Flying Fish Channels
(s. a. a. 0. S. 61) angegebenen Landmarken ‚lassen sich gut ausmachen bis auf die-
jenige, welche zur Vermeidung der südwestlich von Button Island gelegenen Bank
mit der darauf befindlichen 1 Faden-Stelle angegeben ist. Die durchweg hügelig ge-
staltete Marolles-Insel läßt Zweifel aufkommen, welcher Hügel. gemeint ist,
zumal die ganze Insel sich von dem dahinterliegenden Richy Island schlecht ab-
hebt. Ein gutes Mark zur Vermeidung der besonders gefährlichen 1 Faden-Stelle
ist die Ineinspeilung der Ostkante von Shopajul und der Südostkante von Seun
Cheuptau. Ein weiteres gutes Mark giebt nach Norden hin der nordwestlich der
Insel Marolles gelegene 80 Fuls (24,4 m) hohe Felsen und Button Island. Letzteres
östlich gut frei von ersterem gesehen, läfst ebenfalls die Untiefen vermeiden.
Dieser 80 Fulßs-Felsen, mit Button Island in eins gepeilt, giebt auslaufenden Schiffen,
welche in der Peilung Tak-shan— Whitehall-Gruppe fahren, -auch den Zeitpunkt
an, zu welchem sie den Kurs südwärts steuern können,
2, Die in der Segelanweisung aufgeführte Beschreibung des westlich der
Naju-Gruppe gelegenen Pinnacle Island (s.a. a. O. S. 78) kann zu verhängnifs-
vollen Irrthümern Veranlassung geben. Obige Anweisung beschreibt die Insel
als einen Pfeiler mit konischem ‘Topp, während sie thatsächlich einen ganzen
Komplex von der Gröfse nach verschiedenen Felsen zeigt. Ihre Gestaltung ist
in südlicher Peilung etwa folgende:
Ka
Nuevitas und Manati an der Nordküste von Cuba.”
Von Kapt. C. SCHOEMAKER, Schiff „Paeific“,
Peilungen rechtweisend.
‚Am 11. August 1893 steuerten wir am Vormittag, von Barbados kommend,
in etwa l Sm Abstand von der Brandung einen Westnordwestkurs auf Nuevitas,
and um 11%4 Uhr kam der Leuchtmast auf der Landspitze Barlovento in WSW
Bf
5 Vel. „The West India Pilot“. Vol. MI, S. 451 — B. YIL.-2. D. Red