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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1898, 
b) Stromverhältnisse. Die Schiffe verliefsen die Rhede von Taketoyo 
bei Ebbe. Dieselbe war aber nur in der Chita-Bucht stark zu bemerken; in der 
Eiufahrt zu derselben und in der Owari- Bucht war sie schwach, während die 
Karten doch eine Stärke von 1,25 Sm für die Ebbe daselbst angeben. Während 
der übrigen Reise entsprachen die Stromverhältnisse den Angaben der Karten 
und Bücher. Der Kuro siwo wurde bei Oosima in erheblicher Stärke, etwa 
3,5 Sm, in ostsüdöstlicher Richtung setzend, angetroffen. Im Kii-Kanal setzte 
die Ebbe nördlich mit in Stärke von etwa 1 bis 1,5 Sm; in der Osaka-Bucht war 
Strom nicht zu bemerken. 
416 
Yang-tse-Kiang. 
Kommando der Kreuzerdivision, Divisionschef Kontre-Admiral von Diederichs. Nouvember 1897. 
S, M. S. „Prinzefs Wilhelm“, Kapt. z. S. Adolf Thiele. Oktober 1897, 
„China Sea Directory“, vol. IIT — B. XI, 5 —, S. 405 £ 
(Hierzu Tafel 2.) 
Wassertiefen (Seite 400 a. a. O.). S. M.S. „Kaiser“ passirte am 10. No- 
vember 1897 Kiutoan-Feuerschiff 40” vor Hochwasser. Es war dies das 
höchste zu erwartende Hochwasser, zwei Tage nach Vollmond am 8. November. 
Trotzdem wurde etwa 800 m im NW vom Feuerschiff etwa an der Stelle, auf 
welcher das Schiff am 20. Oktober die dem Lootsen unbekannte Bank gefunden 
hatte, -— zwischen dem Feuerschiff und der rothen Boje im Fahrwasser — nur 
8.5m Wasser gelothet (vgl. „Nachr. f. Seef.“ 1898, 166). Es ist dies ein 
weiterer Beweis dafür, dafs sich nordwestlich vom Kiutoan-Feuerschiff eine flache 
Bank gebildet haben mufß, Der Wind war NO 3, es lief östliche Dünung vor 
der Mündung, Stärke 3. 
Das Anlothen der Great Yang-tse Bank (Seite 415 a. a. O.) 
erwies sich als zweckmäfig und zuverlässig, wie S. M. S. „Prinzefs Wilhelm“ be- 
richtet. Die abnehmenden Tiefen mit Grund „grauer feiner Sand mit Muscheln“ 
and die stark zunehmenden Tiefen mit Grund „Mud“ liefsen mit Sicherheit das 
Passiren der Bank erkennen. 
Die Seekarte Br. Adm. No. 1602 Approaches to the Yang-tse-Kiang 
Tit. XI 74 entspricht nach dem Bericht S. M. S. „Prinzefs Wilhelm“ nicht mehr 
den jetzigen Fahrwasserverhältnissen; sie ist gänzlich veraltet und unbrauchbar. *) 
Strom vor der Mündung des Yang-tse-Kiang. 5. M. S. „Kaiser“ 
fand am 11. November 1897 dort einen nach SW 1 Sm in der Stunde setzenden 
Strom. 
Strömung im Gelben Meer, 
„China Sea Directory“, vol. III — B. XI, 5 —, 5. 518 #. 
S. M.S. „Kaiser“, Kapt. z. S. Zeye, beobachtete am 12. November 1897 
zwischen 32° N-Br, 123° O-Lg und der Bucht von Kiautschou einen westlich mit 
0,7 Sm stündlicher Geschwindigkeit setzenden Strom bei Stille und leichten 
zwischen Nord und West umspringenden Winden; S. M.5S. „Prinzefs Wilhelm“, 
Kapt. z. S. Adolf Thiele, am 1. und 2. Dezember 1897 bei NNO bis NNW 
Wind 4 bis 1 eine stündliche Versetzung von 0,7 Sm nach Ost. Dasselbe Schiff 
"and am 9. und 10. Oktober 1897 bei leichtem SW zwischen SO Promontory und 
der Insel Tsha-lien-tau eine westliche Versetzung von 3,5 Sm in 12 Stunden, am 
4, Oktober 1897 an der Ostküste von Shantung schwachen Nordstrom und an der 
Nordküste schwachen südlichen Strom. 
Strömung an der chinesischen Küste im Nordostmonsun, 
„China Sea Directory“, vol. III — B. XI. 5 —, 5. 24. 
3. M.S, „Irene“ beobachtete auf der Reise nach Hongkong am 19, u. 20, Ok- 
tober 1897 zwischen den Inseln Turnabout und Lammock südwestlichen parallel 
zur Küste setzenden Strom von 1 bis 1,2 Sm stündlicher Geschwindigkeit, von 
4) Inzwischen ist die Karte mit wesentlichen Korrekturen neu herausgegeben (siehe „Nachr. 
”. Seef.“ 1898. No. 15. vom 16. April 1898).
	        
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