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Full text: 26, 1898

Die Witterung au der deutschen Küste im Februar 1898, 
1338 
Mitt. 
Windstärke 
(Beaufort) 
Stat. 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
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Vgl. die Erläuterungen bei der Januartabelle, 
Der Monat Februar charakterisirte sich in den Monatswerthen bei relativ 
niedrigem Luftdruck als trübe und niederschlagsreich, und wiederum lagen die 
Temperaturen, wie in den vorangegangenen Monaten, über den Mittelwerthen, 
diesmal um durchschnittlich etwa 2°. Stürmische Winde aus westlichen Richtungen 
hatte die östliche Ostsee am 1., 2. und 16., die übrige Küste am 2., 3., 16. und 
17.5 besonders die Nordsee und die westliche Ostsee wurden am 2., 3. und 16. 
von ziemlich schweren Stürmen getroffen. 
Die Morgentemperaturen lagen mit vereinzelten Ausnahmen über den 
Mittelwerthen, indem relativ kühle Morgen an der Nordsee nur am 5. und 6., 
10. und 19. bis 22. und an der Ostsee nur am 6., 10. bis 12. und 20, bis 21. an 
einigen Stationen auftraten. In ihrem Gange von Tag zu Tag zeigten die 
Morgentemperaturen nur vereinzelt gröfßsere Aenderungen und, mit Ausnahme von 
Memel, übereinstimmende langsam verlaufende Schwankungen, Auf warme Morgen 
zu Beginn und besonders am 2, des Monats folgte Abkühlung und nach einer vom 
4. bis 11. oder 12. währenden Periode mit ziemlich gleich bleibender Temperatur 
wieder langsame wenig unterbrochene Erwärmung bis zum 16. Nächst den ersten 
Tagen traten jetzt um Mitte des Monats die wärmsten Morgen auf, neben die 
sich an dritter Stelle, nach einer abermaligen Abkühlung bis zum 19. bis 21. 
und nachfolgender Wärmezunahme, die Morgentemperaturen um Mitte oder Ende der 
dritten Dekade stellten. Besonders abweichend hatte Memel am 8. und 9. vor- 
übergehend relativ sehr warme und am 10. bis 13, relativ sehr kalte Morgen, 
und traten hier die wärmeren Morgen der dritten Dekade erst am Ende des 
Monats ein. Das Thermometer sank in Borkum nur bis zum Gefrierpunkt, 
westlich von der Oder kaum unter — 5° und nur im Osten wesentlich tiefer, in 
Memel bis auf — 14°. 
Frei von Niederschlägen über gröfserem Gebiete, abgesehen von ganz 
geringfügigen, waren nur der 9. und 10. ostwärts bis zur Oder, der 11. an der 
Ostsee, der 12. an der mittleren und östlichen Ostsee, der 19. und 21. an der 
preufsischen Küste, der 22. (ausgenommen Kiel) an der Ostsee, der 23. und‘ 24, 
an der preufsischen Küste, der 25. an der westlichen Ostsee und der 26. an der 
mittleren Ostsee. Sehr ergiebige, 20 mm in 24 Stunden überschreitende Nieder- 
schläge wurden nicht beobachtet. Ausgebreiteter Nebel trat auf am 11. an der 
Nordsee, am 12. an der Nordsee und westlichen Ostsee, am 15. an der west- 
lichen Ostsee sowie am 22. an der Nordsee. Heitere Tage kamen nur ganz ver- 
einzelt vor, nur der 22, brachte für die östliche Ostseeküste heiteres Wetter in 
größerer Verbreitung. Gewitter wurden nicht beobachtet. 
Als häufigste Windrichtungen wurden beobachtet an der Nordsee NW-— 
SW, an der westlichen Ostsee SW—Süd, im Osten SE; am seltensten traten die 
Richtungen aus ENE—ESE auf. 
Eine am Morgen des 1. im Nordwesten über dem Ozean erschienene 
Depression schritt rasch mit ihrem Centrum über Nordskandinavien nach Finnland 
and rief bei ihrer schnellen Ausdehnung gegen das von der Biscaya-See her über Süd-
	        
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