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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Südwestküste von Celebes und Fahrwasser von Makassar, 
In 3! Sm Entfernung NWzW von Kudingareng Lompo befindet sich 
die runde. Korallenklippe Bone Linggang. Sie hat einen Durchmesser von 
ungefähr 1200 m, und ihre flachste Stelle liegt 6,3 m (3!/2 vm) unter Wasser. 
Reichlich 3000 m im Süden derselben liegt die grofse Untiefe Bone Pute. Sie 
ist ungefähr 1 Sm breit und von Nord nach Süd 3 Sm lang. Ihre Oberfläche 
jst mit viel Sand bedeckt und die Tiefen auf derselben,. namentlich auf ihrer 
Südseite, sind sehr regelmäfsig. An der Nordseite ist eine Stelle, auf der 3,6 m 
(2 vm) Wasser sind. Ungefähr 1000 m westlich von Bone Pute liegt auf 
5°9,5‘8-Br. u. 119° 11‘ O-Lg das kleine Riff Pamalu (auch Palamuruwang 
genannt) mit 5,8 m (3'/4 vm) geringster Tiefe, und reichlich 2 Sm nördlich von 
diesem Riff die Untiefe Lambe Lamberi, auf der die geringste Tiefe 5,4 m 
(3 vm) beträgt, Lambe Lamberi ist ungefähr 600 m breit und von Nord nach 
Süd 1000 m lang. 
Zwei Sm westlich von Lambe Lamberi und ungefähr 3 Sm östlich vom 
Rücken von Langkai liegt die Untiefe Bone Luwara mit Tiefen von 2,7 m 
(1! vm) und weniger. Sie ist 1 Sm breit und von NNO nach SSW ungefähr 
21/2 Sm lang. 
Alle diese Riffe sind durch schmale, mehr als 36 m (20 vm) tiefe Kanäle 
von einander getrennt, aber das im Nachstehenden beschriebene Fahrwasser ist 
allen anderen vorzuziehen. ; 
Segelanweisung für das westliche Fahrwasser nach Makassar, Nachdem 
man die Rhede von Makassar im Süden verlassen hat, wobei man die Nieuwhbaak 
in geringer Entfernung umfahren kann, steuere man N 78° W, auf welchem Kurs 
das Leuchtfeuergerüst von Mariso ungefähr recht achteraus bleibt, südlich 
von Samalona und Kudingareng Keke entlang. 
Man kann auch die Rhede durch das Fahrwasser im Süden von Gosong 
Boni verlassen, dann längs der Nordseite von Samalona und hierauf im Süden 
von Kudingareng laufen. 
Sobald die Südhuk von Barang Keke frei kommt von der 
Nordkante des niedrigen Gesträuchs auf Kudingareng Keke und zu- 
gleich die Osthuk von Groot Hertenbeest ungefähr Süd peilt, wird der Kurs 
N53° W bis N58° W. Nachdem man südlich von Kapodasang diese. steile 
Untiefe umsegelt hat, kommen die Nordseiten von Samalona und Kudin- 
gareng Keke in der Peilung S72°O in einander. Diese Leitmarke recht 
achteraus behaltend, hat man den hohen Baum auf Langkai gerade voraus. 
In dieser Richtung segele man weiter in Süden des steilen Riffs Batu Labua, 
zwischen den Untiefen Siborong und Batunai Balo. Das Fahrwasser ist 
hier ungefähr 1500 m breit. Man hat diese Untiefen hinter sich, wenn die 
hohen Bäumcehen auf Sarappo in der Peilung N27°O an die Ostseite von 
Lumu Lumu kommen. Hier verschwindet das Gesträuch auf Kudingareng 
Keke unter der Kimm. Man kann dann mit N51° W Kurs auf Lanjukang 
abhalten, wobei, falls Celebes sichtbar ist, der gut zu erkennende hohe Berg- 
gipfel Bontomanai eben frei von der Nordspitze von Groot Herten- 
beest gesehen wird, 
Diese Leitmarke führt von Lanjukang nach Groot Hertenbeest frei von 
allen Untiefen, aber dicht längs der Klippen Batunai Balo und Bone Linggang. 
Geht man seewärts, so kann man, dieser Leitmarke folgend, mit dem 
Kurs N53° W weiter laufen, bis der höchste Punkt von Badi hinter 
Lumu Lumu verschwindet und dann die Leitmarke achteraus behaltend, 
S81° W südlich längs Lanjukang segeln. Bei klarem Wetter ist der Grund 
in 18 m (10 vm) Tiefe deutlich zu erkennen. . 
Will man den Kanal nördlich von Lanjukang benutzen, der 36 m 
(20 vm) und mehr Tiefe hat, so steuere man, nachdem man die Ostspitze von 
Langkai in Süden hat, längs des Riffs von Lanjukang, umsegele dies 
allmählich, bis man in eine für diese Passage vorhin (s. S. 135) angegebene 
Leitmarke kommt. Indem man sich nach dieser richtet, gelangt man in See. 
Hat man den hohen Baum von Langkai ungefähr SO, so ist man aufserhalb 
der Bank. Der oben heschriebene Weg hat den Vortheil, einige recht gute 
Leitmarken zu liefern und etwas Raum an der Südseite übrig zu lassen, Die 
geringste Tiefe — mehr als 5,4 m (3 vm) bei Niedrigwasser der September- 
Springfluthen — befindet sich nicht auf dem Rande der nahebei liegenden Riffe 
Ann, d. Hydr, ete., 1898, Heft II.
	        
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