accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 26, 1898

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1898, 
In der Nähe der Nordmole sind zwei Festmachetonnen verankert, die 
zum Abholen der Schiffe dienen, falls dies bei westlichem Sturm nothwendig 
sein sollte. Sie liegen so, dafs ein Schiff mit dem Kopfe sowohl nach Süd als 
auch nach Nord hin an ihnen fest gemacht werden kann, Während des West- 
monsuns ist es rathsam, mit dem Kopfe nach Nord zu liegen. 
Bei drei der fünf Privatmolen sind Abholtonnen verankert. 
Auf der südlichsten Mole (der Marinemole) steht ein Signalmast zum 
Signalisiren der in Sicht kommenden Schiffe. 
In der Nähe der Steinkohlen-Niederlagen, auf der Nordseite der Rhede, 
befindet sich eine Regierungs- und eine Privatmole, bei denen je eine Ab- 
holtonne liegt. An der Regirungsmole wird in der Regel mit dem Schiffskopf 
nach Süd hin festgemacht. Auf der Rhede wird vielfach vertäut, doch ist es 
nicht vorgeschrieben. (Staatsblad No. 87, 1885.) 
Während des Westmonsuns ist ein etwas näher an Klein-Lae Lae liegender 
Ankerplatz vor dem Seegang geschützter. 
Das westliche Fahrwasser von Makassar. 
Für die von Makassar nach einem im Norden gelegenen Orte bestimmten 
Schiffe, die nicht einen der nördlichen Kanäle durch den Spermünde Archipel 
benutzen, wurde ein Fahrwasser untersucht, das in westlicher, geraderer Richtung 
aus diesen Archipel führt und ungefähr 7 Sm kürzer ist als das bislang benutzte 
Fahrwasser im Süden von Groot Hertenbeest. Selbstverständlich eignet es sich 
auch für die von Nord und NW kommenden Schiffe, welche nach Makassar gehen, 
Die in der Nähe dieses neuen Fahrwassers liegenden Inseln und Untiefen 
sollen im Nachstehenden beschrieben und zugleich einige Anleitungen für die 
Fahrt gegeben werden. Ueber Samalona und Groot Hertenbeest ist bereits 
früher das Erforderliche erwähnt worden. Nach diesem kommt zunächst 
Kudingareng Keke (auch Klein-Hertenbeest genannt) liegt auf ungefähr 
5° 6 S-Br u. 119° 17‘ O-Lg und besteht aus ein paar Sandplatten. Die nördlichere 
ist mit niedrigem Gesträuch bewachsen und in ungefähr 6 Sm Entfernung 
sichtbar. Das trockenfallende, steil ansteigende Küstenriff ist im Südwesten 
ungefähr 500 m breit. Nach den übrigen Richtungen ist es nicht so breit und 
im Norden und Osten am schmalsten. 
Langkai liegt in der Nähe des Bankrandes auf ungefähr 5° 2‘ S-Br und 
119° 5‘O0-Lg. Die Insel ist reichlich 400 m breit und von Ost nach West 
ungefähr 800 m lang. Sie ist dicht bewachsen, und auf ihrer Südwestseite steht 
eine Gruppe hoher Bäume, die bis auf 15 Sm Entfernung sichtbar sind. Diese 
Baumgruppe kann als Peilobjekt benutzt werden. Auf der Ostseite sind die 
Bäume niedriger und liegt hier eine sandige, nur wenig vorspringende Landspitze, 
Das Küstenriff hat an der Nordseite der Insel ungefähr 500 m und an ihrer 
Westseite ungefähr 700 m Breite. Hier ist es am breitesten und an der Nord- 
ostseite, wo einzelne Häuschen stehen, nur schmal, 
Lanjukang, auf ungefähr 4° 59‘ S-Br und 119° 4' O-Lg gelegen, ist 
ungefähr 200 m breit und von SW nach NO 700 m lang. Diese Insel läßt sich 
leicht von Langkai unterscheiden, da sie mit niedrigem Gesträuch bewachsen ist, 
über das acht, vereinzelt stehende, hohe Bäume, die in ungefähr 11 Sm 
sichtbar sind, emporragen. Das die Insel umgebende Küstenriff steigt wie das 
von Langkai innerhalb der 18 m- (10 vm-) Linie steil an. Eine Ausnahme macht 
jedoch seine Nordseite, wo die Tiefen allmählich abnehmen und die 5.4 m- (3 vm-) 
Linie 600 bis 1200 m von der Insel entfernt ist. 
Beide Inseln liegen auf dem hohen Korallenrücken, der sich von 
5° 13‘ S-Br nach Nord längs des Bankrandes in einer Breite von 2 Sm hinzieht. 
Die Tiefen auf diesem Rücken sind sehr verschieden, seine Westseite wird durch 
Tiefen von mehr als 180 m (100 vm) und seine Ostseite durch Tiefen von mehr 
als 36 m (20 vm) begrenzt. 
Aulfser diesen beiden Inseln sind noch die folgenden, welche als Peil- 
objekte von Nutzen sein können, zu erwähnen: 
Lumu Lumu, eine kleine auf ungefähr 4° 59’ S-Br u. 119° 13’ O-Lg liegende 
Insel, die viel Aehnlichkeit mit Samalona hat, sich aber dadurch von dieser
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.