Südwestküste von Celebes und Fahrwasser von Makassar,
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müssen; doch schützen die an der Westseite der Rhede liegenden Riffe
vor hohem Seegange. Diese Riffe sind von Süd nach Nord hin: Groot- und
Klein-Lae Lae, Gosong Boni und drei Klippen zwischen den beiden ersten,
Im September fallen sie bei Niedrigwasser der Springfluthen gröfstentheils trocken.
Die Seiten dieser Untiefen sind steil, und auf ihren Ostseiten liegen kleine mit
Gras bewachsene Sandplatten. Auf Gosong Boni steht das Petroleummagazin.
Die Grenzen der Rhede von Makassar sind nach dem Indisch Staatshlad 1893.
No. 220 folgende: ;
An der Nordseite eine Linie, welche von der Nordspitze der Insel
Gosong Boni rechtweisend Ost. läuft. ;
An der Westseite eine durch die Mitten der Insel Gosong Boni und
Groot-Lae Lae laufende Linie.
An der Südseite eine‘ Linie von dem Leuchtfeuergerüst von Mariso
durch die Nieuwbaak auf der Südspitze der Bank Groot- Lae Lae nach der
Linie, die die Westgrenze bezeichnet. _
Im Osten liegt die wichtige Handelsstadt Makassar, Residenz des
Gouverneurs von Celebes und der hierzu gehörigen Gebiete.
Das oben beschriebene Riff im Westen des Lieuchtthurms von Makassar
streckt sich ungefär 140 m vor und ist durch die oben erwähnte Bake markirt.
Dicht an der Südostseite von Klein-Lae Lae, ungefähr 1000 m N 32° W
von dem Leuchtthurm, liegen ein paar vereinzelte Klippen, auf denen weniger
als 5,4 m (3 vm) Wasser sind. Eine schwarze spitze Tonne mit Kugel, die an
ihrer Ostseite liegt, kennzeichnet sie.
Auf der Rhede sind 12,6 bis 18 m (7 bis 10 vm) Tiefe, und kann man
sich überall der Küste nähern.
Das schmale, 16,2 bis 19,8 m (9 bis 11 vm) tiefe Fahrwasser wird in
Süden von dem Riff von Klein-Lae Lae und an der Nordseite von Gosong Boni
begrenzt. Es wird markirt durch 2 Baken auf dem Rande des ersten Riffs,
auf der Nordspitze durch eine Pfahlbake mit weifsem Kegel in 3,6 m (2 vm)
Wasser und auf der Ostspitze durch eine Pfahlbake mit schwarzem Kegel
als Toppzeichen in 7,2 m (4 vın).. Beide sind 5 m hoch. Dieses Fahrwasser,
dessen Breite an der Westseite ungefähr 200 m beträgt, wird aufserdem durch
zwei feste Landmarken gekennzeichnet. Die eine ist ein weilses Dreieck auf
dem Dache eines gemauerten Hauses und die andere eine weilse Pyra-
mide aus Stein, Beide Marken in einander S63° O bezeichnen die Mitte des
Fahrwassers. Da diese Landmarken nur wenig von einander entfernt
sind, müssen sie gut in einander gehalten werden.
; Wenn beim Einlaufen der Leuchtthurm von Makassar durch die Bake mit
schwarzem Kegel gekommen ist, kann man auf die Rhede abhalten. )
Um die beiden Landmarken zu finden, bringe man, von See
kommend, die kleine Insel Barang Keke in die Peilung N 64° W und segele
dann, diese Insel recht achteraus lassend, landeinwärts.
Das erwähnte Fahrwasser eignet sich namentlich für die mit Stein-
kohlen oder Petroleum befrachteten Segelschiffe, wenn sie während des West-
monsuns ankommen. .
Benutzen sie die südliche Einfahrt, so sind sie, falls der Wind nördlich
ist, gezwungen, einige Schläge zu machen, um den für sie bestimmten Anker-
platz im nördlichen Theile der Rhede zu erreichen. Dies gelingt aber nicht
immer, weil der Strom oft nach Süd läuft. Es bleibt,ihnen dann nur das zeit-
raubende Warpen übrig, denn Schleppboote sind nicht vorhanden, In Makassar
ist ein von der Regierung angestellter eingeborener Lootse.
Die Lage des Telegraphenkabels von Udjung Tana, nördlich von
Gosong Boni, ist im Norden der Rhede durch zwei weifse, spitze Tonnen
markirt, welche als Toppzeichen die holländische Flagge und die Auf-
schrift „Telegraafkabel“ haben. Das Ankern in der Nähe dieser Tonnen
ist verboten. Von Udjung Tana erstreckt sich ein Riff 300 m in See.
Nahe dem Centrum des Handelsviertels der Stadt liegen sieben Lösch-
und Lademolen, von denen die beiden südlichsten der Regierung gehören,
Sie können jedoch unter den im Staatsblad No. 165, 1886, veröffentlichten Be-
dingungen. auch von Privatpersonen benutzt werden.