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Full text: 26, 1898

Südwestküste von Celebes und Fahrwasser von Makassar, 
‘31 
Segelanweisung für die Rhede von Makassar, wenn man aus Süd kommt. 
Im Wesentlichen gelten noch dieselben Regeln, die in der Beschreibung 
der Molukken von Gregorij gegeben sind. ; 
Segelschiffe, welche während des Westmonsuns aus Süd kommen, 
müssen möglichst Iuy halten, denn kommen sie unterhalb der Passage zwischen 
Dajang Dajangan und Satanga zu weit nach Lee, so. ist es wegen der heftigen 
Böen und des nach OSO laufenden Stromes zuweilen sehr schwer, die genannte 
Passage zu erreichen. In diesem Falle ist es am besten, auf der Bank zu 
ankern und bei günstiger Gelegenheit während der Nacht dicht unter Land 
aufzukreuzen. 
Aufserhalb des Randes der Bank gelingt dies selten. Die Tana Keke- 
Straße kann in dieser Jahreszeit auch nicht als ein geeignetes Fahrwasser für 
die nach Nord gehenden Segelschiffe betrachtet werden. Namentlich im Monat 
Januar läuft hier der Strom meistens südöstlich, harte Böen kommen oft aus 
NNW und NW; auch sind die Seiten des Fahrwassers nicht anzulothen und 
Dwarsmarken lassen sich für aufkreuzende Schiffe nicht geben: 
Hat man die Passage zwischen Dajang Dajangan und Satanga hinter 
sich, so wird der Kurs N 32°0, doch ist es Segelschiffen wiederum zu empfehlen, 
zunächst möglichst Nord zu steuern und nicht früher auf die Rhede von Makassar 
abzuhalten als bis die kleine Insel Sanra Bengi oder der hohe kegel- 
förmige Baum auf 5° 20‘29” S-Br und 119° 21’ 44" O-Lg gut Ost peilen, damit 
sie nicht durch den Strom und den Wind nach der Küste von Celebes versetzt 
werden. 6 
Achtet man darauf, westlich der Peilung S9° W von Dajang Dajangan 
zu bleiben, so vermeidet man die Untiefe Bone Pindjing. 
Die Lage der verschiedenen Untiefen in Westen von Dajang Dajangan 
ist gegenwärtig genau bestimmt. Hat man eine gute Karte, so kann man seine 
Position mittelst einer Peilung dieser Insel sofort erkennen, sobald. man den 
Rand der Bank, der von Süd her anzulothen ist, im Westen dieser Insel an- 
gelaufen hat. Es kann dann vorkommen, dals man wünscht, nicht abzuhalten, 
uam die Passage im Osten von Dajang Dajangan zu wählen, sondern längs der 
Westseite von Dajang Dajangan zu segeln. Man mufs aber die Bäume 
dieser‘ Insel deutlich sehen können, um die Gosseija-Untiefe vermeiden zu 
können. Falls man von West kommend, die Bank mit 18 m (10 vm) oder 
weniger angelothet hat und weder Dajang Dajangan noch die nördlich davon 
liegende ziemlich hohe Insel Langkai von Deck aus deutlich sieht, so kann 
man sicher sein, sich in der Nähe dieser Gefahr zu befinden. Man mufs dann 
bei nordwestlichen Winden sofort nach Süd oder SO abhalten und dann die 
Bank etwas östlicher in Sicht von Dajang Dajangan anlaufen. Man beachte, 
dafs in der Peilung Dajang Dajangan N79°0O die beiden Untiefen Ponto- 
pontowang und Bantuna Garumbang liegen, obwohl auf diesen während des West- 
monsuns nicht weniger als 7,2 bis 9 m (4 bis 5 vm) Wasser sind, da in dieser 
‚Jahreszeit der mittlere Wasserstand ein hoher ist und die angegebenen Tiefen 
sich auf Niedrigwasser-Springzeit des September beziehen, in welchem Monat der 
mittlere Wasserstand am niedrigsten ist. 
Die während des Südostmonsuns von Süd her nach Makassar bestimmten 
Segelschiffe müssen, wenn sie nördlich von den kleinen Sundainseln fahren, 
hinreichende Ostlänge ablaufen, um mit nördlichem Kurse die Küste von Celebes 
östlich von der Tana Keke-Stralse ansegeln zu können. Dann sind sie in der 
Lage, diese Straße mit gutem Erfolge zu benutzen. 
An der Westseite der T’ana Keke-Straße trifft man die gröfsten Tiefen 
an, und giebt hier die Peilung Sanra Bengi Nord die Leitmarke zur Fahrt bis 
dwars ab von der schwarzen Tonne, worauf der Kurs westlicher wird. Andere 
Leitmarken können hier nicht gegeben‘ werden, und es wird auf die später 
folgende eingehende Beschreibung dieser Strafse verwiesen. 
Die Untiefe, welche sich von der an der Südostseite der Strafse liegenden 
Insel Laikang vorstreckt, ist gut anzulothen; die beiden Tonnen-:bezeichnen die 
nördliche Grenze des Fahrwassers, des Nachts bleibt das Feuer von Dajang 
Dajangan nördlich der Peilung N 54° W sichtbar und kann als Dwarsmarke 
wär
	        
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