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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Südwestküste von Celebes und Fahrwasser von Makassar. 129 
Dajang Dajangan hat wie Satanga seine gröfßste Ausdehnung von SW 
nach NO und ist von einem trockenfallenden Riff umgeben, das sich an der 
Süd- und Westseite 400 bis 500 m vorstreckt und steil ansteigt. An der Ost- 
und Nordseite kann man sich der Küste bis auf sehr geringe Entfernung nähern, 
Diese Inseln sind nur auf 10 oder 11 Sm sichtbar. 
Huk Galesong scheint von Süd aus gesehen eine Insel zu sein, 
Die kleine Insel Sanra Bengi, welche in West ungefähr 1200 m von 
dieser Huk liegt, ist mit Kokospalmen bepflanzt und kann von Nord und Süd 
aus als Peilobjekt benutzt werden. Von West aus ist sie wegen. des hinter ihr 
liegenden Landes nicht gut zu erkennen. Das die Insel umgebende Riff wird 
durch einen flachen Kanal von Celebes getrennt und hat nach West hin eine 
Ausdehnung von ungefähr 700 m. Eine Stelle desselben ist mit Gesträuch be- 
wachsen und sieht wie eine Insel aus, 
Man kann von West aus den hohen, kegelförmigen Baum auf 5° 20‘ 29“.S-Br 
und 119° 21‘44“0.Lg sowie die hohen Bäume auf 5° 14‘59“ S-Br und 119° 22‘54“ O-Lg 
als Peilobjekte benutzen,*) 
Längs dieser Küstenstrecke liegen viele Kampungs und münden ver- 
schiedene kleine Flüsse und Bäche. In der Nähe von Tandjung Bunga, auf 
ungefähr 5° 10,5‘ S-Br, wo der Gowa- Flufs mündet, biegt die Küste nach Ost 
und bildet eine Bucht. Hier streckt sich das Pindjing-Riff ungefähr 1000 m 
vor, dessen flachste Stelle 1,8 m (6 vt) unter Wasser liegt. Sie ist durch eine 
5,9 m hohe Bake mit weifser Kugel bezeichnet, die an der Westseite des 
Riffes in 2,7 m (1'/2 vm) Wasser steht. Ungefähr 1'2 Sm S37° W von dieser 
Bake liegt eine ziemlich runde Klippe von ungefähr 200 m Durchmesser, 
Taka Bubujang genannt, auf der 6,3 m (3'/% vm) Wasser sind. Sie erhebt 
sich aus einer Tiefe von 21,6 m (12 vm). 
In der Nähe der oben erwähnten Bucht befindet sich das Bakenfeuer von 
Mariso, dessen rother Sektor Anleitung zur Fahrt zwischen dem Pindjing- 
Riff und der Südspitze von Groot-Lae Lae giebt. Diese Untiefe ist die süd- 
lichste der die Rhede von Makassar an der Westseite einschliefeenden Untiefen. 
Auf ihrer Südspitze befindet sich eine schwarze, trapezförmige Bake mit 
Kugel (Nieuwbaak genannt). Sie ist 10,25 m hoch und steht in 5,4 m (3 vm) 
Wasser. Man kann sie auf kurzem Abstand passiren. Nördlich von dem Leucht- 
feuergerüste von Mariso, ungefähr 1 Sm davon entfernt, ist ein grofses, graues 
Haus, das früher ein Pulvermagazin (Kruitmagazijn) war, jetzt aber nicht mehr 
hierzu benutzt wird. 
Von den Inseln des Spermünde-Archipels sind die folgenden zu er- 
wähnen: 
1. Kudingareng Lompo oder Groot Hertenbeest, auf ungefähr 5° 9‘ S-Br und 
119° 16‘ O-Lg, ist eine der gröfsten und bevölkertsten Inseln des Archipels. Sie 
hat reichlich 300 m Breite und von Nord nach Süd ungefähr 700 m Länge, ist 
mit hohen Bäumen bewachsen und ungefähr 14 Sm weit sichtbar. Ihre Südspitze 
ist sandig. Die Ostseite des trockenfallenden Küstenriffes ist schmal. Hier befindet 
sich ein kleiner Hafen, der jedoch bei Niedrigwasser zum grofsen Theil trocken- 
fällt. Er eignet sich nur für Prauwen, bietet ihnen aber während des Ostmonsuns 
genügenden Schutz. Nach SSW hat das Riff eine Ausdehnung von ungefähr 
1500 m und nach West und Nord hin von ungefähr 700 m. An der Südseite 
liegen ein paar, auch bei Hochwasser hervorragende Sandbänke, die voraus- 
sichtlich in einigen Jahren den Umfang der Insel vergröfsern werden. . 
2, Samalona oder Duivels-eiland, auf ungefähr 5° 7,5‘ S-Br und 
119° 20,5‘ O-Lg, ist eine kleine, ellipsenförmige, dicht mit Kokospalmen -be- 
wachsene Insel. Sie ist auf ungefähr 12 Sm sichtbar und hat von Süd und 
West aus gesehen die Gestalt eines viereckigen Wäldchens, Die Ostseite des 
trockenfallenden Küstenriffes ist schmal; die West- und Nordwestseiten sind un- 
zefähr 500 m breit. 
In. 1 Sm Entfernung liegt ostsüdöstlich von Samalona die Taka Bako 
genannte Klippe, auf der weniger als 5,4 m (3 vm) Wasser sind. Sie erhebt 
1) Die Bäume sind in der Karte nicht eingetragen. D. R. 
Ann. d. Hydr. ete., 1598, Heft IL
	        
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