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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1898.
15 vm). Die Seiten dieses Rückens, der mehr oder weniger einen Stromableiter
nach Tana Keke bildet, sind ziemlich steil. In der Nähe seiner Nord- und
Südspitze ist je eine Stelle mit weniger als 9 m (5 vm) Tiefe. Die nördliche,
auf der 8,5 m (4%/4 vm) Wasser sind, liegt unter folgenden Peilungen: Huk
Tjambataimeong N 83° 0, Huk Tamataba S 62° O0, Südhuk Tana Keke N 81° W
and Südhuk Parapa N 3° W. Von der südlichen, 7,6 m (4'/i vm) unter Wasser
liegenden Stelle peilen Huk Tjambataimeong N 32° O0, Huk Baradjaja N 59°O0 und
Huk Pepe N 84° 0. Ungefähr 400 m westlich von Tjambataimeong liegt inner-
halb der 5,4 m- (3 vm-) Linie die trockenfallende Klippe Batu Galingang,
von der sich die sandige Untiefe Taka Embong 1500 m vorstreckt. Die
ABachste Stelle der Untiefe liegt 0,9 m ('/2 vm) unter Wasser.
Da die Küste hier scharf nach Ust umbiegt, ist die Huk Tjambataimeong
deutlich zu sehen. Dann wendet sich die Küstenlinie nach Nord und NW bis
zur Huk Parapa (auch Bontolanra genannt) und bildet die Ostseite der Tana
Keke-Strafse. An diesem Küstentheile liegen die Mündungen der Flüsse
Tjikoang, Takalar, Sanrabone und Djamarang. Während des West-
monsuns sind sie sehr. wasserreich; zur Zeit des Ostmonsuns enthalten sie aber
30 wenig Wasser, dafs ihre Mündungen kaum zu erkennen sind.
Die Tana Keke-Strafse wird in Westen von dem steilen Rande des
Riffs begrenzt, das mit der gleichnamigen Insel zusammenhängt,
Die Insel Tana Keke ist, namentlich ihre Südseite, mit Bäumen bestanden,
die vereinzelt oder in Gruppen stehen. Auf der Nordseite ist der Baum einer
Gruppe erwähnenswerth, weil dessen Wipfel, von Nord und Süd betrachtet, die
deutliche Form eines V hat und daher als Peilobjekt benutzt werden kann. An
der Südseite liegt eine flache schlammige Binnenbucht mit einem niedrigen
Inselchen vor ihrem KEingange. Der höchste Baum der Insel steht an der
Westseite dieser Bucht und kann als Peilobjekt dienen. Die Huken von Tana
Keke können nur auf geringe Entfernung als Peilojekt benutzt werden, weil sie
sich wegen des das Riff bedeckenden Gesträuchs nicht deutlich genug er-
kennen lassen.
An der Ostseite liegen die Kampungs Tompotana und Kalukuwang,
welche durch die das Riff kreuzenden Kanäle erreichbar sind. Aufser diesen
beiden Kampungs trifft man einzelne Häuschen an der Küste an. An der Süd-
ostseite der Insel sind die Tiefen bis zu 1600 m von der Küste sehr ungleich;
ıngefähr 2300 m östlich vom Kampung Tompotana liegt, 10,8 m (6 vm) unter
Wasser, das Korallenriff Paramborambowang.
Das Fahrwasser an der Nordseite der Tana Keke-Strafßfse wird durch die
sich reichlich 2 Sm von Celebes vorstreckende Malamuang - Bank bis zu
3000 m verengt. Die Bank besteht aus schwarzem Sande, unter welchem eine
harte Schicht liegt, und hat 2,4 m (8 vt) Wasser auf ihrer flachsten Stelle. Die
9 m- (5 vım-) Linie, welche die Bank begrenzt, ist bei der Huk Parapa 1 Sm
vom Lande entfernt. Sie läuft von hier nach Süd und dann nach SO bis auf
5° 30‘ S-Br und endet an der Ostseite der Bank in einer Vertiefung von 14,4 m
(8 vm), die jedoch nach dem die Bank und die Huk verbindenden Rücken hin
mit Stellen von weniger als 5,4 m (3 vm) flacher wird und schliefslich in dem
Rücken verschwindet,
Das Fahrwasser in der Tana Keke-Straße wird von zwei Tonnen
markirt. Die eine, eine weifse spitze Tonne mit Kugel, liegt auf ungefähr
5° 27,2‘ S-Br und 119° 20,7‘ O-Lg an der Ostseite der Strafse, gegen den Rand
der Bank, in 12,6 m (7 vm) Wasser. Die andere, auf der Westseite der Strafse
in gleicher Tiefe verankerte Tonne ist eine schwarze spitze mit Kugel und
liegt auf ungefähr 5° 28,2‘ S-Br und 119° 19,2‘ O-Lg.
Die Insel Bauluwang ist durch ein tiefes Fahrwasser, das aber noch nicht
genau untersucht ist, von Tana Keke und durch einen schmalen, flachen Kanal
von Satanga getrennt. Auf der Nord- und Nordwestseite befinden sich hohe
Bäume und kleine Kampungs. Die Süd- und Südwestseiten des Küstenriffes von
Bauluwang sind mit niedrigem Gesträuch bewachsen. Ein alleinstehender
Baum, der sich von den übrigen abhebt und sich gut erkennen läfst, kann als
Peilobjekt benutzt werden. Der Südwestspitze der Insel Satanga darf man
sich wegen des dort liegenden Riffes nicht auf weniger als 1 Sm nähern.