accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Südwestküste von Celebes und Fahrwasser von Makassar. 
127 
In dem nördlichen Theile der Bai liegen, ungefähr 1 Sm von der Küste 
entfernt, vier Klippen, die zum grofsen Theil mit braunem Sande bedeckt 
sind und bei Niedrigwasser theilweise trocken fallen. Zwischen diesen Klippen 
und der Küste befinden sich schmale, flache Durchfahrten, die von kleinen Fahr- 
zeugen benutzt werden können. 
in dem nordöstlichen Theile der Bai, wo die Tiefen allmählich abnehmen 
und die Küste niedrig ist, mündet der Allu-Flufs. Der gleichnamige, kleine 
Ort, wo der Kontrolleur des Bezirks Bangkala wohnt, liegt ungefähr 1 Sm 
stromaufwärts und läfst sich in Booten erreichen. Ungefähr 300 m innerhalb 
der Allu-Mündung, die hier ungefähr 200 m breit ist, biegt ein Seitenarm des 
Flusses nach Süd hin ab und bildet das ziemlich grofse Binnengewässer Tam- 
parang Keke. Ks fällt bei Niedrigwasser-Springzeit theilweise trocken und 
war früher ein Zufluchtsort der Seeräuber, die in dieser Gegend nicht selten waren. 
Der nordwestliche Theil der Laikang-Bai dringt ungefähr 3000 m ins 
Land ein, ist 1000 m breit und ziemlich fach. Er wird Bangkala-Bucht nach 
dem Flusse genannt, der sich in den östlichen Theil der Bai ergiefst. Der 
Fluß Bangkala hat in der Bucht einen gewundenen, schmalen Kanal von 1,8 m 
‘1 vm) Tiefe gebildet, in welchem ein ziemlich starker Strom läuft. Der Grund 
ist hart und mit einer Schlammschicht bedeckt. Längs der Ufer trifft man 
überall Bambuseros (Reusengestelle aus Bambu) an. Die steinigen Huken in der 
Nähe der Mündung sind von See aus gut zu erkennen. 
Der westliche Theil der Laikang-Bai ist eine ungefähr 3000 m ins Land 
eindringende Bucht, die Leballu-Bucht genannt wird. Ihre Ostseite ist fast 
ganz durch die nahezu trockenfallende Klippe Anggemajang abgeschlossen. 
Die Klippe liegt ungefähr 500 m in NNW der Huk Puntondo, welche niedrig 
und mit dunklem Gehölz bedeckt ist. An der Nord- und Ostseite wird der 
Sandstrand durch die im Wasser stehenden Bäumchen verdeckt. Man kann sich 
hier der Küste bis auf kurzen Abstand nähern und an derselben landen. An der 
Ostseite von Puntondo streckt sich das Riff ungefähr 800 m vor, 
Bei dem Befahren des nordwestlichen Theils der Bai, wo die 5,4 m- 
(3 vm-) Linie steil ansteigt, kann der kleine runde Berg Talampuwang auf 
Laikang als Peilobjekt benutzt werden. Er erhebt sich über den Wald und hat 
sanft abfallende Abhänge. 
Von der niedrigen, sandigen Huk Pepe, der mau sich von Süd her nicht 
dichter als bis auf 2000 m nähern darf, läuft die Küstenlinie zuerst nach West 
und biegt dann in einer Strecke von ungefähr 6 Sm allmählich nach Nord bis 
nahe zur Huk Tjambataimeong um. Es liegen hier die wenig vorspringenden 
Huken Lamadjang, Laikang, Tamataba, Baradjaja, Punaga und Kassi- 
bumbung. In der Nähe dieser Huken liegen die gleichnamigen Kampungs, die 
aber von See fast gar nicht sichtbar sind. Die Huken lassen sich nicht gut 
von einander unterscheiden. Tamataba ist niedrig und sandig; bei Baradjaje® 
befinden sich dicht unter Land ein paar dunkle Felsen. In der Nähe von 
Kassibumbung sind die Bäume am höchsten. Obgleich die ganze Halbinsel 
mehr oder weniger hügelig ist, scheint sie es in diesem Theile nicht zu sein, 
weil die Hügel nicht mit so hohen Bäumen bewachsen sind wie die vor ihnen 
liegende Küste. Ungefähr 1! Sm S54°W von Huk Tamataba liegt innerhalb 
der 12,6 m- (7 vm-) Linie eine kleine, aus Sand und Korallen zusammengesetzte 
Untiefe. Sie hängt mit der Küste zusammen uud ist 7,2 m (4 vm) unter 
Wasser. Von dieser Untiefe peilen: Huk Lamadjang N84°O und Huk Kassi- 
bumbung N6°W. Die Tiefen wachsen von hier nach Süd hin schnell bis zu 
36 m (20 vm). In WSW der Huk Kassibumbung entfernt sich die 9 m- (5 vm-) 
Linie, eine scharfe Spitze bildend, ungefähr 2 Sm von der Küste. Der Grund 
besteht aus Schlamm und Sand, und trifft man hier bis zu 1400 m von der Küste 
keine, 5,4 m (3 vm) oder weniger unter Wasser liegende Untiefe an. 
Parallel mit diesem Küstentheile und ungefähr 4 Sm von ihm entfernt 
zieht sich der unterseeische Rücken Taka Luwara hin. Er besteht aus 
Sand und Korallen, und die auf ihm gelotheten Tiefen waren im Allgemeinen 
regelmäfsig. In nordsüdlicher Richtung ist er ungefähr 6 Sm lang und hat 
1 bis 2 Sm Breite. Im Osten wird er von einem schmalen Kanal begrenzt, in 
welchem die Tiefen nach Nord hin von 43,2 bis 16,2 m (24 bis 9 vm) abnehmen, 
An seiner westlichen Seite wachsen sie nach Nord hin von 16,2 bis 27m (9 bis
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.