Südwestküste von Celebes und Fahrwasser von Makassar, 125
verbindet, berührt Djenoponto. Vor der Mündung des Flusses liegt eine, bei
Niedrigwasser gröfstentheils trockenfallende Sandbank, die sich ungefähr 500 m
vorstreckt. Bei halber Gezeit können kleine. Fahrzeuge diese Bank in zwei
Kanälen passiren. Der westliche Kanal läuft von der Mündung ungefähr SzW,
der andere südöstlich. In der Regel sind sie durch ein paar Pricken gekenn-
zeichnet. Der Ort Djenoponto ist von See aus nicht gut sichtbar und das Auf-
finden der Flufsmündung nicht leicht. Ist der früher erwähnte kegelförmige,
hohe Berggipfel Maja sichtbar, so gewährt die Peilung desselben in N 6° W
Anleitung zur Fahrt bis vor die Flußsmündung. Die 5,4 m- (3 vm-) Linie ist
1200 m von der Küste entfernt, dann nehmen die Tiefen allmählich zu,
Die Huk Djenoponto (auch Bulu Bulu genannt) ist die südlichste Huk von
Celebes. Sie liegt reichlich !% Sm im Westen vom Orte Djenoponto und ist
wegen ihrer runden Form nicht gut zu erkennen.
Huk Kaju Leleng (auch Udjung Matete genannt) ist eine mit niedrigem,
dunkeln Gesträuch bewachsene Sandspitze, die etwas nach West vorspringt. Hier
bildet in 21/2 Sm Entfernung vom Lande die 12,6 m- (7 vm-) Linie eine Spitze.
Es ist nicht rathsam, sich hier der Küste auf weniger als 1’/2 Sm Abstand zu
nähern, weil der Grund steinig und so unregelmäfsig gestaltet ist, dafs das Loth
keine sichere Anleitung giebt.
Hat man Huk Kaju Leleng passirt, so biegt die Küste nach NNW und
Nord bis zur Huk Kalumpang und hierauf nach Ost um und bildet die Ost-
seite der ungefähr 6000 m’ breiten.
Malasoro-Bai. Die Huk Kassika ist sandig. Nahe bei Udjung Batu
ist eine kleine Strecke der Küste steinig. An der Ostseite der hier liegenden
Bucht trifft man Rhizophoren (Manglebäume) an,
Das trockenfallende Riff der Huk Kalumpang macht hier das Landen
beschwerlich. Man kann dies in der Nähe des Kampung Kassika leichter bewerk-
stelligen, wo der Grund aus Schlamm und Sand besteht und nur in geringer
Breite trockenfällt.
In den nordöstlichen Theil der Bai ergiefst sich der Tamanroja in ver-
schiedenen Mündungen, vor welchen eine Schlammbank liegt, die nur von leichten
Fahrzeugen bei halber Tide passirt werden kann. Während der Expedition im
Jahre 1863 zur Unterwerfung der Fürsten von Binamu und Takalar fuhr die
Landungsabtheilung der holländischen Kriegsschiffe „Suriname“ und „Montrado“
in Kreuzbooten und Schiffsbooten den Flufs hinauf und besetzte den am südlichen
Ufer liegenden Kampung Tamanroja. Von See aus erkennt man die Mündungen
des Flusses an vier einzelnen hohen Bäumen.
Ungefähr 2 Sm östlich hiervon liegt ein 94 m hoher Hügel, der mit hell-
grünem Alang Alang bewachsen ist. Auf dem südöstlichen Abhange dieses Hügels
steht auf 5° 38’ 23“ S-Br und 119° 41‘22” O-Lg ein einzelner dunkler Baum,
der als Peilobjekt dienen kann.
Von Huk Tjinnong bis Huk Lompo läuft die Küstenlinie WzN bis
West. Das Gestade ist steinig, streckenweise sandig und man kann sich dem
Lande bis auf geringe Entfernung nähern.
Am Fuße des 115 m hohen, ins Meer abfallenden, felsigen und dicht be-
wachsenen Hügels Tjinnong sieht man von See aus zwei weilse Flecken. Die
Peilung derselben in N 48° O0 giebt eine gute Einsteuerungsmarke in die Mala-
soro-Bai. In der Nähe des Tjinnong nähert sich die grofse, nach Makassar
führende Poststraßse wieder der Küste und ist zu Fuß in 15 Minuten zu er-
reichen.
Nach der felsigen Huk Lompo, wo die Grenze zwischen den Bezirken
Binamu und Bangkala ist, bildet die Küstenlinie die ungefähr 1000 m ins Land
eindringende Nasara- Bucht, an deren Nordufer verschiedene Salzpfannen liegen,
Das Gelände ist hügelig und der Sandstrand von einigen, im Wasser stehenden
Bäumchen verdeckt. An der Nordküste kann man gutes Wasser aus verschiedenen,
in den Bergen entspringenden Bächen erhalten; an der Ostseite, in dem von
See aus gut. zu erkennenden Kampung Kalumpang und in dessen Umgebung ist
nur wenig Trinkwasser vorhanden,
, An der Westseite der Malasoro-Bai liegt die gleichnamige Halbinsel.
Ihre Küstenlinie läuft zuerst reichlich 3000 m nach Süd und dann, ziemlich