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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1898, 
und Lanjukan laufend, Das aus der Makassar - Straße kommende Wasser läuft 
bauptsächlich in der entgegengesetzten Richtung. 
Die Küste, die Inseln und verschiedene Untiefen verursachen jedoch grofse 
Abweichungen von diesen Hauptbewegungen. So setzt durch die Tana Keke- 
Strafse abwechselnd nordwestlicher und südöstlicher Strom; und ein Theil des 
nach NW strömenden Wassers läuft bereits nördlich dieser Strafe in der Richtung 
der Küste nach NNW hin, während an einer Stelle der Südostseite der Insel 
Tana Keke wenig oder gar kein Strom bemerkt wird. 
im Fahrwasser zwischen Dajang Dajangan und Satanga läuft 
der Strom NzW und SzO, während in der Nähe der westlich von der ersteren 
[nsel gelegenen Untiefen, also innerhalb des Randes der Bank, die Hauptrichtungen 
des Stromes Nord bezw. Süd sind und das Wasser in dem nördlich von den 
Untiefen liegenden tiefen Kanal mehr nach WNW und OSO läuft. 
Im Norden des Parallels von Galesong läuft der Strom nach Nord 
and Süd, namentlich unter der Küste der Richtung derselben folgend, während 
es öfters vorzukommen scheint, daß hier kein oder südlicher Strom ist und das 
Wasser aus der Tana Keke-Strafse nach NW fliefst. Es kann somit die Behaup- 
tung der eingeborenen Seefahrer, dafs auf der Höhe des genannten Parallels so- 
wohl Wind wie auch Strom ihre Richtung ändern, wohl richtig sein. Wenigstens 
ist dies während des Ostmonsuns hinsichtlich des Windes sicher der Fall, 
In NW von Kudingareng (auch Groot Hertenbeest benannt) ist die 
Stromrichtung hauptsächlich von der Lage der verschiedenen Untiefen abhängig. 
Dies ist auch der Fall in der Nähe des unterseeischen Rückens von Langkail. 
In dem engen Kanal südlich von Lanjukang setzt der Strom west- 
nordwestlich und ostsüdöstlich und verursacht auf dem westlichen Rande der 
Bank, wo aufserhalb dieser die Hauptrichtungen des Stromes NNW und SSO 
sind, öfters heftige Stromkabbelungen, die Aehnlichkeit mit Brandung haben. 
Nördlich von Lanjukang sind die Hauptrichtungen des Stromes NW und SO, 
mithin vielfach dwars zur Richtung des Kanals, was bei der Fahrt durch diesen 
Kanal berücksichtigt werden muls. 
Obgleich in verschiedenen Segelanweisungen angegeben wird, dafs der 
Fluthstrom nach Süd und der Ebbestrom nach Nord läuft, konnte eine Ueber- 
einstimmung zwischen Steigen und Fallen des Wassers und der Richtung des 
Stromes nicht mit Sicherheit festgestellt und eine Abhängigkeit des Wasser- 
standes von dem Maximum der Stromgeschwindigkeit und den Kenterungsperioden 
nicht nachgewiesen werden, 
Die herrschenden Winde üben einen nicht unwesentlichen Einflufs auf 
Richtung und Geschwindigkeit des Stromes aus. So läuft der Strom an der 
Südküste von Celebes bei kräftig durchstehendem Westmonsun stets nach 0SO; 
nur während des Nachts und dicht an der Küste innerhalb des Randes der Bank 
wird ein schwacher südwestlicher Strom bemerkt, auf den man jedoch nicht mit 
Sicherheit rechnen kann. 
In der Tana Keke-Strafse ist dann kein nordwestlicher Strom; das Wasser 
fließt nach SO oder steht still, Auf der Rhede von Makassar und westlich 
davon ist alsdann die Hauptbewegung der Gewässer eine südliche. Nur nachts 
und wenn heftige Böen aus einer Richtung südlich von West durchkommen, 
läuft der Strom nördlich. Auch scheint dies der Fall zu sein, wenn der Gowa- 
Flufßs beträchtliche Wassermassen ins Meer ergiefst. Bei kräftig durchstehendem 
Ostmonsun sind die Stromverhältnisse umgekehrt, doch treten sie nicht so 
deutlich in den Vordergrund wie die während des Westmonsuns herrschenden. 
Abgesehen von dem Einflusse des Windes kentert der Strom viermal in 
24 Stunden und erreicht bei Springzeit das Maximum seiner Geschwindigkeit. 
Dieses beträgt an der Südküste 1!/2 Sm, in der Tana Keke-Strafse 2 Sm und an 
den übrigen Orten 1 Sm in der Stunde. Bei Nippzeit war das Maximum der 
Geschwindigkeit in der Regel !/a oder !/4 Sm geringer. 
Besondere Bemerkungen über die Küste, Inseln und Untiefen. 
Djenoponto, an dem westlichen Ufer des gleichnamigen Flusses gelegen, 
ist die Residenz der Aufsichtsbeamten und Vorstandes des Bezirks Binamu. 
Die grofse Poststraßse, welche Balang nina am Golf von Boni mit Makassar
	        
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