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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Südwestküste von Celebes und Fahrwasser von Makassar. 
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Grenze erreicht. Sie bildet hier eine reichlich 6 Sm nach West vorspringende 
Spitze und läuft dann nördlich bis nordnordwestlich, dicht längs der Inseln 
Langkai und Lanjukang. Auf einigen Stellen der von dieser Tiefenlinie be- 
grenzten grofsen Bank, namentlich in SW und West von Dajang Dajangan 
und an der Süd- und Nordseite von Langkai erhebt sich ein Korallenrücken, auf 
dem sich einige Gefahren befinden, die später beschrieben werden sollen. Hat 
man diesen Rücken passirt, so nehmen die Tiefen wieder beträchtlich zu und 
werden nur vereinzelt liegende Gefahren angetroffen. 
Leuchtfeuer. Auf dem südwestlichen Theile der Küste und den dabei 
liegenden Inseln befinden sich die folgenden Leuchtfeuer. 
1. Auf der Insel Dajang Dajangan ein festes, weifses Bakenfeuer 
19,3 m über Wasser, das bei klarem Wetter und reichlich 4,5 m Augeshöhe 
14 Sm sichtbar ist. Das Feuer befindet sich auf einem weißen Gerüste aus Eisen, 
das auf der Ostseite der Insel, ungefähr 25m vom Strande errichtet ist. Das 
Feuer wird in der Tana Keke-Strafse zwischen den Peilungen N 54°W und N 30°W 
von den hohen Bäumen ‚der Insel verdeckt. Die Position des Feuers ist 
5° 24‘ 2" S-Br und 119° 11‘ 39“ O-Lg. 
2. Bei Makassar, auf 5° 8‘ 10“ S-Br und 119° 24‘ 15” O-Lg, ein festes 
weifses Küstenfeuer, 14 m über Wasser. Der aus Stein erbaute Leuchtthurm 
steht westlich vom Fort Rotterdam auf Udjung Pandang. Er ist weiß 
mit rothem Bande. In seiner Nähe befindet sich ein Wohnhaus für die Leucht- 
wärter. Die Sichtweite des Feuers beträgt ungefähr 12 Sm. 
3. Ein festes Feuer mit weiflsem und rothem Sektor in der Nähe 
von Mariso, südlich von Makassar, auf 5° 9‘ 29“ S-Br und 119° 24‘ 37“ O-Lg. 
Es ist roth in S76°O bis N 73° O0, durch Ost gerechnet, und in den übrigen 
Peilungen weiß. Das rothe Feuer ist 5 Sm und das weifse 10 Sm weit sicht- 
bar. Zwischen der Peilung N 43° O0 und der Küste von Celebes wird das Feuer 
ab und zu von den hohen Bäumen auf Tandjung Bunga verdeckt und erscheint 
einem in Fahrt begriffenen Schiffe als ein weifses Feuer mit unregel- 
mäfsigen Blinken. Das Leuchtfeuergerüst ist ein weifßser, eiserner Rahmen. 
In der Nähe desselben steht die weiß angestrichene Leuchtwärterwohnung. 
Gezeiten. In Makassar wurden vom 1. April 1895 bis 1. April 1896 
regelmäßige Pegelbeobachtungen von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends gemacht. 
Nachts fanden keine regelmäfsigen Beobachtungen statt. Das Resultat der Beob- 
achtungen ist im Nachstehenden zusammengefafst. 
Vom April bis einschliefslich Januar traten die Springfluthen ungefähr 
14 Tag nach dem Maximum der Monddeklination auf und die Nippfluthen ungefähr 
1 Tag, ‚nachdem der Mond den Aequator passirt hatte. Im Februar und März 
wurde diese Regelmäfsigkeit nicht bemerkt. Im Februar fand, soweit als sich 
dies ermitteln ließ, die Springfluth 2 bis 3 Tage nach dem Maximum der Mond- 
deklination und die Nippfluth 4 bis 5 Tage nach dem Durchgange des Mondes 
durch den Aequator statt. Im März wurde nur eine Springfluth, 4 bis 5 Tage, 
nachdem die Monddeklination das erste Mal ihr Maximum erreicht hatte, bemerkt, 
Ein weiteres Ergebnifs der Pegelbeobachtungen war das Vorherrschen der 
eintägigen Tiden. Auf 215 Beobachtungen von eintägigen Tiden kamen 71 halb- 
tägige, und 80 mal wurde nur eine geringe steigende oder fallende Bewegung 
des Wassers wahrgenommen. 
Die Gezeitenerscheinungen waren in den verschiedenen Monaten des 
Jahres die folgenden: 
In der ersten Hälfte des April herrschten die halbtägigen Tiden vor und 
waren auch während Springzeit bemerkbar. Es war dann ungefähr gegen 8 Uhr 
morgens Hochwasser und gegen 12 Uhr nachts Niedrigwasser, während die zweite 
Tide mit geringem Fluthwechsel Niedrigwasser gegen 2 Uhr nachmittags und 
Hochwasser gegen 6 Uhr abends. hatte. Vor Springzeit war das Morgenhoch- 
wasser höher als das Abendhochwasser. Nach dieser Zeit bis Nippzeit trat das 
letztere in den Vordergrund, und das Morgenhochwasser verspätete sich allmählich, 
jedoch nicht mehr als etwa zwei Stunden. Der Fluthwechsel dieser Tide war 
gering bis er zur Nippzeit mit dem wieder .um 6 Uhr morgens eintretenden Hoch- 
wasser gleich dem Fluthwechsel der Abendtide wurde, 
Ann. d. Hryäar. etc, 1898, Heft II.
	        
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