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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Südwestküste von Celebes und Fahrwasser von Makassar. 
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Letzterer wendet sich der Südküste von Celebes zu und geht in die Hügelrücken 
nördlich von der Malasoro-Bai über. Der.sich nach NW hinstreckende Berg- 
rücken umschliefst mehr oder weniger den westlichsten Bergrücken, zu welchem 
der Bontomanai gehört, und hat auflser dem Damara noch vier breite, kamm- 
förmige Gipfel, die nach NW steil und nach NO sanft abfallen.. Sie sind unge- 
fähr von gleicher Höhe. Dann fällt der Bergrücken allmählich nach dem tieferen 
Lande ab. 
‚Der höchste und auch am leichtesten zu erkennende Gipfel des südsüd- 
westlichen Gebirgszuges ist der Maya. Er liegt auf 5° 26‘ 54” S-Br und 119° 42 
34“ O-Lg, hat 1145 m Höhe und erscheint von See aus als ein kegelförmiger, 
bewachsener Berg. Von Süd aus gesehen, ist der Gipfel etwas abgerundet, von 
Nord und NW aus scharf und kann, wenn man die grofse Entfernung berück- 
sichtigt, als Peilobjekt dienen, 
Ferner sind noch folgende Berge zu erwähnen: 
a) der Bulu Pingka, 615 m hoch, mit steilen Abhängen und von eigen- 
artiger Gestalt. Von Süd und SO aus sieht man nämlich im Gipfel ein paar 
tiefe Klüfte, die den Berg in senkrechter Richtung gespalten erscheinen lassen. 
Der Bulu Pingka liegt auf ungefähr 5° 31’ S-Br und 119° 40‘ O-Lg. Zwischen 
den Peilungen N45°0 und Ost ist er wegen des hinter ihm liegenden Berges 
nicht zu erkennen. - 
b) der Batu Djawia, 350 m hoch, auf ungefähr 5° 34’ S-Br und 119° 
38' O-Lg. Er ist an einem, von West her sichtbaren dunkeln Buschwäldchen 
und an dem hellgrünen Alang Alang (ein schilfartiges Gras), mit dem der Berg 
bewachsen ist, zu erkennen. 
c) der Sirukang, 204 m hoch, auf ungefähr 5° 35,5‘ S-Br und 119° 
38' O-Lg. Er ist rund und mit dunklem Gehölz bedeckt. Befindet man sich dicht 
unter Land, so verschwindet er in den Peilungen westlich von N32°0 hinter den 
Küstenhügeln.‘ Die Peilung Sirukang und Bulu Pingka ineinander N19°O giebt 
eine gute Einsteuerungsmarke für die Malasoro-Baji. | 
d)_ der Sukang, 305m hoch, auf ungefähr 5° 35,5‘ S-Br und 119° 40‘ O-Lg. 
Dieser Hügel mufßs nicht mit dem Sirukang verwechselt werden. Er ist wie 
dieser mit dunklem Gehölz bedeckt, aber von den anderen Bergrücken und ihren 
südlichen Abzweigungen getrennt. 
Der Bontomanai, der höchste und am leichtesten zu erkennende Berg des 
westlichen Gebirgszuges hat 913 m Höhe und ist dicht bewachsen. Von SW ge- 
sehen ist sein Gipfel scharf, aus den übrigen Richtungen erscheint er aber mehr 
von runder Form, Die isolirte Lage dieser Bergrücken ist von NW und West 
aus, namentlich auf grofse Entfernung deutlich zu erkennen; daher wird auch der 
Gipfel Sinalu (einsam in der makassarschen Sprache) von den ‚Bewohnern der 
südlichen Inseln genannt, obgleich dieser Name eigentlich einem anderen, später 
anzuführenden Berge zukommt. 
Der Baranning und der Gondolo sind die bemerkenswerthesten Berge des 
von dem Bontomanai nach SW hin an Höhe abnehmenden Rückens, Von SW 
aus gesehen ist der Baranning kraterförmig und der Gondolo scharf. Beide sind 
zum grofßsen Theil mit hellgrünem Alang Alang bewachsen. Ihre Höhe ist nur 
unbedeutend; der Bergrücken, welcher sie mit dem Bontomanai verbindet, fällt 
nach Süd hin steil ab. . 
Der Tjinalu (oder Sinalu) ist ein 300 m hoher, isolirter Berg von trapez- 
förmiger Gestalt. Die höchste Spitze liegt auf seiner Nordseite. ‚Die andere 
Seite ist ein sich abdachendes Plateau, welches abwechselnd mit dunklem Busch- 
wald und hellgrünem Alang Alang bewachsen ist. 
Die hohen Gebirge auf der Westseite von Celebes liegen in großer Ent- 
fernung von der Küste und sind die nördlichen Ausläufer des Lombo-Battang. 
Im Allgemeinen . sind sie mit Ausnahme des Batu Matjinri und des Bulu 
Saraong (oder Piks von Maros) nicht deutlich zu erkennen. . Der Batu Mat- 
jinri ist eckig und kann, da er sich über die meisten, westlich von ihm liegenden 
Berge erhebt, als Peilobjekt dienen. Er liegt auf ungefähr 5° 8' S-Br und 119° 
59 O-Lg.. 
Der Bulu Säraong oder Pik von Maros hat 1370m Höhe und einen leicht. 
zu erkennenden, scharfen Gipfel. Sein nördlicher Abhang ist am steilsten; der 
südliche fällt anfangs ‚auch steil ab, bildet aber dann einen ausgestreckten Berg-
	        
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