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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

118 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1898. 
direkte Beobachtung (d. b. der vertikalen Wärmevertheilung) im Depressions- 
gebiete gehört nur in vereinzelten Fällen in das Bereich der Möglichkeit.“ 
Ferner Seite 61, 2. Absatz: „.... hat die Wettervorhersage auch zur Zeit der 
Herrschaft der Maxima ihre erheblichen Schwierigkeiten, und diese liegen .... 
gröfstentheils darin... ., dafs die Vorgänge in den oberen Luftschichten, welche 
jedenfalls eine sehr wichtige Rolle spielen, unseren Beobachtungen so gut wie 
unzugänglich sind.“ Endlich Seite 205, 3. Absatz, eine ähnliche Aeufserung. 
Die Aussichten auf regelmäfsige tägliche Beobachtungen in den höheren 
Lufischichten sind doch wohl kaum so gering, wie der Verfasser annimmt; 
wenigstens lassen schon die bisherigen Versuche und Erfolge mit Drachen das 
Beste hoffen, und es wäre gar nicht so undenkbar, dafs wir schon in kurzer Zeit 
von einer Reihe von Stationen tägliche Beobachtungen aus 1000 bis 1500 m Höhe 
hätten, da 3000 m schon auf diesem Wege erreicht sind. Das baldige Vorgehen 
mit Hochbeobachtungen durch Drachen ist auch aus dem Grunde erwünscht und 
geboten, weil die bisherigen Grundlagen der Wettervorhersage, wie sie der Ver- 
fasser so übersichtlich zusammengefafst hat, durch weitere Jahrgänge Erfahrungen 
am Grunde des Luftmeeres nicht mehr gefördert werden können; darüber ist sich 
wohl Jeder klar, der längere Zeit selber die Wettervorhersage ausgeübt hat. 
Ständige tägliche Beobachtungen in freier Höhe werden sicher den bisherigen 
Grundlagen für eine Vorhersage eine wesentliche Stütze sein und es uns er- 
möglichen, auch einem guten Theile der sogenannten „Ueberraschungen“, d, h,. 
gänzlichen Mifserfolgen, zuvorzukommen, die jeder Fachmann zur Genüge kennt, 
und die den Aufsenstehenden oft eine willkommene Handhabe geben, das Ganze 
zu bemängeln, weil die Vorhersage nicht immer zutrifit. Fälle, in denen Einen 
die Vorhersage ganz im Stiche läfst, werden dann noch seltener sein, als sie es 
jetzt sind. 
Hoffen wir also im Interesse der Wissenschaft und Praxis, dafs bei einer 
3. Auflage regelmäfsig wenigstens noch eine Höhenschicht von 1000 bis 1500 m 
Höhe zur Beurtheilung der Voraussichten herangezogen werden kann. Was uns 
der Boden des Luftmeeres bietet, ist nun nach allen Seiten hin verwerthet; das 
Nächste und Natürlichste ist die Ausdehnung der Beobachtungen nach oben, 
Wir wünschen dem Werke eine weite Verbreitung und rathen den hoffent- 
lich zahlreichen Lesern dringend eigene tägliche Ausübung der Vorher- 
sage an. Dabei wächst das Verständnifs für die Sache, auch das für die 
Schwierigkeiten, und zu der Befriedigung tritt allmählich der Nutzen. E. K. 
Südwestküste von Celebes und Fahrwasser von Makassar.” 
Mifsweisung 2° Ost. 
Allgemeine Beschreibung der Küste. 
Will man sich von SW oder West her der Südwestküste von Celebes 
nähern, so mufs man, ehe die niedrige, dicht bewachsene Küste und die vor 
dieser liegenden Inseln sichtbar werden, danach trachten, den höchsten Berg von 
Celebes, den Lompo-Battang (Pik von Bonthain) in Sicht zu bekommen. 
Die sich in West und SW von diesem Pik erhebenden Berge gehören 
hauptsächlich zu zwei Gebirgszügen. Der westlichste besteht aus einer Reihe 
Bergrücken, die von dem Bontomanai, dem höchsten Gipfel derselben, nach 
der Küste hin niedriger werden. Der andere Gebirgszug ist ein Ausläufer von 
einem der Abhänge des Lompo-Battang und theilt sich in der Nähe des 1115 m 
hohen Berges Damara in zwei Bergrücken, von welchen sich der eine in nord- 
westlicher und der andere hauptsächlich in südsüdwestlicher Richtung hinzieht. 
1) Mededeelingen op zeevartkundig Gebied over Nederlandsch Oost-Indi& No. 17/9 vom 
1. Dezember 1897. Vgl. Niederländische Admiralitätskarten No. 139, Südwestküste von Celebes und 
Fahrwasser nach Makassar. und No. 1%, Straat Mangkassar. D. R.
	        
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