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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Sf. van Bebber: Die: Wettervorhersage. 
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In 111 werden: die „H“ behandelt, nach Jahreszeiten getrennt, der Einfluß 
einer Schneedecke, das Auftreten von Nachtfrost im Frühjahre, die Wirkung des 
Lufttransportes, der Aus- und KEinstrahlung u. A. Zum Schlufs (Seite 61) wird 
hier, wie schon vorher auf Seite 45, auf den fühlbaren Mangel an Beobachtungen 
in: den oberen Luftschichten hingewiesen, 
In IV werden in ähnlicher Weise die „T“ behandelt, ihre Form, geogra- 
phische: Vertheilung, Tiefe und Aenderungen besprochen. 
V ist der längste Abschnitt; er nimmt %s des Buches ein und bespricht 
an der Hand einer grofsen Anzahl ausgewählter Beispiele Wind und Wetter, wie 
sie bei Depressionen, die auf den fünf Zugstrafsen wandern, auftreten. Es’ ist 
somit - eine Charakteristik des Wetters bei solchen „T“, die einer dieser fünf 
Strafßsen folgen. 
In VI liegt der praktische Schwerpunkt des Buches, d.h. in den Zug- 
strafsenkarten und den zugehörigen Wettertabellen, die die Ergebnisse von 
14 Jahrgängen umfassen und sehr übersichtlich und bequem zum Gebrauch sind, 
indem sie für Vorderseite, Vorübergang und Rückseite eines „1“ auf einer der 
fünf Strafßsen das Wetter und somit auch seine Aenderungen angeben. 
In VIL werden Wettertypen nach der Lage der „H“ betrachtet, ihre 
Dauer und ihre Uebergänge von einem Typus zum anderen. Dabei werden auch 
die durechschnittlichen Luftdruckverhältnisse im Laufe des Jahres in Betracht 
gezogen. Dieser Abschnitt ist also gewissermaßen das Gegenstück zu V und 
bringt für die „H“, was V für die „T“ brachte. Auf Seite 198 fehlt in Fig. 123 
die Bezeichnung der Monate; die 2. Senkrechte von links ist oben mit D (Dezember) 
zu bezeichnen, die 4., 6. u. s. w. mit J. F, u. 8, w. 
In VII endlich wird die Bedeutung örtlicher Beobachtungen besprochen; 
es kommen dabei zur Sprache die Temperaturvertheilung, Windrichtung, Baro- 
meterstand und -Aenderungen, — Seite. 204 wird bemerkt, dafs bei uns durch- 
schnittlich häufiger Niederschläge bei steigendem als bei fallendem Barometer 
stattfinden, entgegen der landläufigen Ansicht, die aber in bestimmten anderen 
Gegenden richtig ist. Es folgen dann die Wolken-, besonders die Cirrusbeob- 
achtungen und endlich die Thaupunktbeobachtungen zur Vorhersage des Nacht- 
frostes, 
Das übersichtlich geordnete und die Summe unserer bisherigen Erfahrungen 
auf diesem Gebiete umfassende Buch bietet mit seiner grofsen Fülle von Beispielen, 
schönen, deutlichen Wetterkarten und begleitendem Texte Jedem, dem eine 
Zeitungswetterkarte oder ein Zeitungsbericht zur Verfügung steht, einen hand- 
lichen Leitfaden, der ihm sagt, was er damit anfangen und wie er sie durch 
eigene Beobachtungen ergänzen kann. Die dem Buch einverleibten Karten und 
Kärtchen bilden, ganz abgesehen vom Text, ein illustrirtes Wetterbuch, wie man 
es sich bequemer und übersichtlicher nicht wünschen kann. Es gilt natürlich 
auch hierbei:- selbst beobachten, selbst die Wetterlage verfolgen, selbst Vorher- 
sage üben, sonst geräth man leicht unter die Zahl derer, die immer nur ab- 
artheilen, ohne in die Sache einzudringen, ohne je etwas zu fördern. 
Obgleich das Buch nur Europa, besonders Deutschland, berücksichtigt, so 
werden doch die Leser. der Annalen Manches aus ihm lernen können, was ihnen 
in anderen Theilen der Erde zu gute kommt, da die allgemeinen Gesetze überall 
gelten. Auch aus den Einflüssen der Lage und Zeit, wie sie sich in Europa 
zeigen, besonders im Gegensatz von Wasser und Land, Gebirge und Flachland, 
Sommer und Winter, wird der Leser Manches entnehmen können, was ihm Kigen- 
thümlichkeiten in ganz anderen Ländern und Zonen sofort begreiflich und ver- 
ständlich macht. Wenn der Seemann sich in jedem ausländischen Hafen, wo er 
Wetterkarten des betreffenden Landes bekommen kann, nur dann und wann ein 
paar Karten aufeinanderfolgender Tage verschaffen wollte, würde er sich über 
Vieles, was ihn und seinen Rheder unter Umständen sehr interessiren kann, auf 
bequeme Weise unterrichten können. Hier mögen nur die indischen, australischen 
und japanischen täglichen Wetterkarten erwähnt werden, von denen die ersteren 
das ganze indische. Monsungebiet umfassen, aber leider, wie die anderen, viel zu 
wenig bekannt sind. 
Einen Wunsch noch zum Schlusse, der hoffentlich bei einer dritten Auf- 
lage erfüllt werden kann. An verschiedenen Stellen des‘Buches wird darauf hin- 
gewiesen, wie Mifserfolge zu Stande kommen, Seite 45, unten, heifst es: „Die
	        
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