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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Datum 1897 
September 29| 
September 30! 
Zwei Taifune in. Südjapan im September 1897. 
auf NO, auf Stärke 3 auffrischend. Gegen 10 Uhr abends setzte südlich von 
Mikomoto die erste Böe aus SO in Stärke 6 ein. Von da ab frischte der Wind 
schnell auf und steigerte sich, bald weiter rechts drehend, auf SSO bis Stärke 8 
um 11 Uhr und Süd, Stärke 10, um 12 Uhr. Gleichzeitig fiel das Barometer 
schneller, etwa 3 mm in der Stunde; es erreichte seinen tiefsten Stand um 1a, 
1» 30" erreichte der Wind die gröfste Stärke in einer Böe aus SSW, Stärke 11. 
Gleichzeitig ging die See hoch, und es regnete so heftig, dafs dadurch die Luft 
vollkommen unsichtig war, und man theilweise kaum von der vorderen Brücke 
aus das Heck des Schiffes erkennen konnte,“ . 
„Mit steigendem Barometer begannen Wind und Regen nachzulassen, die 
Luft wurde sichtiger, bald klarte es auch am südlichen Himmel auf, während am 
westlichen Himmel noch schwere Wolken hingen, und es von Zeit zu Zeit wetter- 
leuchtete. Das Barometer stieg dauernd, aber sehr langsam, auch der Wind 
flaute nur sehr allmählich ab, um S'a wehte es noch mit Stärke 9 aus West. 
Diesem Umstande muß es auch zugeschrieben werden, dafs die See nicht herunter- 
ging, sondern im Gegentheil erst gegen 5" a ihre gröfste Höhe (8) erreichte. 
Sie wurde unregelmäfsig und lief durcheinander, Erst am Vormittage begann 
die See herunterzugehen, hielt sich aber ebenso wie der Wind noch den ganzen 
Tag über auf beträchtlicher Höhe. Es wehte bis Mittag WNW 7 bis 9: und 
noch bis nachts 12 Uhr den 30. September aus derselben Richtung in Stärke 5 
bis 7. Erst am Morgen des 1. Oktober erreichte das Barometer wieder seinen 
normalen Stand, der nordwestliche Wind ging auf Stärke 3 bis 4 herunter.“ 
Auszug aus dem meteorologischen Journal S. M. S. „„,Kaiser“ 
vom 29. September p. m, bis 30. September a, m. 
Stiller Ozean. 
113 
Wolken 
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Wind 
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meter 
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Bemerkungen 
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ENE 
2 
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756,31 17,9 ı nim 
12h bis 4h, Regen in kurzen Unter- 
brechungen; diesige Luft, 
4h 45m, Wind drehte rechts auf NE (3). 
Das Barometer fiel langsam, Wind 
wurde stärker und drehte langsam 
auf ENE (38). 
8h 40m, Wind wurde böig und allmählich 
stärker; um 10h Stärke 6, 11% 
Stärke 8, drehte langsam weiter 
rechts auf Süd und erreichte bis 12h 
Stärke 10. Von 11h ab war starker 
Regen und zeitweise so dicht, dafs 
die Luft vollständig verdunkelt wurde. 
Einzelne Blitze am westlichen Himmel, 
753,9 | 
753,5 
753,1 
752,7 
151,7 
751,0 
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SSE 
Süd 
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743,3 
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71—9 
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9 
743,3 
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10 
j2h bis 4b, Während der Wache eine 
drückende schwüle Luft, Wetter- 
leuchten in West. Der Wind er- 
reichte seine gröfste Heftigkeit gegen 
2h, Stärke 11. Das Barometer fing 
langsam an zu steigen, der Wind 
ärehte allmählich rechts auf SW, 
Gegen 3b klarte der Himmel auf, 
Einzelne Regenschauer, 
See wurde unregelmäfsig und er- 
reichte gegen 8h die Siärke 8, 
4h 30m, Regen hörte auf. Blitze in SW. 
Wind flaute zeitweise etwas ab, behielt 
aber durchschnittlich Stärke 7 bis 9. 
Seegang unregelmä(sig, schwer und hoch. 
ha 
ha 
SSW 
AW7S 
744,7 
745,5 
745,6 
10 
10 
16 
SW 
5b WSW 
6ha | West 
7ha ® 
8ha - 
Iha WzN 
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ilha 
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747,0 
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749,3 
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Ah 
75031] 27,3 
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„Wie sich aus den Windrichtungen und den beobachteten Barometerständen 
argiebt, ist das Centrum ‚des Taifuns westlich und nördlich von den Schiffen 
vorbeigegangen, und zwar in gröfserer Entfernung als beim Taifun vom 9. Sep- 
5 Vgl. Fig, 4 X. 
Ann. d. Hydr. etc., 1898, Heft II.
	        
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