Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1898.
Gesundheitsverhältnisse. Trotz der Regen- und Fieberzeit war doch
von den Leuten Niemand krank.
Die Ladung bestand aus Cedernholz, welches weiter innenlands ge-
schlagen und auf dem Naranjo, der ein sehr starkes Gefälle hat, zur See geflöfst
und hier zu Flößen vereinigt wird. Um das Längsseitholen der Flöfßse zu
erleichtern, hatten die Holzarbeiter in der Nähe des Strandes in der vorerwähnten
Linie eine Boje verankert. Sie fuhren dann nach den im inneren Theil der
Bucht festgemachten Flöfsen eine Leine aus, schoren diese durch einen Block an
der Boje und holten so die Flöße heran,
Zwei Taifune in Südjapan im September 1897.
]l. Taifun vom 8. und 9. September 1897
nach den japanischen Wetterkarten, den Beobachtungen des Dampfers „Empress of India“, Kapitän
O0. P. Marshall, R. N. R. in der „Pilot Chart of the North Pacific Ocean“ für Januar 1898 und dem
Bericht des Kommandos der Kreuzerdivision, Divisionschef Kontre-Admiral von Diederichs.
Kine gerade Linie von 31° N-Br, 132° O-Lg nach 38° N-Br, 143° O-Lg
deutet ziemlich genau die Bahn an der Südküste an (s. Fig. 1). Auskunft über
den Theil westlich von 136° O-Lg geben vorläufig nur die drei täglichen
japanischen Wetterkarten, denen wir die folgende kleine Tabelle entnehmen:
Auszug aus den japanischen Wetterkarten 1897,
Meteoro-
logische
Observaforien
Ungefähre
7. September 1897
Gh a
2h pp
10h
D
x L Bar, Bar. | Bar.
N-Br O- [700 nım Wind!) 700 mm! Wind 700mm Wind
8. September 1897
6ha
ah
D
10h p
Bar. |, Bar. © | Bar
1700 mm Wind zoo mm Wind |z00 mm Wind
——
Yokohama .
Kobe ‚..,
Wakayama .
Kochi. . ..
Miyasaki . .
Kagoshima .
Oshima ...
Naha ....
Ishigaki. .
5
I
4)
140
135
135
133
31
30
59
eg
{1a
56,9 NWG6
54,6 ‘0
54,8 NE 2
55,1 u
546 W
54,0
52,2
52,6
5236
4,9
54,4
M,8
744
„X
A
)
zw
AS.
532,5 N
335 NW-
56,0
56,2
56,8
56,1
N
A,
57,5
96,6
56,4
3,2
13,2
52,3
ROT
53,6
NW 2
0
NE 2
IWW“
Ö
58,2
54,8
551
53,8
50.7
55,0
N 4 563
NE 6 49,4
SW 2! 49,1
V © 485
53,0
53,5
56,0
56,8
56,5
NW2
NE 4
NE 6
W 4
'W 2
+0
Ss 2
N 2
SE 2
) Die Stärkegrade, in den Karten nach halber Beaufort-Skala, sind hier verdoppelt, als ganze Grade gegeben.
Aus diesen Werthen kann man folgende Schlüsse ziehen:
7. September 6'a. Ein Tief erstreckt sich von Süd-Kiushu bis nach
Formosa hin mit dem niedrigsten Druck östlich von den Liukiu-Inseln (Nord-
und Nordwestwinde).
2°p. Keine wesentliche Aenderung gegen 6*a; die Unterschiede in den
Barometerständen von Kobe und Wakayama gegen 6"a (— 0,2 und — 0,0), die
infolge der Tagesschwankung viel gröfser sein sollten (wie sie es z. B. in Yoko-
hama und Kagoshima sind, — 2,0 und — 1,1 mm), deuten an, dafs in der Umgebung
von Kobe das Barometer im Steigen begriffen ist. Die barometrischen Unter-
schiede von Kiushu bis Formosa sind noch geringer als am Morgen.