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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Die Häfen von Texas, 
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wär‘ die Tiefe. der schiffbaren Durchfahrt auf 13%, Fufs (4,2 m) gelangt. Das 
war am 2. März 1893; am 2. März 1894 war eine Tiefe von 14 Fuls (4,3 m) 
erreicht und am 2. März 1895 ergab sich eine Tiefe von 15 Fuß (4,6 m) und 
zwar in gerader Linie, während die Durchfahrt vorher .Biegungen aufwies und 
für die Schiffahrt. Schwierigkeiten bot. Es kam früher nicht selten vor, dafs 
Schiffe auf der Barre stecken blieben; und die ganze Durchfahrt bot den Lootsen 
große Schwierigkeiten. Diese wurden durch die neuerdings möglich gewordene, 
und deshalb eingeschlagene, gerade Richtung der Durchfahrt beseitigt. Diese 
erste gerade Durchfahrt ist beinahe eine gerade Linie von dem Leuchtschiffe 
„Galveston“ nach dem Bolivar-Leuchtthurme. Nachdem nun auf dieselbe Weise 
ein Hafendamm auf der Nordseite der Durchfahrt gebaut war, hatte sich von 
Anfang März 1895 an (dem ungefähren Zeitpunkte, an dem sich der Norddamm 
vascheren Fortschrittes und gröfserer Dimensionen erfreute) bis Anfang Juni 1895 
der Tieigang der Durchfahrt bis auf ungefähr 18 Fufs (5,5 m) gesteigert. Seitdem 
ist an der Verlängerung beider Hafendämme, des südlichen wie des nördlichen, 
yearbeitet worden, und durch Hinzufügung eines starken Baggers ist bis Ende 
Februar eine Tiefe von 22 Fufs (6,7 m) in der Durchfahrt durch die Barre 
erreicht worden. ‚Seit ungefähr März 1893 ist die Tiefe der Durchfahrt um 
ca 81/4 Fufs (2,5 m). vergrößert: 
Am 2. März 1893 war die Tiefe 13% Fufßs (4,2 m), 
#9 1894 ” „14 „ (43 „) 
25 18% } 5 » 5 » (46 ,) 
1896 ” ” 22 » (6,7 „) 
Sachverständige sind der Ansicht, dafs in nicht langer Zeit ein Tiefgang 
von 30 Fufs (9,1 m) erreicht werden kann, wodurch der Hafen von Galveston 
jedem Schiffe der Kriegs- oder Handelsflotten der Welt offen stehen wird“, 
Seit dem Jahre 1854 besitzt die Galveston Wharf Company Vorrechte 
an der Nordseite der Stadt, wo das Wasservolumen der Galveston-Bai einen 
schmalen, aber tiefen Kanal gewühlt hat, von einer Breite von ungefähr 440 Fufs 
(134 m), der vom Westende der Stadt bis nach der Durchfahrt führt, Hafen- 
anlagen aufzuführen. Schiffe von gröfserer Länge als 330 Fuß (100m) bei 
21 Fufs (6,4 m) Tiefgang stoßen auf Schwierigkeiten beim freien Wenden in dem 
mit 440 Fuß Breite angegebenen Kanal in Galveston-Bai, der’ entlang den Hafen- 
bauten (Wharves) läuft; mit Hülfe des Ankerauswerfeus und Wendung um dessen 
Haltepunkt ist aber eine etwas größere Länge, etwa bis 350 Fufßs (107 m) 
zulässig. In den Bolivar roads sind keinerlei derartige Schranken zu erwähnen. 
Um dem Bedarf nach sicheren Ankerstellen für Schiffe und für Absetzen von 
deren Ladungen zu genügen, sind diese Hafenanlagen der Wharf Company zum 
grofsen Theile überdacht, und mit zunehmendem Erfolg in der Hafenvertiefung 
bedeutend vergrößert. Die Hafenanlagen finden allseitig Anerkennung wegen 
ihres Umfanges und wegen ihrer soliden Bauart. Nördlich von der Stadt 
Galveston liegt die Insel Pelican und nordöstlich davon Bolivar Point, 
Zwischen Pelican Island und Bolivar Point hat die Wassermenge der 
Galveston-Bai auch einen tiefen Kanal gewühlt, welcher nach Nordwesten bald 
verflacht, aber nach Osten bis zur Durchfahrt seine Tiefe bewahrt und Schiffen, 
welche auf die Hafenbequemlichkeit der Wharf Company zu verzichten wünschen, 
eine gute Ankerstätte gewährt. Die Hoffnung, dafs durch Baggern auch andere 
Punkte in der Galveston-Bai zu Hafenplätzen benutzt werden können, hat unter- 
nehmende Kapitalisten veranlafst, an solchen Punkten einen Anfang: mit Bauten 
von Häusern, Magazinen etc. zu machen, wie z.B. in Texas City (zwischen 
Shoal Point und Swan Lake), wo eine Baumwollenpresse, eine Getreidemühle, 
ein Hotel im Bau begriffen sind, indem man hofft, von dort aus durch Baggern 
einen Kanal in östlicher Richtung nach dem Bolivar Channel herzustellen, der 
bei 16 Fuls (4,9 m) Tiefe größeren Schiffen gestatten würde, jene Hafenvor- 
bereitungen auszunutzen, indem dorthin Eisenbahngleise von bedeutenden Eisenbahn- 
linien bereits gelegt wurden. In den Bolivar Roads müssen Schiffe darauf rechnen, 
mit 30 Faden (55 m) Kette zu ankern, wenn das Wetter ruhig ist; wenn das 
Wetter stürmisch ist, muß auf 45 bis 65 Faden (80. bis 120 m) Kette gerechnet 
werden. Gleichartig sind die in La Porte geplanten und in Angriff genommenen 
Vorkehrungen, um dorthin die Schiffahrt . zu ziehen. . Dieser Platz ist unweit
	        
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