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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Anregung zu Wolkenbeobschtungen seitens der Kriegs- oder Handelsmarine, 
67 
d - 
Da aber der Faktor Vz in der ersten Formel konstant gemacht werden 
kann und sich « leicht messen läfst, so ist die erste Formel allein empfehlenswerth. 
- Ist der Winkel d — WLF nicht gleich 45°, sondern hat irgend einen 
beliebigen Werth, so ergiebt sich leicht: 
h= d-tga-sind 
worin d, « und d bestimmbar sind. 
Mit d unter 45° herabzugehen, empfiehlt sich nicht, da dann das Licht 
einen zu weiten Weg zu durchlaufen hat und dabei naturgemälfs an Intensität zu 
viel einbüßt. 
Setzt man d — 1000 m, so bekommt man für einige Werthe von « und d 
folgende Tabelle für h: 
oO 
3 
"X 
Y 
m 
PA 
45° ' 
125 
257 
408 
593 
543 
1225 
1942 
4011 
d = 
e0° ! 75° | 90° 
58 
315 
500 
727 
32 
90 
2379 
4911 
o 
2A 
B58 
810 
151 
LE72 
2654 
5478 
176 
264 
277 
239 
92 
732 
2747 
3671 
Handelt es sich um ein Observatorium am Lande, so ist d eine Konstante, 
sonst aber braucht man sich nur eine etwas ausführlichere Tabelle wie die obige 
für d = 1000 m zu entwerfen und kann dann für jedes andere d den Werth 
leicht der Tafel entnehmen; ist z. B., wie im früher mitgetheilten ersten Fall, 
d=— 350m, so hat man die Tafelwerthe mit 0,350 zu multipliciren. Eine solche 
Tafel gestattet auch zugleich einen Schlufs auf den möglichen Fehler, wenn man 
die Winkel « und d um je 1 Grad gröfser oder kleiner setzt. 
Will ein Schiff, das im Hafen liegt, Wolkenhöhen mit dem Scheinwerfer 
bestimmen, so wird derselbe unter einem bestimmten Winkel d zum Horizont 
geneigt. Der Beobachter befindet sich am Lande an einem Orte, der senkrecht 
zu der Neigungsebene des Scheinwerfers liegt, und mifßst den Winkel Schein- 
werfer— Wolke («); sol! der Versuch bei verschiedenem d wiederholt werden, 
was sehr zu empfehlen ist, so können Lichtsignale zur Verständigung dienen. 
Die bisher entwickelten Formeln gelten, wie ohne Weiteres einleuchtet, 
nur dann, wenn sich der Beobachter in gleicher Höhe mit L und F befindet und 
der Winkel BLF ein rechter ist; lälst sich das aber nicht erreichen. so wird die 
Berechnung umständlicher. 
Ist zunächst BLF = 90°, aber hat der Beobachter gleiche Höhe mit L 
und F, so muß an der Lichtquelle der Winkel BLW = 7 gemessen werden, und 
es ergiebt sich dann . 
h=d- sine + sin d 
sin (@ + y) 
Für d = 90° wird natürlich 7 = 90°, und die Formel geht über in 
h= dig«a (5) 
Ist ferner BLF = 90° und ist der Beobachter tiefer als L.und F um s, 
30 ist zu berechnen 
da =— VRR 
and 
Baht 
Für d = 90° wird wieder y = 90° und d == d'; dann folgt 
H=h-+8= dige-4 8 (8) 
Ist endlich BLF => 90° und befindet sich der Beobachter um s höher als 
L und F. so ist s in (7) und (8) negativ zu rechnen.
	        
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