Anregung zu Wolkenbeobschtungen seitens der Kriegs- oder Handelsmarine,
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d -
Da aber der Faktor Vz in der ersten Formel konstant gemacht werden
kann und sich « leicht messen läfst, so ist die erste Formel allein empfehlenswerth.
- Ist der Winkel d — WLF nicht gleich 45°, sondern hat irgend einen
beliebigen Werth, so ergiebt sich leicht:
h= d-tga-sind
worin d, « und d bestimmbar sind.
Mit d unter 45° herabzugehen, empfiehlt sich nicht, da dann das Licht
einen zu weiten Weg zu durchlaufen hat und dabei naturgemälfs an Intensität zu
viel einbüßt.
Setzt man d — 1000 m, so bekommt man für einige Werthe von « und d
folgende Tabelle für h:
oO
3
"X
Y
m
PA
45° '
125
257
408
593
543
1225
1942
4011
d =
e0° ! 75° | 90°
58
315
500
727
32
90
2379
4911
o
2A
B58
810
151
LE72
2654
5478
176
264
277
239
92
732
2747
3671
Handelt es sich um ein Observatorium am Lande, so ist d eine Konstante,
sonst aber braucht man sich nur eine etwas ausführlichere Tabelle wie die obige
für d = 1000 m zu entwerfen und kann dann für jedes andere d den Werth
leicht der Tafel entnehmen; ist z. B., wie im früher mitgetheilten ersten Fall,
d=— 350m, so hat man die Tafelwerthe mit 0,350 zu multipliciren. Eine solche
Tafel gestattet auch zugleich einen Schlufs auf den möglichen Fehler, wenn man
die Winkel « und d um je 1 Grad gröfser oder kleiner setzt.
Will ein Schiff, das im Hafen liegt, Wolkenhöhen mit dem Scheinwerfer
bestimmen, so wird derselbe unter einem bestimmten Winkel d zum Horizont
geneigt. Der Beobachter befindet sich am Lande an einem Orte, der senkrecht
zu der Neigungsebene des Scheinwerfers liegt, und mifßst den Winkel Schein-
werfer— Wolke («); sol! der Versuch bei verschiedenem d wiederholt werden,
was sehr zu empfehlen ist, so können Lichtsignale zur Verständigung dienen.
Die bisher entwickelten Formeln gelten, wie ohne Weiteres einleuchtet,
nur dann, wenn sich der Beobachter in gleicher Höhe mit L und F befindet und
der Winkel BLF ein rechter ist; lälst sich das aber nicht erreichen. so wird die
Berechnung umständlicher.
Ist zunächst BLF = 90°, aber hat der Beobachter gleiche Höhe mit L
und F, so muß an der Lichtquelle der Winkel BLW = 7 gemessen werden, und
es ergiebt sich dann .
h=d- sine + sin d
sin (@ + y)
Für d = 90° wird natürlich 7 = 90°, und die Formel geht über in
h= dig«a (5)
Ist ferner BLF = 90° und ist der Beobachter tiefer als L.und F um s,
30 ist zu berechnen
da =— VRR
and
Baht
Für d = 90° wird wieder y = 90° und d == d'; dann folgt
H=h-+8= dige-4 8 (8)
Ist endlich BLF => 90° und befindet sich der Beobachter um s höher als
L und F. so ist s in (7) und (8) negativ zu rechnen.