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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Knipping: Zu den Stürmen des westlichen ’heiles des Südatlantischen Oveans. 63 
wiegend bei steigendem, so doch gar nicht selten bei fallendem Barometer ein, 
Für die Nordost- und Nordweststürme gelten dieselben Bemerkungen wie für die 
Zone von 40° bis 50° S-Br. 
Ergebnisse, Oestlich von 27° W-Lg und nördlich von 29° S-Br kommt 
kein Sturm vor. Die jährliche Vertheilung der Stürme westlich von 25° W-Lg 
ist sehr deutlich; auf einen Sturm im Sommer kommen fünf im Winter. Die 
Monate November bis März einschliefslich sind unterhalb 30° S-Br sturmfrei. 
Stürmischer Passat kommt bis zu 28° S-Br vor, aber nur von April 
bis Oktober, meist bei hohem und ziemlich stetigem Luftdruck, Je südwestlicher 
der Schiffsort, um so südlicher die Windrichtung. (Siehe Tafel 2.) ; 
—_ Von 25° bis 40° S-Br sind innerhalb eines Abstandes von 500 Sm von 
der Küste Stürme häufiger als aufserhalb desselben. 
Bei Nordoststürmen beträgt die mittlere Windänderung im Sturme 
innerhalb des ganzen Gebietes 8 bis 10 Strich nach links, bei Südweststürmen 
wenig oder nichts, Bei Nordweststürmen unterhalb 30° S-Br ist sie wenig oder 
nichts, oberhalb 30° S-Br 4 bis 6 Strich nach links, 
Schnelle und beträchtliche Windänderungen links herum kommen 
am häufigsten bei Nordoststürmen von 25° bis 45° S-Br vor, weniger häufig bei 
Nordwest- oberhalb 30° S-Br und bei Südweststürmen oberhalb 40° S-Br. 
Die mittlere Dauer wächst mit der Breite, 16, 18, 32, 34 und 46 Stunden, 
Von 20° bis 30° S-Br sind die Nordoststürme doppelt so lang, von 30° bis 
40° 8-Br nur halb so lang wie die anderen Stürme. Zwischen 40° und 50° S-Br 
sind die Südweststürme am kürzesten, zwischen 50° und 60° die Nordoststürme, 
während hier die Nordweststürme am ‚längsten sind. 
Beim Luftdruck sinken die äußersten beobachteten Werthe mit der Breite 
in folgender Weise: 
Breitenzonen S-Br 0°—20° 20°—30° 30°—410°  40°—50° 50°—60° 
Ueber dem mm 14 11 10 8 2 
Unter te { mm 6 8 M 25 33 87 
Die: Barometeränderungen beim Sturm ‘sind unterhalb 20° S-Br un- 
bedeutend. Oberhalb 20° S-Br gilt Folgendes: 
Der Eintritt von Oststürmen war in der Regel von einem Fallen begleitet, 
der von Nordweststürmen fast in der Regelz dagegen war der KXintritt der Süd- 
weststürme unterhalb 50° S-Br. in 2 von 3 Beobachtungen von einem Steigen 
begleitet, oberhalb 50° S-Br dagegen in 2 von 3 Beobachtungen von einem Fallen 
des Barometers. . 
Der Höhepunkt des Sturmes trat ein: 
Bei den Oststürmen ebenso häufig beim Fallen wie beim Steigen, bei den 
Südweststürmen unterhalb 50° S-Br in der Regel bei steigendem Barometer, 
oberhalb. 50° S-Br in 4 Beobachtungen unter 5 beim Steigen; bei den Nordwest- 
stürmen unterhalb 40° S-Br in 2 unter 3 Fällen beim Steigen, oberhalb 40° S-Br 
dagegen nur in 2 unter 5 Beobachtungen bei steigendem Barometer, Bei den 
Oststürmen tritt also der Höhepunkt in der Nähe des niedrigsten Barometer- 
standes ein, bei den Südweststürmen nach demselben, bei den Nordweststürmen 
anterhab 40° S-Br ebenfalls nachher. 
Das Photoaraphiren auf See.) 
Die Redaktion veröffentlicht die folgende, auf praktischen Erfahrungen an 
Bord beruhende Arbeit des Malers Herrn‘ Max Giesecke-München in der 
Hoffnung, dafs dieselbe im Anschlufs an die früheren Veröffentlichungen immer 
mehr dazu führen möge, die Photographie in den Dienst der Küstennavigirung 
zu stellen. 
Zur Herstellung brauchbarer Photographien auf See ist die Kenntnifs und 
Beobachtung einer ganzen Reihe von Punkten von Vortiheil, die zu Lande nicht 
in Betracht kommen, deren Nichtbefolgung aber trotz ihrer Geringfügigkeit 
manche Aufnahme oder Entwickeluny zu nichte machen kann. Gerade die 
X Vol, „Ann. d. Hydrocr, ete.“, Jahre, 1894, S. 340, und Jahry. 1895, S. 331 und S. 480.
	        
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