accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

A 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1897. 
sind am gleichmäfsigsten über das ganze Jabr vertheilt; von den wenigen Süd- 
oaststürmen fällt keiner in das südliche Winterhalbjahr (Februar, März und 
Oktober je einer), von den Nordweststürmen dagegen fallen */s in das Winter- 
halbjahr. 
Die Windänderung betrug bei Nordost 10 Strich, in 4 von je 5 Fällen links 
herum; von den 3 Südoststürmen änderten 2 ihre Richtung um 14 Strich; bei 
Südwest war sie Null, auch in den einzelnen Fällen meist klein, bei Nordwest 
4 Strich nach links. — Schnelle Windänderungen kamen vor: zwischen den An- 
fangsrichtungen NNW bis 15 fünfmal, bis zu 14 Strich in */4 Stunde, bei Südwest- 
stürmen dreimal bis 8 Strich in einer Stunde links herum. 
Die Dauer war bei Nordost 36, Südost 33, Südwest 31 und Nordwest 
35 Stunden, das Mittel aller 34 Stunden. 
Der Luftdruck war bei Nordost 735, Südost 731, Südwest 741, Nord- 
west 744 mın. Die tiefsten beobachteten Stände waren 723 mm im Februar, 
724 im Oktober, 725 im Februar, 731 mm im Juli, ebenfalls nach den Anfangs- 
richtungen. Hoher Luftdruck wurde zweimal beobachtet, 761 mm im Juni bei 
einem Südwest-, 764 mın im April bei einem Nordweststurm. Die äufsersten 
Werthe liegen rund 33 mm unter und 8 mm über den Mittelwerthen der Karte. 
Die östlichen Stürme wurden als Regel, die Nordweststürme in den meisten 
Fällen durch ein fallendes Barometer eingeleitet, die Südweststürme in der über- 
wiegenden Mehrzahl durch ein steigendes Barometer. Der Höhepunkt trat ein: 
in Nordweststürmen hänftiger bei fallendem als steigendem, in Nordoststürmen 
häufiger bei steigendem als fallendem, in Südweststürmen fast nur bei steigendem 
Barometer. 
Als Beispiel eines schnell umlaufenden Sturmes in dieser Zone in der 
Nähe des Festlandes ist der Auszug der „Klio“ (Tab. 3) angeführt, als Beispiel 
eines rechtsdrehenden Nordoststurmes weit in See. wie sie selten sind, ein solcher 
des „Papa“. 
5. Stürme zwischen 50° und 60° S-Br bei den Falklands-Inseln 
and östlich von Kap Horn. 85 Fälle auf 56 Ausreisen, 29 Heimreisen. 
Anfangsrichtungen. Auf Norduststürme kommen 11 Fälle, Südost 1, 
Südwest 33 und Nordwest 40. Die Weststürme überwiegen also über die Ost- 
stürme im Verhältnis von 6:1. Alle 12 Oststürme fallen ohne Ausnahme auf 
die Monate März bis August, also in den Winter. Bei der allgemeinen Vertheilung 
über die Monate (Tab. 2) fällt die geringe Zahl der Stürme im ‚Juni auf, die 
weit unter denen der 4 Nachbarmonate bleibt. 
Bei den Ausreisen von 50° bis 55° S-Br, westlich von den Falklands, 
beginnt kein einziger der 19 Stürme aus östlicher Richtung, bei den Heimreisen 
dagegen von 56 bis 50° S-Br östlich von den Inseln und 60° W-Lg beginnen 
von 15 Stürmen nicht weniger als 5 Stürme aus östlicher Richtung. 
Die Windänderung betrug bei Nordost 6 Strich, Südwest 2, Nordwest 
5 Strich, Bei Nordost war sie von 11 Fällen 10 mal, bei Nordwest von 40 Fällen 
57 mal links gerichtet; hier ging die Rechtsdrehung in keinem Falle über 2 Strich 
hinaus, dort erreichte sie in einem Falle 8 Strich, und zwar in einem Sturme 
mit Windstille in der Mitte, wobei also der tiefste Luftdruck im Norden des 
Schiffes vorbeiging, statt im Süden, wie gewöhnlich. Die Südweststürme änderten 
ihre Richtung meist nur um kleine Beträge. — Die schnellste Windänderung, 
8 Strich in einer Viertelstunde links herum, trat bei einem Nordweststurm an 
Bord der „Peru“ auf. (Tab. 3.) 
Die Dauer der Nordoststürme war 29, Südwest 37 und Nordwest 57 Stunden. 
Der Luftdruck betrug bei Nordost 731 mm, Südwest 734, Nordwest 
728 mm. Am tiefsten fällt das Barometer also bei Nordweststürmen. Die 
tiefsten beobachteten Stände waren bei Nordoststurm im April 712 mm, bei 
Südwest- im August 718 und bei Nordweststurm im Mai 1895 709 mm. Als 
höchste Werthe wurden beobachtet 752 mm, einmal im September, und 750, 
zweimal im Juni. Diese äufsersten Wertihe liegen etwa 57 mm unter und 2 mm 
über dem Mittelwerth für den Ort und Monat und wurden auf den Schiffen 
„Othmarschen“ und „Pisagua“ beobachtet (Tab. 3). ; 
Die Südweststürme wurden hier, abweichend von den beiden vorhergehenden 
Zonen, weit häufiger durch ein fallendes als ein steigendes Barometer eingeleitet; 
auch der Höhepunkt des Sturmes trat hier bei Südweststürmen, wenn auch vor-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.