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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Knipping: Zu den Stürmen des westlichen 'Theiles des Südatlantischen Oceans. 61 
während des ganzen Sturmes; wie beim „J. C. Pflüger“, Tabelle 3. Die äufsersten 
Werthe, 737 und 774 mm, liegen rund 25 mm unter und 10 mm über dem Mittel. 
Die Nordost-, Südost- und Nordweststürme wurden gewöhnlich durch ein 
fallendes Barometer eingeleitet, die Südweststürme häufiger durch ein steigendes 
als ein fallendes. ‘ Der Höhepunkt wurde erreicht: bei Nordoststürmen häufiger 
bei fallendem, bei Nordweststürmen hänfiger bei steigendem, bei Südweststürmen 
in der Regel bei steigendem Barometer. 
Als Beispiel eines Suestado*!) ist (Tabelle 3) ein Auszug aus dem Tage- 
buch des „Charles Dickens“ mitgetheilt; Pamperos!) beobachteten „Melete“ und 
„Esmeralda“, Der tiefste Barometerstand tritt bei diesem Südoststurme vor 
seiner Höhe ein. Bei der „Melete“ sowohl wie bei der „Esmeralda“ wächst 
der Sturm aufserordentlich an, da bei jenem auf NE 6 gleich SW 11 folgt, bei 
diesem der Sturm gleich als SW 11/12 losbricht. Die Auszüge enthalten kein 
Beispiel eines Turbonada!) oder eines Pamperos von kurzer Dauer, dagegen 
machte die „Irene“ einen kurzen Sturm aus NNE durch, der nur 1'/4 Stunden 
dauerte, aber doch die Windstärke 9/11 erreichte. (Tabelle 3.) 
Tab. 3. Einige Auszüge. 
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Sturmes 
Dauer 
auf 0°C 
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Ende 
; ; Strich 
tunden| Tag | Uhr | mm ia —— 
Stunden| Tag | Uhr | Stunden! 
894 VIIT 1.| 631 SE 8 'SSE 8 'SzB 8 
80 VL 12.20 42. Nam SYW 11 WSW A 
1894 X | 129. 29.18 SW 8/9 SSW 10 'S 38 
803 vr] 7.|36 53 188W 9A S 10(11)ASSE SW 
895) v | fa © SV SE JLASE 9A 
8 
62 
760 
757 
20. 15 776) 
8.1 15 774 
VE 
* 
/40] 
A 
6 
A 
18 
A 
D 
894 IV | 25.[35 45° NE 6 sw 1ıı 'SW 8A 
895 VIIE 10.[36 311 SW1n70A WSW 124 W 9 
06 112.131 38(NNE 5 NNE 9/11A WNW 5A 
‚895 XIT‘ Al 50 [u 6/7 vY ENE 10(11) \sw SA 
894 II 2.|46 45]@  9W SSWIO(11)ASSW 84 
22 
64 
11/a| 
8 
755 
749 
1757 
16 741 
22 7923 
A 
A 
# 
E 
1894| X | 7.|58|651W 8 NW 11 |WSW 8A 80 1; . 730 
1895| V | 253.[57|65 [NW 10 ; W 12 (SW 11/8 A 26 22. | 12 7091 
1895| 1X | 16.[52 651 W 10 Äl SW 1A W 8A 58 4 | 752 | 
1 
} 
Ä 
Schiff 
S 
A 
Fa 
„Maria“ 
„Undine“ 
„Rajah“ # 
„J. C. Pflüger“ 
„Ch. Diekens* 
| 4467 
| 4550 
4553 
‚4313 
145921 
„Melete“ 
„Esmeralda“ | 4494 
„Trene“ 14507 
„Klio“ » 4545 
‚Pana“ 4126 
14303 
| „Othmarschen“| 4370 
| „Pisagua“ | 4476 
“ 
„Pern' 
4. Stürme zwischen 40° und 50° S-Br. 62 Fälle auf 32 Ausreisen, 
30 Heimreisen. In dieser Zone ist die Zahl der Fälle bei Aus- und Heimreisen 
nahezu gleich; vergleicht man hiermit die Zahlen für die vorhergehende Zone, 
40 und 26, Verhältnifs 3:2,‘ so mufs man daraus schliefsen, dafs in der La 
Plata-Zone, 30° bis 40° S-Br, die Nachbarschaft der Küste innerhalb 500 Sm 
sturmreicher ist als das weiter ab liegende Gebiet der Heimsegler. Diese 
Folgerung‘ stimmt nicht überein mit der Darstellung nach Andrau im „Atlas 
zum Segelhandbuch“, Tafel 26, 27, wohl aber mit der entsprechenden Bemerkung 
über den sturmreichsten Theil der Zone 20° bis 30° S-Br (siehe Seite 59), ver- 
Jangt darum eine eingehendere Untersuchung. 
Anfangsrichtungen. Unter den 62 Stürmen waren 13 Nordoststürme; 
3 Südost-;, 16 Südwest- und 30 Nordweststürme. Die Nordost- und Südweststürme 
1). „Segelhandbuch. des Atlantischen Oceans*, S. 68, 275 und S. 273,
	        
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