Knipping: Zu den Stürmen des westlichen 'Theiles des Südatlantischen Oceans. 61
während des ganzen Sturmes; wie beim „J. C. Pflüger“, Tabelle 3. Die äufsersten
Werthe, 737 und 774 mm, liegen rund 25 mm unter und 10 mm über dem Mittel.
Die Nordost-, Südost- und Nordweststürme wurden gewöhnlich durch ein
fallendes Barometer eingeleitet, die Südweststürme häufiger durch ein steigendes
als ein fallendes. ‘ Der Höhepunkt wurde erreicht: bei Nordoststürmen häufiger
bei fallendem, bei Nordweststürmen hänfiger bei steigendem, bei Südweststürmen
in der Regel bei steigendem Barometer.
Als Beispiel eines Suestado*!) ist (Tabelle 3) ein Auszug aus dem Tage-
buch des „Charles Dickens“ mitgetheilt; Pamperos!) beobachteten „Melete“ und
„Esmeralda“, Der tiefste Barometerstand tritt bei diesem Südoststurme vor
seiner Höhe ein. Bei der „Melete“ sowohl wie bei der „Esmeralda“ wächst
der Sturm aufserordentlich an, da bei jenem auf NE 6 gleich SW 11 folgt, bei
diesem der Sturm gleich als SW 11/12 losbricht. Die Auszüge enthalten kein
Beispiel eines Turbonada!) oder eines Pamperos von kurzer Dauer, dagegen
machte die „Irene“ einen kurzen Sturm aus NNE durch, der nur 1'/4 Stunden
dauerte, aber doch die Windstärke 9/11 erreichte. (Tabelle 3.)
Tab. 3. Einige Auszüge.
En
- Z
81 »/5
= |
5 Sims
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8
S
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Barometer
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Gm
Sturmes
Dauer
auf 0°C
Anfang !
Höhe
Ende
; ; Strich
tunden| Tag | Uhr | mm ia ——
Stunden| Tag | Uhr | Stunden!
894 VIIT 1.| 631 SE 8 'SSE 8 'SzB 8
80 VL 12.20 42. Nam SYW 11 WSW A
1894 X | 129. 29.18 SW 8/9 SSW 10 'S 38
803 vr] 7.|36 53 188W 9A S 10(11)ASSE SW
895) v | fa © SV SE JLASE 9A
8
62
760
757
20. 15 776)
8.1 15 774
VE
*
/40]
A
6
A
18
A
D
894 IV | 25.[35 45° NE 6 sw 1ıı 'SW 8A
895 VIIE 10.[36 311 SW1n70A WSW 124 W 9
06 112.131 38(NNE 5 NNE 9/11A WNW 5A
‚895 XIT‘ Al 50 [u 6/7 vY ENE 10(11) \sw SA
894 II 2.|46 45]@ 9W SSWIO(11)ASSW 84
22
64
11/a|
8
755
749
1757
16 741
22 7923
A
A
#
E
1894| X | 7.|58|651W 8 NW 11 |WSW 8A 80 1; . 730
1895| V | 253.[57|65 [NW 10 ; W 12 (SW 11/8 A 26 22. | 12 7091
1895| 1X | 16.[52 651 W 10 Äl SW 1A W 8A 58 4 | 752 |
1
}
Ä
Schiff
S
A
Fa
„Maria“
„Undine“
„Rajah“ #
„J. C. Pflüger“
„Ch. Diekens*
| 4467
| 4550
4553
‚4313
145921
„Melete“
„Esmeralda“ | 4494
„Trene“ 14507
„Klio“ » 4545
‚Pana“ 4126
14303
| „Othmarschen“| 4370
| „Pisagua“ | 4476
“
„Pern'
4. Stürme zwischen 40° und 50° S-Br. 62 Fälle auf 32 Ausreisen,
30 Heimreisen. In dieser Zone ist die Zahl der Fälle bei Aus- und Heimreisen
nahezu gleich; vergleicht man hiermit die Zahlen für die vorhergehende Zone,
40 und 26, Verhältnifs 3:2,‘ so mufs man daraus schliefsen, dafs in der La
Plata-Zone, 30° bis 40° S-Br, die Nachbarschaft der Küste innerhalb 500 Sm
sturmreicher ist als das weiter ab liegende Gebiet der Heimsegler. Diese
Folgerung‘ stimmt nicht überein mit der Darstellung nach Andrau im „Atlas
zum Segelhandbuch“, Tafel 26, 27, wohl aber mit der entsprechenden Bemerkung
über den sturmreichsten Theil der Zone 20° bis 30° S-Br (siehe Seite 59), ver-
Jangt darum eine eingehendere Untersuchung.
Anfangsrichtungen. Unter den 62 Stürmen waren 13 Nordoststürme;
3 Südost-;, 16 Südwest- und 30 Nordweststürme. Die Nordost- und Südweststürme
1). „Segelhandbuch. des Atlantischen Oceans*, S. 68, 275 und S. 273,