Flaschenposten.
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x) Ausgesetzt von dem Dampfer „Gera“, Kapt. W. v. Schuckmann, auf
der Reise von Albany W. A. nach Adelaide, am 8, November 1896 auf 35° 34‘ S-Br
und 131° 42‘ O-Lg, mit Sand beschwert; gefunden von Harry Cook am 11. Mai
1897 auf dem Strande der Israelite-Bai W.A. in ungefähr 33° 40'S-Br und
123° 48 O-Lg. Trift in 184 Tagen WNW*/sW 407 Sm.
B r ingesandt von dem Telegraphendirektor E. 8. A. Gratwick in Israelite-
ai W.A. ©
y) Ausgesetzt von der Bark „Marco Polo“, Kapt. P. Schönwandt, auf
der Reise von Port Adelaide nach Newcastle N.S.-W., am 20. Dezember 1896
auf 38° 52’ 8-Br und 133° 32‘ O-Lg, nicht mit: Sand beschwert; gefunden von
Herbert Tapley ‚am 11. Mai 1897 auf dem Strande der Ostküste der Insel
Thistle, am Eingange des Spencer-Golfs, ohne nähere. Ortsangabe.‘ Trift ‚in
142 Tagen NNO°%O rund 260 Sm, .
Eingesandt vom Ksrl. Konsulat in Adelaide, . =
z) Ausgesetzt von dem Schoner „Senta“, Kapt. H. Böhmermann, am
20. September 1893 unter der Westküste von Neu-Mecklenburg, 3 Sm nördlich
von Kap Rittmeyer, auf ungefähr 3° 3‘S-Br und 151“ 14‘ O-Lg; gefunden in der
ersten Woche des Dezember 1896 an der Küste der Insel Kwadjelin oder
Menschikov (Marshall-Inseln), auf ungefähr 9° 0’ N-Br und 167° 35’ O-Lg. Der
Fundort der Flasche liegt NO%40 rund 1220 Sm von dem Orte ihrer Absendung
entfernt; zwischen der Absendung der Flasche und der Auffindung derselben sind
3 Jahre und 2’'/2 Monate verstrichen. Es ist wahrscheinlich, dafs die Flasche
anfangs‘ in nordwestlicher und dann in östlicher Richtung getrieben ist.
Notizen.
1. Die Sibirienfahrt verlief nach „Petermanns Mittheilungen“, 43. Band,
1897, X, in diesem Jahre unter ähnlich günstigen Umständen wie im Jahre 1878,
Von den elf englischen und russischen Dampfern, welche erst am 12. August d. J.
von Vardöe aus die Reise durch die Jugor-Strafse und das Karische Meer an-
traten, gingen vier nach dem Ob, die übrigen nach dem Yenisei; drei kleinere
Dampfer sind auf diesem Flusse zurückgeblieben. Nach zweitägigem Aufenthalt
bei Chabarowa in der Jugor-Strafse wurde die Fahrt durch das Karische Meer,
welches keine Eishindernisse bot, fortgesetzt. Ende August hatten die zum Ob
bestimmten Schiffe den Ankerplatz an der Nachodka-Bai im: Mündungsdelta
erreicht; über den Zeitpunkt, an welchem die übrigen Dampfer im Yenisei an-
gekommen sind, fehlen die Angaben. Jedenfalls haben auch sie wie die ‚ersteren
ihre Aufgaben gelöst, und am 13. September trafen die beiden Abtheilungen
wieder bei der Weifsen Insel zusammen, obwohl die frühe Dunkelheit die Rück-
reise verzögert hatte. Am 16. September waren die Schiffe wieder in Chabarowa,
Ob die ungewöhnlich späte Jahreszeit, in welcher diesmal die Fahrt unternommen
wurde, stets bessere Aussichten für ihr Gelingen bietet, mufs die Zukunft lehren;
auf das eisfreie Jahr 1878 folgte das Südeisjahr 1879, in welchem nur einem
Schiffe die Sibirienfahrt gelang. ;
2, Tiefe des Fahrwassers nach Rockhampton (Queensland). .Die
vom Kapt. H. W. Bohlmann geführte Bremer Bark „Visurgis“, welche, in
Ballast segelnd, im Oktober 1896 die Reise: von Townsville nach Rockhampton
in Queensland in acht Tagen zurücklegte, konnte, ihres Tiefganges wegen, nicht
sogleich an die Stadt kommen. Erst nach achttägigem Warten war dies mit der
sich dann’ einstellenden Springfluth zu ermöglichen. Nach Lootsenaussage konnten
damals Schiffe. mit größerem Tiefgange als 14 Fuß 6 Zoll (4,4 m) nicht an die
Stadt. Rockhampton gelangen. ;