Neues’ Signalsystem für Sturmwarnungen an der chinesischen Küste. 549
Theil II. Andere Sturmwarnungen.
Die Sturmwarnungen werden durch die Die Buchstabenflaggen bezeichnen un-
Flagge G mit zwei Zahlenflaggen dahinter und gefähr den Ort, wo der Sturm zu erwarten ist,
einer oder mehrereren ‘Buchstabenflaggen‘ be-
zeichnet. Die‘ Zahlen bezeichnen die Richtung,
von wo. der Sturm zu erwarten ist.
Buch- . .
stabe Ort des Sturmes .
Zahl |!
Richtung des zu erwartenden
Sturmes
AN
bei Shantung und an der Nordküste
von China
bei der Mündung des. Yangtse Kiang,
Tshusan-Archipel ete.
im Formosa-Kanal _
in der Nähe der Liu Kin- (Lu Chu-)
Inseln *
an der Südküste von China‘ und im
Chinesischen Meer
bei Kiusiu und der Südwestküste von
Japan ©
der Japanischen See (Korea und
die Westküsten der Japanischen
Fnseln) .
an der Küste südlich von Niutshwang
(Newchwang) und im Golf von
Petschili ; “
den äufseren Küsten der Japa-
nischen Inseln * =
A
%
14
05
Ay
NNE
NE
ENE'
ESE .
SE
SSE
S
SSW
SW
WSW
W
WNW
NW
NNW
N
E
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20
2)
Westküste von Salvador, Centralamerika, Jiquilisco-Bai
(Puerto el Triunfo).
Nachstehendes ist einem Berichte des Kommandanten H. E. Nichols vom
Vereinigten Staaten-Schiffe „Bennington“ über die Vermessung der Jiquilisco-Bai
entnommen. .
Beschreibung der Barre, Sandbänke u. s..w.
Die Lempa - Sandbänke bilden eine hufeisenförmige Untiefe, deren ovaler
Theil sich im Süden ausbreitet. Ihre beiden gestreckten Theile (die Arme dieses
Hufeisens) hängen mit der Küste zusammen, und der westliche ist wegen der
Richtungslinie der Küste länger als der östliche. Der von der Untiefe ein-
geschlossene Raum ist 3 Sm breit und ungefähr ebenso lang. In diesem Raume
läuft ein enger, fast gerader Kanal südwärts- bis zu einer passirbaren Barre, die
im ovalen Theile der Untiefe liegt. Diese Barre ist von Punta San Juan, auf
der westlichen Seite der Einfahrt in die Jiquilisco-Bai, - 3°/s Sm und von Punta
San Sebastian, auf der Ostseite dieser Einfahrt, 2’/s Sm entfernt. - Die Lempa-
Bänke bestehen aus Ablagerungen eines sehr‘ feinen Sandes von grauer und
schwarzer Farbe, der vom Magnet angezogen wird. Es ist nicht mit Sicherheit
nachgewiesen worden, ob sich die Gestalt der Bänke und die Tiefen auf ihnen
wesentlich ändern. Nach alten Karten sind beide seit einem Jahrhundert ziem-
lich- gleich geblieben. Das Land, die Inseln und Untiefen bei der: Kinfahrt
scheinen merklichen Aenderungen unterworfen zu sein. Ob sich die Barre ver-
ändert oder nicht, ist ebenfalls nicht genau bekannt. Nach alten Karten scheint
sich die Tiefe auf derselben, die jetzt 4,3 m (14 ft) bei mittlerem: Niedrigwasser
beträgt, seit der frühesten Vermessung nur wenig geändert. zu‘ haben. Es ist
jedoch wahrscheinlich, dafs der längs der Aufsenseite laufende Strom und die
bei Ebbe und Fluth aus- und einströmenden beträchtlichen Wassermassen ein
Ablagern und Hinwegspülen ‚von Sand und somit eine zeitweilige Aenderung
der Tiefe verursachen können:
. 1)‘ Notice to Mariners; published by the Hydrographie Office No. 37, Washington D.C.
11. Septbr.. 1897.