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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1897,
10. September. Das Barometer fällt in Kagoshima auf 740 mm, mit steileren
Gradienten im Südwesten Japans, und Ost- und Nordostwinden in der Mitte,
böigen Nordwestwinden im äufsersten Westen des Landes. Das Regengebiet hat
sich mehr nach Südosten ausgedehnt; der Westen hat auch jetzt sehr wenig,
streckenweise keinen Regen.
41. September. Die Lage und Bewegung des Centrums, Bewegung nach
Nordost, Lage abends über der Kii-Halbinsel, gehen aus den Wetterkarten allein
deutlich hervor. Der Luftdruck beträgt um 6" a in Miyasaki 734 mm, um @* p
in Kochi 736, um 10" p in Ozaka 739 mm.
12. September. Um 6"a liegt das Centrum mit 746 mm bei Niigata und
verschwindet im Laufe des 12.
Die Bewegung des Centrums war nach Figur 2:
in 24 Stunden in I Stunde
vom 9. bis 10. September 6ba ungefähr NNW 60 Sm 21/9 Sm
I 1. 6ba N 75, 3
2.., 12 , 6ha „ NOzN 520 22
Der Wind an Bord war flau am 9. reichlich 8 Stunden lang, der Durch-
messer des Centrums rund 20 Sm, denn der Wind war nachher gerade aus der
entgegengesetzten Richtung,
Wenn man die Barometerstände an Bord an den Vortagen um Mittag
vergleicht:
Mittag, September
2. 8. 4. 5. 6.7 8.
Luftdruck mm 755,7 756,6 756,6 755,6 7543 7490 742,1
so sieht man, dafs das Barometer nach der kleinen Schwelle am 3. und 4. mit
756,6 mm bis zum 5, September 1,0, zum 6. 1,3, zum 7. 5,5 mm, also in be-
schleunigtem Maflse fiel. Dieser Fall von 5,3 mm in 24 Stunden trat mit dem
Uehergang des „Carl“ von der West- auf die Ostseite der Liukiu-Inseln ein. Der
Gang des Barometers an Bord und in Südwestjapan und die langsame Bewegung
am 9, und 10. September machen es wahrscheinlich, dafs sich der Taifun nach
dem 4. September nicht weit von der Stelle entwickelt hat, wo der „Carl“ ins
Centrum gerieth.
Die in der Regentabelle angeführten Stationen 1 bis 42 sind mit ihren
Nummern in Figur 2 bezeichnet, ebenso die Zonen 1V links bis IV rechts. Aus
der Tabelle 2, Procente, folgt: Vom 6. bis zum 10. September einschliefslich
fiel in den Zonen I, durch die die spätere Bahn des Taifuns führte, der meiste
Regen. Die Abnahme der Regenhöhe von den Mittelzonen nach den Seitenzonen
war am stärksten auf der linken Seite.
Jn den Annalen 1881, Seite 407, oben (Der grofse Oktober-Taifun 1880),
findet sich eine ähnliche Beobachtung, aber nur auf vier Stationen gestützt, und
folgende Bemerkung:
„Der meiste Regen fiel also an der Station, über welche das Centrum
hinwegging, und zwar nicht nur während der ganzen Zeit, sondern auch an
jedem der beiden Tage vor der Ankunft des Centrums an Land, also zu einer
Zeit, wo die Isobaren noch keine Andeutung gaben, nach welcher Richtung das
Centrum fortschreiten würde. Dem Regen gebührt also eine hervorragende Stelle
unter den Warnungen, welche dem Centrum voreilen.“
Dasselbe gilt hier für die Isobaren der japanischen Wetterkarten bis zum 9.
(Figur 1) und 10. September, daß man nämlich aus ihnen noch nicht ersehen
kann, wohin der Taifun gehen wird, und für den Regenfall an Land vor Ankunft
des Centrums, nämlich schwerster Regen auf der später verfolgten Bahn, und
zwar diesmal vier Tage vor Ankunft des Centrums. Ein kleiner Theil der
Unterschiede in Tabelle 2 verdankt wohl örtlichen Verhältnissen seinen Ursprung,
der gröfste Theil jedenfalls nicht. E. K.