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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1897.
Liukiu-Inseln bis 29,1° N-Br, 129,1° O-Lg auf, ging bis zum 7. auf die Ostseite der
Inseln in 29,0° N-Br, 131,9° O-Lg über und stand bei der ersten Beobachtung
nach dem Taifun am 12. in 30,0° N-Br, 132,4° O-Lg. Vom 7. bis 12. September
hatte er somit N 27° O 66 Sm zurückgelegt,
Oestlicher Wind hatte am 5. abends eingesetzt bei 750 mm, war am 6. auf-
frischend nach N gegangen bei langsam fallendem Barometer, nachmittags ganz
klarem Himmel, der sich erst am 7. 8" a wieder halb bedeckte. Wind rw. und
Barometer waren:
1896, September
4ha
ha
\littag
4b D
8h np
L2hp
NzE 4 754,3
NzE 4 553
NzE 4/5 54,3
NzE 5 52,7
N 5 52,7
N 4 616
N
4/- 750,6
N 45 49,6
N 4 490
NzE 5 46,7
NzE 5 464
NzE 5 44,9
Nzl2 6 743,7
NzE 6 42,6
NzE 7 42,1
NzZE 10 38,9
NzE 11 35,1
NzE12 254
7
NZE
NzZE ,
NzW © 184
NWzZW : 1
WzS ? 188
SWzS 4 ;
SzW 12 19,2
SzW 12 924,81
WW 12 31.1
IQ 717,4
1.
SzW 12 734,5
SzW 12 376
SzW 12 37,7
SzW 12 37,6
ScW 12 37,6
SWZS 11 881
'1
SWLW 9 740,2
WzS 8 43,3;
WzS 6% 465
Wis 6 46,9
WzS 6 48,7
WzS 6 515
12.
7519
50,7
54,5
54,5
6,5
50.5
Die Bemerkungen Kapt. Hashagens lauten: „6/9. Mitternacht: Frische
Briese, klarer Himmel.“
„7/9. Um 2" a kam auf einmal eine hohe See aus Ost aufgelaufen, so dafs
die Bramsegel festgemacht werden mufsten. 10" a: Seegang aus Ost sehr wild.
Mittag: Diese Wache einzelne leichte Schmuttregenschauer, Briese unverändert.
Da die östliche See immer mehr zunahm und das Barometer allmählich fiel, so
befürchtete ich das Herannahen eines Taifuns, liefs deshalb 6" p alle Segel bis
auf die Untermarssegel und Sturmsegel festmachen und traf alle Vorkehrungen
für schlechtes Wetter.“
„3/9. Morgens hatte der NzO-Wind nur noch wenig an Stärke zugenommen;
einzelne Regenböen, worin nur steife Briese war. Nach 12* mittags nahm der
Wind und die See aus Ost aber sehr rasch zu; es fiel auch schon fortwährend
feiner Regen. Um 2* p wurden Kreuz- und Voruntermarssegel festgemacht. Um
8" p wehte der Wind schon mit Stärke 9, um 10*p mit Stärke 12; Luft dick
von Regen. Alle Sturmsegel flogen aus den Lieken. Das Schiff lag über
B. B.-Halsen vor Top und Takel und mit der St. B.-Seite ganz unter Wasser.
Der Wind blieb NzO und wehte böenartig, abwechselnd mit strömendem und
leichtem Regen. Da der Wind seine Richtung gar nicht änderte, und das
Barometer noch immer fiel, so nahm ich an, dafs das Centrum gerade auf uns zu
kam, Morgens, als das Wetter noch ziemlich gut war, beabsichtigte ich vor
dem Wind WSW wegzuhalten, denn dieses wäre nach meiner Ansicht der einzige
Weg gewesen, um nicht in das Centrum zu kommen. Da ich aber nach WSW
nur 50 Sm Seeraum hatte, so mufste ich das Schiff ruhig über B, B.-Halsen
liegen lassen; über St. B.-Halsen konnte ich auch nicht liegen, denn dann hätte
ich die hohe östliche See von hinten gehabt, und das Schiff wäre in 12 Stunden
auf die Linschoten-Inseln getrieben.“
„Es wehte am schwersten vom 8/9. 10" p bis zum 9/9. 3" a, als das Baro-
meter seinen niedrigsten Stand erreichte mit 717 mm, 4" a nahmen Wind und
Seegang rasch ab, um 8a war es fast windstill; die Sonne liefs sich sehen,
war aber ganz verschleiert. Das Barometer behielt seinen Stand. Auffallend
war es, dafs im Centrum die See so ruhig war, denn das Schiff arbeitete fast
gar nicht, und das Vorderdeck wurde sogar trocken. Der Wind holte allmählich
durch Nord und West nach SSW und fing aus dieser Richtung wieder an zu
stürmen. Um 4"p wehte es schon wieder Stärke 12, bei langsam steigendem
Barometer. Es war ein Wetter, man konnte nichts hören noch sehen; die ganze
Mannschaft war in der Kajüte untergebracht, denn vorn auf Deck schlug Alles
über Bord. Das Schiff lag wie todt im Wasser; von der ganzen St. B.-Seite war