5318 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1897.
geschlossen gehalten werden mußten. Am 57. Tage der Reise, als das Schiff
sich in 34,5° S-Br und 11° O-Lg befand, betrug die Wärme im Peilrohr der
Hinterluke, unter welcher, abweichend von früheren ähnlichen Fällen, die stärkste
Erhitzung stattfand, mehr als 50° C. KEinige Tage später war sie schon auf
56°C gestiegen, und wurde jetzt der Versuch gemacht, durch Hinuntergraben
in den Kohlen an den Sitz des sich entwickelnden Feuerherdes zu kommen,
Als die Wärme dann aber auf 59° C stieg — hinter der Hinterluke wurde sie
zogar auf S0° geschätzt —, war es für die Mannschaft, der Hitze und des auf-
steigenden Dampfes halber, unmöglich, länger im Raume auszuhalten. Man
konnte von nun an weiter nichts mehr thun, als fortwährend Wasser auf die
heißsen Kohlen zu schütten, sonst aber die Luken so dicht wie möglich zu
schliefsen und abzuhalten für St. Helena als Nothhafen. Als dieser Entschlufs
am 23. September gefafst wurde, befand sich „Madeleine Rickmers“ in 26,5° S-Br
und 0° Länge. Auf den dort wehenden frischen Ostwind folgte nach einigen
Tagen Mallung, aus welcher sich am 28, September, bei 19° S-Br und 3° W-Lg,
der Südostpassat entwickelte. Am 30. September wurde auf der Rhede von
St, Helena geankert. Es scheint, als ob infolge der ergriffenen Mafsregeln, durch
die Menge des auf den Feuerherd gepumpten Wassers, das Feuer nicht zum
Ausbruch gekommen ist. Die Wärme nahm nach dem 26. September allmählich
ab, und es brauchten in St. Helena später nur 300 Tons Kohlen gelöscht zu
werden, um sich zu überzeugen, dafs keine Gefahr mehr vorhanden sei. Nach-
dem diese Kohlen später wieder eingeladen worden waren, ging die „Madeleine
Rickmers“ am 26. Oktober wieder von St. Helena in See, und legte sie die
Reise nach Singapore darauf olıne weitere Fährlichkeit zurück.
Beobachtungen während der Reise.
Zeit
1896
Schiffsort
Bieite Länge
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Am 22. Inli 1896 wurde Cardiff verlassen.
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