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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1897, 
Im Uebrigen ist die Strecke zwischen Aly und Tamara rein, An beide 
Inseln kann man bis dicht an die Strandriffe herangehen. 
Die Durchfahrt zwischen Tamara und dem Festlande wird erst zu benutzen 
sein, wenn die in der Karte mit „Brandung“ bezeichneten Stellen westlich von 
Tamara aufgeklärt sind. 
Das Fahrwasser innerhalb der Inseln, “also zwischen Tamara und dem 
eigentlichen Berlin-Hafen, ist nicht rein, wie bisher angenommen. Es finden 
sich vielmehr in demselben mehrere Stellen mit nur 3 bezw. 5 und 7m Wasser. 
Um von diesen frei zu bleiben, gehe man nicht südlicher als die Verbindungs- 
linie: „Hügel auf Tamara-Angaiel“ läuft. 
Der Ansteuerungskurs für den Ankerplatz auf Seleo ist: „Mitte der Durch- 
fahrt zwischen Angaiel und Seleo in OSO“ halten, für die Ansteuerung von 
Tamara: „Hügel auf Tamara in WNW’/,W“ halten. 
Ankerplätze. Der Ankerplatz von Seleo liegt vor der Station der Neu- 
Guinea-Kompagnie, Derselbe ist vollkommen geschützt und hat bei Tiefen von 
20 bis 30 m guten Ankergrund. Die Ankerpeilung: 
Flaggenstange der Station in Ost mw. 
Nordwestecke von Seleo in Nord mw. 
giebt 31 m Wasser. Grund: feiner grauer Sand und Schlick. 
Als Ankerplatz unter Tamara ist bei Nordwestmonsun der Platz vor der 
Missionsstation zu empfehlen. 
Die Wassertiefe beträgt hier 15 bis 20 m. Bei Südostmonsun liegt man 
besser hinter der Südspitze von "Tamara auf 10 bis 20 m Wasser, 
Da die Strandriffe auf sämmtlichen Ankerplätzen gut auszumachen sind, 
so ankert man am besten möglichst dicht unter Land. 
Wind, Wetter und Gezeiten. Der Wind ist je nach der Jahreszeit 
vorwiegend Südost- oder Nordwestmonsun; ersterer wird jedoch durch die hohen 
Gebirgszüge an der Küste etwas nach Osten abgedrängt und wird so zum Ostsüd- 
ostwind. Nachts wehen Landwinde. 
Das Wetter richtet sich nach den herrschenden Winden und ist in der 
Zeit des Südostmonsuns meist klar, während im Nordwestmonsun häufige Regen- 
fälle zu erwarten sind. 
Die Gezeiten treten regelmäßig auf. Der mittlere Fluihwechsel beträgt 
1,20 m. Der Fluthstrom setzt SO, der Kbbestrom NW durch den Hafen; die 
gröfste beobachtete Geschwindigkeit betrug 0,8 Sm in der Stunde. 
Die Eingeborenen machen im Allgemeinen einen friedlichen Eindruck. 
Ein Ueberfall, den die Bewohner von Aly im April 1897 auf eine Bootsmann- 
schaft S. M. S. „Möwe“ machten, mahnt jedoch zur grofsen Vorsicht im Ver- 
kehr mit denselben. Ansiedelungen der Eingeborenen finden sich auf den Inseln 
and an der Küste sehr zahlreich. 
Tshifu — Taku — Pei-tai-ho (Ho-tung-tshai) — Ninghai — 
Nu-tshwang. ©) 
Aus dem Reisebericht 5. M. S, „Cormoran“, Kommandant Korv,-Kapt. BRUSSATIS, Juli— August 1597, 
(Hierzu "Tafel 28.) 
1. Tshifu — Taku. 
1. Wind und Wetter. Der Wind war beim Verlassen von Tshifu süd- 
lich mit einer Neigung nach Westen und wehte in der Stärke 1 bis 2. Gegen 
10 Uhr frischte er etwas auf und ging nach SE herum. In der Nacht erreichte 
er in Böen die Stärke 7. 
Das Wetter war bei Beginn der Reise klar und sichtig. Mit zunehmendem 
Winde wurde es jedoch bedeckt, und die Luft verlor an Sichtigkeit. 
2, Strom. Bis zur Miautau-Gruppe habe ich keinen Strom bemerken 
können. In dem Tshang-Shan-Channel setzte ein geringer westlicher Strom. 
X „China Sea Directory“, Vol. IX, BB, NL 5. Br. Adın.-Karte No. 598, 2653 (Tit. XI, 93, 96%.
	        
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