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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1897, 
Signale geben den Tiefgang an, welcher noch ein Binnenlaufen mit dem ersten 
Hochwasser gestattet. 
Alle Schiffe von mehr als 1,6 m Tiefgang mit Ausnahme der Kriegsschiffe 
sowie anderer Regierungsschiffe müssen Lootsengeld entrichten, doch sind sie 
nicht verpflichtet, Lootsen anzunehmen. 
Für das Lootsen von Schiffen, die mehr als 5,7 m Tiefgang haben, besteht 
für die Lootsen keine Verpflichtung. 
Segelanweisung. Während des Ostmonsuns ist es, namentlich des Morgens, 
sehr unsichtig, und erblickt man öfters die Hügel auf den Nordküsten von Java 
and Madura nicht früher als bis man sich in ihrer Nähe befindet. Selbst- 
verständlich ist dann auch der Leuchtthurm von Sembilangan oft unsichtbar. 
Von Ost kommend, kann man in 14,4 m (8 vm) Wasser, längs der Küste segelnd, 
auf das Lootsenstationsschiff abhalten. 
Kommt man von West, so mufs man, zur Vermeidung der bei Udjung 
Piring stetig vorrückenden Schlammbank, darauf achten, in nicht weniger als 14,4 m 
8 vm) Wasser zu bleiben und diese Huk in mindestens 3 Sm Entfernung passiren. 
Indem man sich stets in 14,4 bis 18 m (8 bis 10 vm) hält, segele man einen 
nicht südlich von Ost liegenden Kurs, bis man das Lootsenstationsschiff in Sicht 
bekommt. Südlicher als Ost darf man nicht steuern wegen der steilen Nordseite 
der Seebank. 
Nachdem man den Leuchtthurm von Sembilangan in S17° W gebracht 
hat, segele man S17° W binnen und erhält bei der Annäherung an die Bank 
auch das Gerüst des Leuchtfeuers von Udjung Piring in Sicht, wonach man den 
Leuchtthurm von Sembilangan und das Leuchtfeuergerüst von Udjung Piring 
ineinander behalte. Bei niedrigstem Wasserstande hat man auf der Barre 3,6 m 
12 vt) Tiefe in einer Breite von 600 m, nämlich 300 m an beiden Seiten der 
Linie Leuchtthurm Sembilangan und Leuchtfeuergerüst Udjung Piring ineinander. 
In 300 m Entfernung von dieser Linie liegt rechts und links von ihr je eine 
Stelle von 3,2 m (10/2 vt) Tiefe. Auf der Barre und auch weiterhin besteht der 
Grund des Fahrwassers aus Schlamm oder Sand mit Schlamm. 
Die Tiefe nimmt zwischen den Tonnen allmählich bis 5,6 m (18'/a vt) 
üdwars vom Djamuang-Riff zu, wo das Fahrwasser reichlich 1000 m breit ist. 
Weiterhin nimmt die "Tiefe zuerst bis 4,7 m (151/a vt) ab und wächst dann wieder 
bis zu 5,6 m (18'/2 vt) ungefähr 1!/2a Sm aufserhalb der Leuchttonne, wo die Linie 
Leuchtthurm Sembilangan und Leuchtfeuergerüst Udjung Piring ineinander reich- 
lich 300 m frei führt von der steilen Ostseite des Middelrug. 
Hat man sich der Leuchttonne bis auf %: Sm genähert, so mufs man die 
erwähnte Linie verlassen, um frei von der an der Ostseite des Fahrwassers 
liegenden Bank zu bleiben, auf deren Rand 3 bis 3,3 m (10 bis 11 vt) Tiefe und 
harter Sandgrund ist. Man steure dann allmählich westlicher bis S41° W auf 
den Kronenbaum Menari zu, wobei man die geringste Tiefe, nämlich 6,6 m (22 vt), 
des Ausläufers vom Middelrug passirt. Sobald sich das Pegelhäuschen von 
Sembilanyan anscheinend den Bäumen nähert, die westlich vom Leuchtthurm 
ron Sembilangan stehen, steure man wieder südlicher und weiterhin nach Sicht. 
Das Fahrwasser ist hier breit und von steilen Seiten begrenzt. Die vielen 
Reusengestelle, die Landspitzen bei Sembilangan und die Reusenwände (Schirme) 
bei dem Kali Miring machen die Grenzen des Fahrwassers sehr gut kenntlich. 
Die roth und schwarz horizontal gestreifte Kugeltonne mit stehendem Kreuz aut 
dem Grissee-Riff (Bank von Drieen), auf dem die geringste Tiefe 4,7 m (15'/a vt) 
veträgt, kann man an beiden Seiten passiren. Tiefgehende Schiffe sollten jedoch 
diese Tonne an St. B. behalten, oder sich ihr, falls sie sich auf der anderen Seite 
halten, nicht weniger als 500 m nähern. Die kleinen Tonnen an beiden Seiten 
der Bank in der Nähe ihres Randes markiren die Lage des Telegraphenkabels. 
Die weiße spitze Tonne mit Kugel der Pisangs passire man in guter Entfernung, 
weil sie durch den starken Strom und durch etwaiges Anfahren von Prauwen 
dem Treiben ausgesetzt ist. Dwars ab von der äufseren Büffel-Klippe lothet 
man in 350 m Abstand noch 5,4 m (18 vt). 
Auf der Rhede von Surabaja müssen die Schiffe vertäuen, 
Die Rhede wird begrenzt durch folgende Peilungen: Ostgipfel des 
Höhenzugs Giri W!/aN, die Büffel NNW und die grüne Tonne im Osten des
	        
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