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Annalen der‘ Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1897,
Bei Sembilagan., Im Allgemeinen hat man hier ebenfalls eintägige Tiden,
doch ist im März, April, Mai, September, Oktober und November bei Nipzeit oft
eine zweite Tide bemerkbar, deren gröfster Fluthwechsel 0,9 m (3 vt) beträgt.
Im Mittel steigt das Wasser 9 Stunden und fällt 15 Stunden. Der gröfste Fluth-
wechsel beträgt 2,7 m (9 vt) im Januar und Juni zur Zeit der Syzygien, der
kleinste 0,7 m (2’/s vt) im Februar und August zur Zeit der Quadraturen. Die
höchsten Jahreshochwasser treten im Mai und November während der Syzygien
auf. Es steigt daun das Wasser 2,9 m (9'/a vt) über die auf der Karte ange-
gebenen Tiefen. Die niedrigsten Jahresnied:igwasser finden im Januar und Juli
zur Zeit der Syzygien statt. Man lothet daun die auf den Karten angegebenen
Tiefen. Mit Ausnahme der Monate April und September fällt Springtide
mit den Syzygien zusammen oder stellt sich 1 bis 3 Vage später ein, während
Nipzeit mit den Quadraturen zusammenfällt oder ungefähr in dieser Zeit statt-
findet. Für April und September läßt sich keine Regel aufstellen.
Vom November bis März ist Hochwasser abends bis ZZ morgens und
Niedrigwasser vormittags, vom Mai bis August ist Hochwasser vormittags bis 2%
nachmittags und Niedrigwasser abends bis 2 des folgenden Morgen. Für den
April läßt sich keine Regel angeben. Im September ist Hochwasser zwischen
Mitternacht und Mittag und Niedrigwasser zwischen 7" vormittags und 8 abends.
Das Hochwasser ist bei Sembilangan bald früher bald später als auf der
Aulfsenbarre, und kann die Verfrühung oder Verspätung zuweilen verschiedene
Stunden betragen. -
Auf der Rhede von Surabaja. Im März, April, August und September
treten namentlich bei Springtide halbtägige Gezeiten auf. Das Wasser steigt
dann im Mittel 7 Stunden und fällt 5 Stunden. Der Fluthwechsel beträgt
während dieser Zeit 1,7% bis 2,6 m (4 bis 8%: vt). Im Juni, Juli Dezember und
Januar ist die zweite Tide meistens sehr schwach, so dafs man eigentlich nur
eine eintägige Tide hat. Das Wasser steigt dann im Mittel 16 Stunden und fällt
im Mittel 8 Stunden, Der Fluthwech-el beträgt während dieser Zeit 0,9 bis 3,2 m
(3 bis 10’/a vt)) Ilm Februar, Mai, Oktober und November treten wieder halb-
tägige Tiden auf, deren Fluthwechsel aber von uugleicher Gröfse sind. Zur Zeit
der Syzygien hat man während des ganzen Jahres halbrägige und zur Zeit der
Quadraturen fast nur eintägige "liden. Vom September bis März ist das erste
Hochwasser (des Nachts) höher als das zweite (des "Tags)., Vom März bis
September findet das Umgekehrte statt,
Der gröfste Fluthwechsel beträgt im Januar 3 m (10 vt) während der
Syzygien und der kleinste im Januar und Juli 0,9 m (3 vt) während der Quadra-
turen. Das höchste Jahreshochwasser tritt im Juni zur Zeit der Syzygien auf,
and steigt dann das Wasser 3,2 m (10'/a vt) über die auf der Karte angegebenen
Tiefen. Das niedrigste Jahresniedrig wasser findet im Januar während der Syzyygien
statt. Man lothet dann die auf der Karte angegebenen Tiefen.
Springtide fällt mit den Syzygien zusammen oder das Eintreten beider
differirt wenig in Zeit. Nipuide 1ällt mit den Quadraturen oder nahezu mit ibnen
zusammen. Vom Mai bis Uktober hat man das höchste Hochwasser des be-
treffenden Monats gegen 11° 30” vormittags und das niedrigste Niedrigwas-er
abends während der Syzygien. Vom Dezember bis April findet das höchste
Hochwasser gegen 11 Uhr abends und das niedrigste Niedrigwasser vormittags
statt, ebenfalls zur Zeit der Syzygien.
Lieferung XV der „Studien over Getijden in den Indischen Archipel“
door Dr J. P. Van der Stok enthält Tabellen, mit deren Hülle man den Wasser-
stand bei verschiedenen Orten des Archipels (unter Anderen Huk Pungka,
Arusbaja, Sembilangan und Surabaja) für jede Stunde bis zum Jahre 1924 be-
rechnen kann.
Strömungen. Bei Sembilangan läuft der Strom während eines Tages
zweimal nach Nord und zweimal nach Süd. Es besteht hier also keine Ab-
hängigkeit des Stromes von dem Steigen und Fallen des Wassers.
abe Die Beobachtungen vom 26. Mai bis 18. Oktober 1896 ergaben folgende
abelle: