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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Notizen. 
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3. Kein Schiff darf in Paramaribo an den Löschsteiger kommen und seine 
Ladung löschen, bevor es nicht einen Erlaubnifsschein vom kolonialen Empfänger 
erhalten hat. Zu dem Zweck mufs in ein‘ daselbst zum Preise von 0,03 fl. er- 
hältliches Formular eingetragen werden: 
a) .Name des Schiffes, 
b) Name des Führers, 
6) Land oder Ort der Herkunft, 
4) genaue Angabe der Ladung in Tonnen, Stücken ete., worauf die 
Erlaubnifs zum Löschen unter Aufsicht der Zollbeamten ertheilt wird. 
Aufser den sanitären und polizeilichen Abgaben wird gefordert: 
a) Ein Bakengeld von 10 4. für Schiffe von mehr als 100 Register- 
tonnen und von 5fl. für solche von weniger als 100 Registertonnen. 
Ein Lösch- oder Ladegeld von 0,50 fl. per Registertonne oder 
Untertheil davon. — Dieser Betrag wird keinesfalls mehr als vier- 
nal im Jahre von demselben Schiffe erhoben, . 
sind von den Bestimmungen No. 3 und 4: 
Postdampfschiffe. 
Schiffe mit Einwanderern. 
Schiffe des Kolonialdienstes. 
Fremde Kriegsschiffe. . 
Schiffe, die weder Ladung löschen noch einnehmen. 
Schiffe, die aus Noth den Hafen anlaufen.‘ . 
Im Durchschnitt ist der Wasserstand der Suriname (bei Braamspunt) bei Fluth 
6,6 bis 7,2 m (22 bis 24’), bei Ebbe 5,4 m (18‘); es können also Dampfschiffe bis 
5,7 m (19) Tiefgang und Segelschiffe bis 5,1 m (17°) mit Fluth den Hafen anlaufen. 
Das Fallen bezw. Steigen tritt gewöhnlich °/4 Stunden nach höchstem oder 
niedrigstem Wasserstande ein, zur Regenzeit bis 1%*4 Stunden nach Niedrigwasser. 
Bei fallendem Wasser entstehen bis 150 m vom Ufer Stromwirbel, besonders 
bei Fort Zeelandia, 
Die Farbe des Flufswassers ist im Allgemeinen schmutzig, zuweilen wird 
sie mit Ebbe einigermafsen hell, jedoch weniger bei der Stadt als an der Mündung 
näher gelegenen Plätzen. 
Auf der Rhede steht besonders in den Monaten März und April viel See. 
Die Marinetreppe in Paramaribo liegt auf 5° 49’30“ N-Br und 55° 12‘44“ W-Lg. 
2. Folgende Nachträge zu den von der Direktion der Seewarte 
herausgegebenen Segelhandbüchern sind im Kommissionsverlage bei 
L. Friederichsen & Co., Hamburg, Neuer Wall‘ 61 T, erschienen: 
1. Englischer Kanal, I. Theil, Die Englische Küste: 3. Heft 1897. 
3 ” II. Theil, Die Französische Küste: 3. Heft 1897. 
x ” „ MIX Theil, Die Kanalinseln: 1. Heft 1897, 
4. Südküste Irlands und Bristolkanal: 1. Heft 1897. 
5. Irischer Kanal, I. Theil, Die Westseite: 1. Heft 1897. 
3. Wasserhose. In dem meteorologischen Journal des Dampfers 
„Polynesia“, Kapt. C. Schaarschmidt, findet sich die folgende Aufzeichnung: 
„Am 23, August 1896 -um 2 Uhr nachmittags, auf der Reise von Westindien nach 
Hamburg, passirten wir in 36° 50‘ N-Br und 42° 50‘ W-Lg, bei unbeständigem 
Südsüdwest- bis Südostwinde und abnehmendem Luftdruck von etwa 763 mm 
(red.), eine anscheinend .im Entstehen begriffene Wasserhose von einer noch 
unbedeutenden Gröfse. Dieselbe bewegte sich, gemeinsam mit einem Regen- 
schauer, mit einer Geschwindigkeit von 5 bis 6 Sm in der Stunde von SO nach 
NW. Wir hatten vor- und nachher schönes Wetter.“ 
Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen 
Seewarte im Monat Dezember 1896. 
I. Von Schiffen der Kaiserlichen Marine. 
S, M. Schiffe und Fahrzeuge: 
„Sperber“, Kommandant Korrv. - Kapt. Reincke. Geführt auf deg West- 
afrikanischen Station, :
	        
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