Das: westliche Fahrwasser von Surabaja, Nordküste von Java.
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Es befindet sich auf einem weißen, sechseckigen eisernen Gerüste, das auf einem
Fundament aus Stein steht. Das Gerüst, einschliefslich des Fundaments, hat
14 m Höhe. ;
Die Peilung beide Feuer in Eins S 17° 14‘ W giebt Anleitung zum Passiren
des nördlichen Theils des Fahrwassers. ;
Leuchttonne. Eine schwarz angestrichene Tonne, Pintsch gröfster Sorte,
mit. weifsem Blinkfeuer, das sich 3,7 m über Wasser befindet und 5 Sm Sicht-
weite hat. ©
Grissee (Geresik). Ein weißes, festes Hafenfeuer 6. Größe, 13 m über
Wasser und in 8 Sm Entfernung sichtbar. Es befindet sich auf einem weilsen,
eisernen, 14 m hohen Gerüste, etwas nördlich von der Landungsmole von
Grissee.
Surabaja. Ein rothes, festes Hafenfeuer, 8 m innerhalb des Aulsenendes
der Westspitze und ein grünes festes Hafenfeuer, 8 m innerhalb des Aufsenendes
der Ostspitze der Einfassung des Marinebassins. Beide Feuer sind 5m über
Wasser und haben 1 Sm. Sichtweite. Sie sind an 3 m hohen Laternenpfählen
angebracht.
Land- und Seewind. Während des Ostmonsuns ist der Seewind nord-
östlich und kommt gegen Mittag frisch durch. Gegen Abend wird er flauer und
südlicher, und gegen Sonnenuntergang tritt der zuweilen steife Landwind aus
Süden ein. Früh des Morgens ist es gewöhnlich still und diesig.
Während des Westmonsuns kommt der Seewind gewöhnlich vormittags aus
NW bis WNW kräftig durch, weht aus diesen Richtungen den ganzen Tag und
geht dann langsam in südwestlichen Landwind über, der des Nachts in der Regel
nur flau durchsteht,
Gezeiten. Auf der Aufsenbarre +reten nur eintägige Tiden auf; das
Wasser steigt im Mittel 11 Stunden und fällt im Mittel 13 Stunden. Der größte
Fluthwechsel beträgt 2,3 m (7!/4 vt) im Januar und Juni zur Zeit der Syzygien,
und der kleinste Fluthwechsel 0,4 m (1!/s vt) im März und September während der
Syzygien, oder 2 bis 3 Tage nach denselben, Das höchste Jahreshochwasser
findet im Januar während der Syzygien und im Mai zur Zeit der Quadraturen
statt. Es steigt dann 2,4 ın (8 vt). über die auf der Karte angegebenen. Tiefen.
Das niedrigste Jahresniedrigwasser tritt im Juli und Dezember während der
Syzygien ein. Man lothet dann die auf der Karte angegebenen Tiefen,
Im Dezember, Januar, Februar, Juni, Juli und August fällt Springtide mit
den Syzygien zusammen, oder der Zeitunterschied beider ist nur gering, während
Niptide gleichzeitig oder nahezu gleichzeitig mit den Quadraturen stattfindet, lm
März, April, Mai, September und Oktober fällt Springtide mit den Quadraturen
zusammen, oder tritt wenig früher oder später als diese auf, während Niptide
mehr oder weniger gleichzeitig mit den Syzygien stattfindet.
Nach den in den Jahren. 1894, 1895 und 1896 angestellten Beobachtungen
erhält. man im Mittel die folgenden Zeiten des Hoch- und Niedrigwassers für
jeden Monat.
Monat
Januar . .
Februar .
März. .
April. “+,
Mai . .
Juni .
Hochwasser
11h Om nachm,
9% 0m
ıb 30m ”
db30m
Mittag |
11h 0m vorm.
Niedrigwasser
Joh Om vorm.
sh 0m ”
6h 0m ,
3b om ,
2h 30m
9b 39m nachm.
|
Monat
Jui .
August .
September .
Oktober .
Nuvember.
Dezember .
Hochwasser
Niedrigwasser
11lb Om vorm. 9b 0% nachm.
10h 30m sh 00 ,
ıb om. ” | 4h om #
ob 30m ‚„ ık30m ‚,
1ıb 30% nachm.| 10h 30% vorm.
10h Om ı 9b 30m
Obgleich diese Angaben für andere Jahre keine Geltung haben, kann man
doch aus ihnen (wie auch aus früheren Beobachtungen) schliefsen, dafs Hoch-
und Niedrigwasser jeden Monat früher eintreten als in dem vorhergehenden Munat.
Vom November bis März findet Hochwasser nach Mittag und Niedrig-
wasser vor Mittag, von Mai bis September ersteres vor Mittag und letzteres
nach Mittag statt. Im April ist Hochwasser ungefähr um Mittag und im Oktober
ungefähr um Mitternacht.