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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Das: westliche Fahrwasser von Surabaja, Nordküste von Java. 
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Es befindet sich auf einem weißen, sechseckigen eisernen Gerüste, das auf einem 
Fundament aus Stein steht. Das Gerüst, einschliefslich des Fundaments, hat 
14 m Höhe. ; 
Die Peilung beide Feuer in Eins S 17° 14‘ W giebt Anleitung zum Passiren 
des nördlichen Theils des Fahrwassers. ; 
Leuchttonne. Eine schwarz angestrichene Tonne, Pintsch gröfster Sorte, 
mit. weifsem Blinkfeuer, das sich 3,7 m über Wasser befindet und 5 Sm Sicht- 
weite hat. © 
Grissee (Geresik). Ein weißes, festes Hafenfeuer 6. Größe, 13 m über 
Wasser und in 8 Sm Entfernung sichtbar. Es befindet sich auf einem weilsen, 
eisernen, 14 m hohen Gerüste, etwas nördlich von der Landungsmole von 
Grissee. 
Surabaja. Ein rothes, festes Hafenfeuer, 8 m innerhalb des Aulsenendes 
der Westspitze und ein grünes festes Hafenfeuer, 8 m innerhalb des Aufsenendes 
der Ostspitze der Einfassung des Marinebassins. Beide Feuer sind 5m über 
Wasser und haben 1 Sm. Sichtweite. Sie sind an 3 m hohen Laternenpfählen 
angebracht. 
Land- und Seewind. Während des Ostmonsuns ist der Seewind nord- 
östlich und kommt gegen Mittag frisch durch. Gegen Abend wird er flauer und 
südlicher, und gegen Sonnenuntergang tritt der zuweilen steife Landwind aus 
Süden ein. Früh des Morgens ist es gewöhnlich still und diesig. 
Während des Westmonsuns kommt der Seewind gewöhnlich vormittags aus 
NW bis WNW kräftig durch, weht aus diesen Richtungen den ganzen Tag und 
geht dann langsam in südwestlichen Landwind über, der des Nachts in der Regel 
nur flau durchsteht, 
Gezeiten. Auf der Aufsenbarre +reten nur eintägige Tiden auf; das 
Wasser steigt im Mittel 11 Stunden und fällt im Mittel 13 Stunden. Der größte 
Fluthwechsel beträgt 2,3 m (7!/4 vt) im Januar und Juni zur Zeit der Syzygien, 
und der kleinste Fluthwechsel 0,4 m (1!/s vt) im März und September während der 
Syzygien, oder 2 bis 3 Tage nach denselben, Das höchste Jahreshochwasser 
findet im Januar während der Syzygien und im Mai zur Zeit der Quadraturen 
statt. Es steigt dann 2,4 ın (8 vt). über die auf der Karte angegebenen. Tiefen. 
Das niedrigste Jahresniedrigwasser tritt im Juli und Dezember während der 
Syzygien ein. Man lothet dann die auf der Karte angegebenen Tiefen, 
Im Dezember, Januar, Februar, Juni, Juli und August fällt Springtide mit 
den Syzygien zusammen, oder der Zeitunterschied beider ist nur gering, während 
Niptide gleichzeitig oder nahezu gleichzeitig mit den Quadraturen stattfindet, lm 
März, April, Mai, September und Oktober fällt Springtide mit den Quadraturen 
zusammen, oder tritt wenig früher oder später als diese auf, während Niptide 
mehr oder weniger gleichzeitig mit den Syzygien stattfindet. 
Nach den in den Jahren. 1894, 1895 und 1896 angestellten Beobachtungen 
erhält. man im Mittel die folgenden Zeiten des Hoch- und Niedrigwassers für 
jeden Monat. 
Monat 
Januar . . 
Februar . 
März. . 
April. “+, 
Mai . . 
Juni . 
Hochwasser 
11h Om nachm, 
9% 0m 
ıb 30m ” 
db30m 
Mittag | 
11h 0m vorm. 
Niedrigwasser 
Joh Om vorm. 
sh 0m ” 
6h 0m , 
3b om , 
2h 30m 
9b 39m nachm. 
| 
Monat 
Jui . 
August . 
September . 
Oktober . 
Nuvember. 
Dezember . 
Hochwasser 
Niedrigwasser 
11lb Om vorm. 9b 0% nachm. 
10h 30m sh 00 , 
ıb om. ” | 4h om # 
ob 30m ‚„ ık30m ‚, 
1ıb 30% nachm.| 10h 30% vorm. 
10h Om ı 9b 30m 
Obgleich diese Angaben für andere Jahre keine Geltung haben, kann man 
doch aus ihnen (wie auch aus früheren Beobachtungen) schliefsen, dafs Hoch- 
und Niedrigwasser jeden Monat früher eintreten als in dem vorhergehenden Munat. 
Vom November bis März findet Hochwasser nach Mittag und Niedrig- 
wasser vor Mittag, von Mai bis September ersteres vor Mittag und letzteres 
nach Mittag statt. Im April ist Hochwasser ungefähr um Mittag und im Oktober 
ungefähr um Mitternacht.
	        
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