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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1897.
In untenstehender Figur sei B ein nahe gelegenes, gut sichtbares Objekt,
in dessen bekannter oder zu bestimmender Richtung BX der Mittelpunkt M des
Drehkreises eines Schiffes liegt.
Ferner sei BM= E die Entfernung, S der Schiffsort, r der Halbmesser
und & = K der Kurswinkel
in Strichen.
Verbindet man S mit
B, so ist der kleine Winkel &
die Peilungsänderung. Fällt
man das Loth SL, so ist
für den Kurs Sf, vom An-
fangspunkt A, gerechnet:
SL = rsint
ML=u=r sin cotang £
; SL *)
tang cd — Lu
Die Korrektion &, auf
BX angewandt, ergiebt die
magnetische Richtung BS.
Wird gleichzeitig vom Regel-
kompafs B gepeilt, so ist der
Jnterschied beider die De-
viation für den anliegen-
den Kurs.
Der Kurswinkel &
Die berechneten Korrek-
sionswerthe galten für den
magnetischen Kurs &. Da
lieser zunächst noch un-
yekannt ist, so kann man
vorlänfig den Kompafskurs
„ für © setzen und hierfür
die Korrektion &« entnehmen.
Mit dieser vorläufig er-
mittelten Deviation d ver-
bessere man, falls erforder-
lich, den angenommenen
Kompafskurs & und ent-
nehme hierfür den genauen
Werth von &.
Bei entsprechen-
; der Auswahl von E und
2 r wird diese Verbesse-
rung wegen ihrer Geringfügigkeit sowohl als auch mit Rücksicht auf
die fortwährenden kleinen Aenderungen des remanenten Magnetismus
in der Praxis vernachlässigt werden können, wodurch die Deviations-
ermittelung wesentlich vereinfacht und erleichtert wird.
Peilobjekt. Anfangs- und Endpunkt der Drehung. Zum Peilen wähle man
ein auch bei sehr unsichtigem Wetter erkennbares Objekt, dessen magnetische
Richtung zum Kreismittelpunkt genau zu ermitteln und so zu wählen ist, daß
‘) Ist in der Formel. nachdem der Werth für u eingesetzt ist,
rsin Z
tang x — CT cos ES
r:©=—0,1, so kann man das zweite Glied des Nenners rcos £ vernachlässigen und erhält die
Korrektion x mit hinreichender Genauigkeit nach der Formel
T
tang « = = sin E
Rail