Grossmann: Einige Sätze über das Verhalten von Thermometern,
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Möge beispielsweise die Aufgabe bestehen, zu bestimmen, wann jenes von
Hartmann beobachtete und hier bereits als Beispiel benutzte Thermometer, das
mit 9,35° zur Zeit t=0 in einen Raum von nahezu konstanter Temperatur von
19,6° gebracht wurde, 18° anzeigen werde, so erhält man, falls 4 = 0,093 als
Mittelwerth für dies Thermometer. angenommen wird, x == 20,0 Minuten, eine
Zeitbestimmung, die mit der Beobachtung in genauer Uebereinstimmung ist.
Um welche Zeit ta + x wird ein zur Zeit t„ mit der Temperatur
9, in einen Raum von der konstanten Temperatur W, gebrachtes
Thermometer a) die Temperatur der Umgebung bis auf 1° angenommen
haben? oder b) sich innerhalb der Genauigkeit der Beobachtung ein-
gestellt haben? Aus (9) ergiebt sich in einfacher Weise:
= 1 £ — 1 a — W, ;
Xa = ilge lg (In FA Wo); Xp = Zige lg m (10)
wo 4 gleich der Ablesungsgenauigkeit,
Neben den Konstanten .4, x und 3, die wir in ihrer Bedeutung erkannt
haben, giebt Hartmann für die von ihm untersuchten Thermometer noch eine
Konstante, die wir mit fo bezeichnen wollen, die die Zeit bedeutet, die ein
Thermometer braucht, um in einem Raume von konstanter Temperatur seinen
ursprünglichen Temperaturunterschied von 10° bis auf 0,1° zu vermindern; man
berechnet aus (9):
(10°) 1 10 4,605 )
Anın = 7ize lg 01 Minuten. (11)
Für den Fall konstanter Temperatur der Thermometerumgebung gestatten
irgend drei Thermometerablesungen die Konstanten W,, 4, und 4 der Gleichung
(7) zu berechnen. Während die Formeln (6) und (8) eine einfache Berechnung
für 2A aus äquidistanten Ablesungen lehren, hat Dufour eine nicht minder
bequeme Methode gegeben, um die konstante Temperatur der Umgebung zu
berechnen.
A . .
Setzen wir in (7) Wo, = 2a; vi — Wo=bunde = c, 80 stellt sich die
Temperatur des Thermometers in der. Form dar:
3=—= ab.
and somit
Din = a+ ber
Yatrr — & + betr
Iayar= a + bea+8?r
9a — are = 4, = bee(1— €)
Yapı m dapar= 4, = behtr(1— &)
Da num die von Dufour aufgefundene und leicht zu bestätigende Be-
ziehung besteht
4,* 4,4; ir 42}
Zn — us LS — nr, 2 3 — hea+2r
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so erhält man nach Dufour, da a — W, ist,
; 4,? 4, 4x ; 4;? ,
bau n— nn =— — —— FE BB 12
We I Ar 4. Ontr A — dA, a +2r Ar— 4 ( )
und die Differenzen
Nach dieser Formel berechnet sich die konstante Temperatur
der Umgebung eines Thermometers in einfacher Weise unmittelbar
aus drei um gleiche Zeit voneinander entfernten Ablesungen.