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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Grossmann: Einige Sätze über das Verhalten von Thermometern. 
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die Zeit wesentlich mitbestimmt, die man verstreichen lassen mufs, bis jene als 
Bedingung für die „Wartezeit“ auftretende scheinbare Konstanz der Thermometer- 
abweichung eingetreten ist. 
Um darzulegen, wie erheblich sich der Zeitpunkt des Eintritts der kon- 
stanten Temperaturabweichung mit der Konstante 4 ändert, giebt folgende Tabelle 
eine Zusammenstellung von Temperaturabweichungen, die Thermometer mit den 
dort angegebenen Werthen von % nach 5, 10 und 20 Minuten zeigen würden, 
falls die Temperatur der Umgebung zunächst mit der des Thermometers über- 
einstimmt und dann gleichmäfsig um 1° pro Stunde zunimmt: 
k nt 
Temperaturabweichung = (1 —e ) 
für k = 1° pro Stunde [vgl. (2)] 
tft — 
Ä 
— 0,1 
= 0,25 
— 05 
0,75 
10 
om 1 
0,0302 
0,0262 
0,0211 
0,0173 
0.0144 
5m | 
0,0656 
0,0476 
0,0306 
0,0217 
00166 
10” | 20° 
0,1054 
0,0612 
0,0331 
0,0222 
0.0167 
0,1441 
0,0662 
0,0333 
0,0222 
0,0167 
10° 
4“ 
am 
1,8 
1m 
Da die Temperaturabweichung für eine beliebige konstante Aenderung der 
Umgebungstemperatur um k° pro Stunde zufolge (2) k mal so groß ist wie für 
die der Tabelle zu Grunde liegende von 1°, so sieht man, dafs bei den empfind- 
licheren Thermometern auch bei gröfseren Aenderungen in kurzer Zeit die 
Konstanz der Temperaturabweichung innerhalb der Genauigkeit der Ablesung 
eintreten wird. 
Um die Formel zur Berechnung von 4 abzuleiten, entnehmen wir aus (2) 
die Werthe für dx, In4+r und Ir, die den Zeiten t=n, n-+r und u + Zr 
entsprechen und in denen das konstante Klammerglied nur durch ( ) an- 
gedeutet ist. 
FE = W,+kn-F+( yo 7 
ar = Wo+k@+)—-$+4( yo hm mhr 
Iarzı= Wo + k@+2d— + yo RT ME 
U An{—2 
IE — ha => kr+( )e *(e _ 1) 
) — in Ar (Ar 
(Sayer— Dayr = kr+( )® (61) 
— ir -\? An 
Iapar— Qdh4+r + a= ( ) (6 1) € 
ableiten, Ebenso folgt 
2 — Ar 2 —in-2ir 
Iapar — Q0n48r F Iatar = ( ) (e — 1) € . a 
Dividirt man die letzte Gleichung durch die vorletzte, so findet man leicht: 
— 1 Ya — 20n+r Aa 2e * ” 
= 2r lge lg Ya — Zar ar, ; i (6) 
. Diese Formel gestattet, 4 aus fünf beliebigen, um gleiche Zeit- 
intervalle r voneinander entfernte Thermometerablesungen zu be- 
rechnen; sie ist unabhängig von der Gröfse k. der gleichmäfsigen Aenderung 
der Umgebungstemperatur, so dafs sie ebenso für den Fall konstanter Umgebungs- 
temperatur gilt. 
woraus wir 
4)
	        
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