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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Annalen. der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1897, 
weiterhin eine Reihe hoher Hügel mit dem Berge Padang, auf dem ein Signal- 
mast steht. Am Fufse des Apenberges hefindet sich ein Gerüst für das rothe 
Hafenfeuer und neben diesem die Leuchtwärterwohnung aus weifßsem Gestein. 
Auf dem rechten Flufsufer sind verschiedene Häuser, von denen das Gefängnils 
ind das Gerichtsgebäude, beide mit Zinkdach, das Flufsufer sehr leicht kenntlich 
machen. Der untere Lauf. des Padang-Flusses kann nur von den kleinen Fahr- 
zeugen der Eingeborenen und Ladeprauwen, die nicht über 1,8 m Tiefgang haben, 
befahren werden. Am Fuße des Apen-Berges beträgt die Tiefe noch 2,7 m 
() voet), weiter aufwärts, am Zollamt, 2,1 m (7 voet) und nimmt dann allmählich 
bis zu‘ 1,2 m (4 voet) eben oberhalb der chinesischen Niederlassung ab. Bis 
hierher wird die Fahrrinne durch Baggern frei gehalten, weiter oberhalb ist der 
Fluß nicht befahrbar. Der Fluthwechsel beträgt im Mittel ungefähr 0,61 m (2 voet), 
zu Springzeiten reichlich 0,91 m (3 voet). Dicht am Fufßse des Apen-Berges liegt 
die Walfisch-Klippe, auch Batu Mandi genannt. Vom Apen-Berge aus erstreckt 
sich eine mit niedrigem Buschholz bewachsene Hügelreihe bis. zur Koninginne- 
Bai. Die vor dieser Hügelreihe liegende Küste ist theilweise niedrig, sandig 
und mit Kokospalmen bepflanzt. Ungefähr 3 km südlich vom Apen-Berge liegt 
die Insel Pisang Ketjil (Ketek), die durch ein während Niedrigwasser trocken 
fallendes Riff mit der Küste verbunden ist. Die Insel Pisang Gedang liegt 
veichlich 1 km westlicher. Auf ihrem Ostrande stehen ein paar zerfallene Landungs- 
brücken und einige mit rothen Dachpfannen gedeckte Schauer, die früher als 
Kobhlenniederlagen dienten. Auf dem südwestlichen Rande erhebt sich ein kahler 
Hügel, auf dem eine weifse, runde Steinmarke steht. Dicht bei diesem Hügel 
befindet sich das feste weißse Hafenfeuer. Auf dem Hügel bei Udjung Sungei 
Bramei steht das weifse eiserne Gerüst des Küstenfeuers und neben diesem eine 
Leuchtfeuerwärterwohnung mit Signalmast. 
Sobald man die Koninginne-Bai frei vor sich hat, sieht man auch den 
Emma-Hafen, Dieser ist durch einen Wellenbrecher geschützt und im Hinter- 
grunde von hohen, bewachsenen Hügeln umschlossen. 
Beim Eindampfen hat man links die Steingrube, kenntlich durch kahles 
blaugraues Gestein, und weiter nach links hin das Leuchtfeuergerüst auf dem 
Kopfe des Wellenbrechers, die Zollpackhäuser mit den hinter ihnen liegenden 
Amtswohnungen und die Kohlen-Schüttvorrichtung neben dem Kohlenmagazin. 
An der rechten Seite der Koninginne-Bai sieht man im Norden Udjung Sungei 
Bramei, eine hohe Hügelkette mit der hervorragenden Spitze Bukit Tampat und 
die Kampungs (Dörfer) Sungei Bramei, Teluk Nibung und Teluk Bajur. Der 
Emma-Hafen wird von den Eingeborenen "Teluk Bajur genannt. 
Für Handelszwecke befinden sich im Hafen vier Waarenschauer dicht bei 
dem Landungsplatze, diesem gegenüber. Zwischen ihnen liegen zwei Lagerhäuser 
und ein kleines, eisernes Haus, das zur Aufnahme leicht entzündlicher Waaren 
dient. Längs der Hafenanlagen läuft eine Eisenbahn, und zwei Dampfkrahne von 
3000 bis 4000 kg Hubkraft erleichtern das Laden und Löschen. Es sind drei 
Landungsbrücken, 85 m lang und reichlich 10 m breit und eine vierte von 52 m 
Länge. und 10 m Breite vorhanden und aufser diesen noch eine kurze Brücke am 
Fuße der Vorrichtung zum Ausschütten der Kohlen. Letztere darf jedoch nur 
ron den Schiffen benutzt werden, die eine vollständige Steinkohlenladung ein- 
nehmen wollen. Ferner soll vor den Salzpackhäusern, an dem Wellenbrecher, 
eine 10 m lange Landungshrücke, hesonders für ladende Schiffe, erbaut werden. 
Wegen der fast das ganze Jahr in den Hafen eindringenden Dünung können 
zwei Schiffe nicht neben einander an derselben Landungsbrücke liegen, auch 
fehlt es gänzlich an Vorkehrungen, um ein Schiff über das andere hin zu löschen 
der zu laden. Im Emma-Hafen ist nur für vier Schiffe Platz und mufs ein 
fünftes so lange an der Festmachetonne liegen, bis eins der andern mit Laden, 
resp. Löschen fertig ist. Zum Vertäuen bei den Ladestellen dienen 4 Tonnen, 
Aufser diesen sind drei Tonnen für Kriegsschiffe und Regierungsfahrzeuge vor- 
handen. Diese Tonnen können zum Rundholen der Schiffe benutzt werden. 
Fernerhin liegen in der Nähe des Kohlenladeplatzes zwei Festmachetonnen, 
Schiffe bis zu 7,7 m Tiefgang können stets mit Niedrigwasser an den Landungs- 
brücken vertäuen. Anlagen zur Reparatur der Schiffe sind weder in Padang 
noch im Kmma-Hafen. 
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