Kuhului auf der Insel Maui, Hawai-Inseln,
Die - Unkosten für .„J. C. Glade“, ein Schiff von 1428‘ Registertonnen,
waren in Kahului bei einem 15tägigen Aufenthalt, vom 2. bis zum 17: März 1897,
daselbst:
Lootsengeld, einkommend und ausgehend, zusammen’
Zollhausgebühr . 2. 0.0.00
Hafenmeistergebühr
Gesundheitspaßls. .
Morings (Bojen)
Arbeitslohn . .
Leichterlohn. . . . . 2
Ausbringen des Ankers nach dem Riff.
Abholen des Ankers von dem Riff .
Schlepplohn, ausgehend . . .
Trosse, . .. .-
Besichtiger . .0. 0.000 00000004 7 404
Kommission auf Vorschufs von der Kahului-Agentur ”
Im Ganzen 618 Doll. 76 Cents.
„J. C. Glade“ ist das zweite größere Schiff, welches den Hafen ..von
Kahului besucht hat.
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an
Reisebericht des Kapitäns G. Warneke vom Bremer Schiff „Albert
Rickmers“ von der Allas-Strafse zur Gilolo-Passage.
Um 6 Uhr morgens des 10. Dezember 1896 peilte Ringet Point auf
Lombock Nz0!%20 und der Tafelberg auf Sumbava N0zO0. Totale Windstille;
waren während der Nacht etwa 10 Sm nach NO versetzt worden. Um 1 Uhr
nachmittags setzte leichte Seebriese ein, und passirten wir damit um 3 Uhr
30 Minuten nachmittags Ringet Point. Mäfiger Fluthstrom. Um 6* 30” p
kamen bei Bally in 19 Faden zu Anker; ganz schwacher Fluthstrom. In unserer
Nähe lag ein holländisches Kanonenboot. Um 10* 50“ p schwaite das Schiff,
und setzte dann ein sehr schwacher Ebbestrom von etwa 1 Sm die Stunde ein.
Um 11* 30” a den 11. Dezember schwaite das Schiff auf den Fluthstrom und um
1* p kam leichte südliche Seebriese durch. Setzten Segel, lichteten Anker und
segelten, unterstützt vom Fluthstrom, mit ungefähr 2 Sm Fahrt die Stunde nord-
ostwärts. Um 6" p peilte Pandian dwars 3 Sm entfernt. Während der Nacht
vom 11. auf den 12. Dezember hatten einen Regenschauer aus Nord und wehte
es dabei mit der Stärke 10.für etwa 15 Minuten. Obgleich wir rechtzeitig noch
Oberbramsegel wegnehmen konnten, so lag das Schiff doch fast zum Kentern.
Dies zur Warnung für Kapitäne, die hier fremd sind und an derartige Böen nicht
glauben wollen. Am 12, Dezember war und blieb der Wind leicht westlich, von
SW nach Nord mallend; da aber ein ziemlich starker Oststrom bemerkbar war,
so machten wir immerhin noch befriedigenden Fortschritt. Um 12* a peilte
Mandang OSO etwa 12 Sm entfernt. Um 4* p, während wir scharfen Ausguck
für den Emma Rock hielten, wurden von der Marsraa aus Brandung und ver-
färbtes Wasser in der Peilung des Emma Rock ausgesungen. Um darüber
Gewifsheit zu erhalten, sandte ich den Obersteuermann. nach oben, welcher von
dort her sofort rief, dafs sich recht voraus, etwa zwei Schiffslängen entfernt,
eine hellgrüne Stelle mit Brandung darauf befände, sowie noch eine Menge
solcher Stellen in nordöstlicher Richtung. Wir hielten nun etwas ab, und.es
zeigte sich dann bald, dafs die Stelle recht voraus gar nichts weiter war, als
ein etwa 45 bis 50 Fufßs langer Walfisch, der dort gemüthlich auf einer Stelle
lag, so dafs nur ein ganz kleiner Theil seiner Rückenflosse aus dem Wasser ragte.
Die dadurch geschaffene Aehnlichkeit mit einer Klippe war eine frappante. Alle
anderen, wie blinde Klippen erscheinende, Stellen erwiesen sich ebenso als ganz
harmlose, es sich gemüthlich machende Wale. Sämmtliche Fische waren größere
Exemplare, als ich in diesen Gewässern jemals beobachtet habe; sie zeichneten
sich besonders durch ihre schlanke Form. aus und. ähnelten jenen kleinen Wal-