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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Die Witterung ‚an der deutschen Küste im September 1897. . 
Stat. 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) - ; 
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s 2012 j8| 1 3| 0| © 
6111| 7'161 8171 413 
a | 4 
163 
Mittl. 
Windstärke 
(Beaufort) 
8al2n!8p 
3,0 3,2 13,0 
2,8 3,1 18,1 
2,7 26 22 
3.123 2.1 
2,5 3,5 2,9 
5,43,4 2,9) 
3.1133 28 
2 4,0 3.2 
2,71 3,9 21 
3.4' 3,8 [5° 
Vgl. die Erläuterungen bei der Januartabelle, 
In den Monatswerthen charakterisirte sich der Monat September. bei etwas 
zu niedrigem Barometerstande durch meist zu grofse Niederschlagsmengen, um 
ein Weniges zu niedrige Temperatur, durchschnittlich nahezu normale Bewölkung 
and etwas zu grofse registrirte Windgeschwindigkeiten, Vom 10. bis 15. und 
26. bis 30. herrschte theils heiteres, theils nebliges, meist trockenes Wetter, 
während der übrigen Zeit trübe und regnerische Witterung. Stürmische Winde 
traten in gröfserer Verbreitung längs der Küste aus westlichen Richtungen am 
1., 2., 4. bis 8., 20. und 21. auf. Besonders schwer wehten Stürme am 5. an 
der ganzen Küste, am 6. an der mittleren und östlichen Ostsee, am 7%, an der 
mittleren Ostsee und am 21. an der östlichen Ostseeküste. ; 
Die Morgentemperaturen lagen während der ersten Tage des Monats, 
während der dritten Pentade und um Mitte der ‚dritten Dekade meist relativ 
hoch, zeigten aber, mit Ausnahme des Ostens, wenig erhebliche Schwankungen, 
vom 4, oder 5. an bei ziemlich gleichbleibender Mittellage; an der preufsischen 
Küste traten am 17. bis 19. erheblich kältere Morgen auf. Die Morgen- 
temperaturen lagen meist unter der Normale, über derselben, abgesehen von 
einzelnen Abweichungen, an der Nordsee nur am 2,, 24. bis 27., 29. und 30.. und 
an der Ostsee am 3., 4., 20., 22. und 24. bis 27. Die mittlere Veränderlichkeit 
der Temperatur von einem Tage zum anderen erreichte für die drei Beob- 
achtungstermine nur vereinzelt 2° und zeigte die gröfßsten Werthe meist am 
Nachmittag oder Abend. 
. Regen fel fast täglich an den Tagen vom 1; bis 9. und 16. (im Osten 
19. oder 20.) bis 25., an den übrigen Tagen nur vereinzelt. Sehr ergiebige, 
innerhalb 24 Stunden mehr als 20 mm liefernde Niederschläge fielen am 5. auf 
Norderney (23), Helgoland (22), in Geestemünde (23), auf Neuwerk (26), in Cux- 
haven (30), Glückstadt (24), Tönning (22), Schleimünde (23), Kiel (44), Friedrichs- 
ort (21), Marienleuchte (32), Darsserort (29) und in Arkona (21), am 8. in 
Rixhöft (22), am 20, in Wismar (41), Warnemünde (24), Wustrow (21), Wittower 
Posthaus (37) und in Arkona (23) und am 22, auf Helgoland (22), Neuwerk (24), 
in Süderhöft (23) und Tönning (23). Die monatliche Niederschlagsmenge über- 
schritt 100 mm in der Helgoländer Bucht und an der schleswig-holsteinschen Küste 
und im Osten in Rügenwaldermünde und Brüsterort, als größfßsten Werth 142 mm 
in Schleimünde erreichend, während die kleinsten Beträge auf den zurückliegenden, 
gegen westliche Winde geschützten Stationen der Ostsee, der kleinste mit 25 mm 
in Neufahrwasser, beobachtet wurden. Gewitter traten am 1. und 3. bis 6. in gröfserer 
Verbreitung längs der Küste, sonst nur vereinzelt auf. Nebel herrschte in größerer 
Ausdehnung an der Ostsee am 14. bis 16. und an der Nordsee am 18., 29. 
und 30. Heiteres Wetter hatte fast die ganze Küste am 10. his 12, und 27., sowie 
die Ostseeküste am 28. und meist auch am 380. Stürmische Winde traten über 
größerem Gebiete auf am 1. an der mittleren und östlichen Ostsee aus SW—West, 
Stärke S, am ?2. an der Nordsee und der schleswig - holsteinschen Ostküste aus
	        
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