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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1897, 
Epochen mit derselben Wetterlage über 2 Wochen sind aufserordentlich 
selten, sie kamen in dem ganzen zehnjährigen Zeitraum 1886/95 nur sechsmal 
vor, Aus der Tabelle geht hervor, dafs die Wetterlagen mit einem Maximum 
im W, E und S in der kälteren Jahreszeit am beständigsten sind, aber am un- 
beständigsten in der wärmeren Jahreszeit, dagegen kommen diejenigen mit einem 
Maximum im Westen im Frühjahr und Sommer am häufigsten, im Herbst und 
Winter am seltensten vor. 
Ueber die Aufeinanderfolge der Wettertypen giebt die nachfolgende 
Tabelle 5 Aufschlufs. 
Tab. 5. Aufeinanderfolge der Wettertypen, 1886/95 (°/o). 
Es folgten |[Nund | E und /S und \W und! © [der | Nund | E und |S und [wand © [er 
auf: | NE | SE | SW | NW ‚jer [NE | SE | sw | Nw ven 
N und NE) — 50 
E und SE 19 — a 
S und SW 6 28 — 
WundNW| 26 6 39 
C 12 46 18 
Samm: 
20 27 30 — ‚x 
19 5 58 22 -—. 34 3% 
52 15 62 16 27 — 36 
— 30 54 29 12 37 — 
24 — 49 14 34 16 36 
| 
RK 
13 54 
12 68 
21 69 
22 75 
— 44 
N und NE | — 3 63 21 3 24 m 49 14 ‘ 27 49 
E und SE 12 — 56 | 17 15 4x 26 — 37 25 17 83 
S und SW 2 10 — 485 40 | 109 8 34 — 34 23 73 
W und NW 5 4 35 — 57 81 16 5 27 — 52 67 
DS 14 26 40 21 — 97 23 26 34 17 — 65 
> 
N und NE| — | 52 | 8 , 2 
E und SE 23 — 46 ' 20 
S und SW | 10 30 | — 46 
W und NW| 20 9 | 36 — | 
D 20 SQ © 18 923 
23 84 
12 | 187 
15 | 132 
36 | 115 
1103 
äDi 
— | 28 | 30 PP 1 73 
15 — 40 35 15 1213 
6 | 18 — 1 36 179 
17 | 5 33 — 45 162 
12 31 55 22 a— 159 
1.8 
Iah 
N und NE| — | 41 ; 1° 
S und SE 20 — 43 
E und SW 7 23 -— 
WundNW| 18 6 34 
DO 15 34 | 23 
22 19 
24 13 
43 27 
— 41 
23 
| 
157 
250 
311 
277 
262 
häufigsten folgt auf 
im Winter im Frühjahr im Sommer im Herbst überhaupt 
N und NE Eund SE E und SE S und SW E und SE E und SE 
E und SE S und SW SS und SW (W und NW) S und SW 8 und SW S und SW 
S und SW W und NW W und NW W und NW E und SE (Wund NW) Wund NW 
W und NW 8 und SW S und SW Central Central Central 
Central E und SE Wıund NW (Eund SE) S und SW S und SW E und SE 
Im Allgemeinen ergiebt sich also, dafs im Jahresmittel die nördliche Lage 
in die östliche, die östliche in die südliche, die südliche in die westliche und 
diese in die centrale Lage am häufigsten übergeht. . 
Der vorherrschende Witterungscharakter in unseren Gegenden ist 
durch die Herrschaft des jeweiligen Wettertypus gegeben. Zur näheren Unter- 
suchung dieser wichtigen Thatsache habe ich die kalten Tage (d.h. an welchen 
die Temperatur um 8 Uhr morgens unter dem Durchschnittswerthe lag) nach 
den einzelnen Wettertypen gruppirt und in Procenten der Gesammtzahl der 
Tage berechnet, so dafs die Ergänzung dieser Werthe zu 100 die procentische 
Anzahl der warmen Tage ergiebt. Tage mit normaler Temperatur wurden halb 
zu den kalten, halb zu den warmen gerechnet. Dabei wurden nicht die einzelnen 
Tage, sondern die ganzen Epochen, während der betreffende Wettertypus die 
Herrschaft hatte, je nach ihrem Gesammtcharakter zu Grunde gelegt.
	        
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