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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Ar.“ 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1897. 
Tab. 2. Häufigkeit der Wettertypen (in Tagen). 
N | we | E | se | Ss | sw| w | nw| C ee A 
D--*nnium 1886/95. 
Winter, ... 
Frühjahr. . . 
Sommer ... 
Herbst .... 
79 104 139 68 | & 
130 | 83 | 146 | 41 | 6 
38 | 191 38 | 27! 97 | 214 
341 54144 671021 99 
em 
228 85 
155 ı 68 
9i 
89 
184 
157 
53 207 
2,3 107 
57 | 60 | 
118 | 9211 
251 
165 
311 
901 
163 
271 
313 
223 
. | ; 
jahr... ..] 311 | 260 | 462 | 208 | 887 | 501 | 717 | 253 | 527 | 571 | 665 | 925 | 970 
Es ergiebt sich zunächst aus diesen Zusammenstellungen, dafs die Wetter- 
typen, bei welchen die Lage der Hochdruckgebiete eine westliche Komponente 
hat, in beiden Lustren ungleich häufiger vorkommen als diejenigen mit östlicher 
Komponente, und zwar etwa anderthalbmal so oft. 
Die jährliche Periode der Wettertypen kommt in der Kurventafel, welche 
die Häufigkeit der einzelnen Wetterlagen in Tagen während des Decenniums 1885/96 
veranschaulicht und aufserdem auch die mittlere Dauer derselben enthält, ganz 
deutlich zum Ausdruck. 
Die nördliche Lage des Hochdruckgebietes (N + NE) kommt am häufigsten 
in der kälteren Jahreszeit vor, namentlich in der Zeit vom Januar bis April, 
dagegen in der wärmeren Jahreszeit tritt sie entschieden zurück. * 
Ziemlich ähnlich verhält sich die östliche Lage (E + SE), welche im 
Winter ihr Maximum, im Sommer ein ausgeprägtes Minimum aufweist, entsprechend 
der mittleren Luftdruckvertheilung im Winter und Sommer. 
Abweichend von den vorigen verhalten sich die südliche (S + SW) und 
die westliche Lage (W + NW), welche beide unter sich wieder viele Ueberein- 
stimmung zeigen. Ihr Maximum fällt in den Sommer und ihr Minimum in die 
kältere Jahreszeit, bei den südlichen in das Frühjahr und den Herbst, bei den 
westlichen in den Winter. 
Die Dauer der verschiedenen Wettertypen und damit auch ihre 
Erhaltungstendenz ist durch Tabelle 3 und Kurventafel Fig. 14 übersichtlich 
dargestellt worden. 
Tab. 3. Mittlere Dauer der Wettertypen (in Tagen). 
x | N und! Eund /S und! W 
(nel = sel s Iswilwinw! c IN und| En SA 
Winter, ... 
Frühjahr , .. | 
Sommer ...' 
Aderbst .. 
24, 32 | 25 
3,2 | 2,3 | 2,4 
21 | 15] 13 
21 20' 2,5 
1,8 
1,5 
15| 
1.8 
20 | 25 25 At 
18 | 20| 27 | 19 
15 | 2,3 | 28 | 2,8 
19! 17' 26' 2,3 
2. 
1.9 
1,8 
a0 
4,4 3,0 
4,4 2,5 
2,2 1,6 
a8 27 
3,6 
2,5 
3,0 
27 
2,9 
3,2 
3,6 
3,5 
jahr... ] 26 | 24] 2 | 17 | u9 | 22 | 26 | 22 | 1,9 | 8,7 | 2,8 | 29 | 35 
Die Dauer der einzelnen Wetterlagen zeigt aufserordentlich große 
Schwankungen, welche je nach der Wetterlage und der Jahreszeit in den Einzel- 
fällen sehr verschieden sind. Durchschnittlich kann man darauf rechnen, daf(s 
ein gegebener Wettertypus etwa 3’ Tage anhält, länger, wenn das Maximum 
im Westen, kürzer, wenn es im Süden liegt; am wenigsten Erhaltungstendenz 
zeigt die Wetterlage, wenn das Maximum über Deutschland selbst liegt. 
Bemerkenswerth ist der vielfach übereinstimmende Gang der Dauer in der 
jährlichen Periode mit demjenigen der Häufigkeit, indem die Dauer gleichzeitig 
mit der Häufigkeit ab- und zunimmt. Nur wenn das Maximum über Deutschland 
selbst liegt, ist die mittlere Dauer das ganze Jahr hindurch gleichmäfsig, während 
die Häufigkeit im Spätsommer ein Maximum und im Winter ein Minimum auf- 
weist. Auch die westliche Lage zeigt ganz ähnliche Verhältnisse.
	        
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