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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

Flaschenposten, 
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ungefähr 29° 37’ N-Br und 94°15' W-Lg, am Strande liegend. Trift rund 2460 Sm 
nach NWzW!/A4W, 1540 Sm nach NWzW*%4W und 690 Sm nach NW!/8sW, zu- 
saınmen in 2 Jahren 6 Monaten und 29 Tagen oder in 942 Tagen 4690 Sm. 
Eingesandt vom Kerl. Konsulat in Galveston. 
Diese Trift ist insofern sehr bemerkenswerth, als sie, von einer so hohen 
südlichen Breite als 10° 25‘ ausgehend, doch noch nach nördlicher Breite führt. 
y) Ausgesetzt von dem Dampfer „Cearä“, Kapt. W. Schweer, auf der 
Reise von Teneriffa nach Montevideo, am 26. September 1893 auf 20° 34’ S-Br 
und 39° 23‘ W-Lg, mit Sand beschwert: gefunden von einem Eingeborenen auf 
dem Strande von Coromilla oder Santa Teresa an der Küste von Uruguay, auf 
ungefähr 34° 0‘ S-Br und 53° 32‘ W-Lg, im Januar 1895. "Trift in rund 1 Jahre 
und 3/2 Monaten 1104 Sm nach SW'/sS. 
Eingesandt von dem deutschen Tischler Herrn Bernhard Ludwig Hohl 
durch Vermittelung des Kerl. Konsulats in Montevideo, nachdem’ der Zettel von 
dem Finder über 2 Jahre als ein vermeintlich fremdes Werthpapier aufbewahrt 
worden war, 
z) Ausgesetzt von der Viermastbark „Albert Rickmers“, Kapt. G. Warncke, 
auf der Reise von Yokohama nach Portland (Oregon), am 8. Oktober 1895 auf 
43° 28' N-Br und 178° 24' W-Lg, nicht mit Sand beschwert; gefunden von dem 
britischen Schoner „Sapphire“, Kapt. Cox, aus Victoria (Britisch Kolumbien) 
am 21, Februar 1897 auf See unter der Küste von Oregon, in 47° 29' N-Br und 
124° 53‘ W-Lg. Trift in 1 Jahre 4 Monaten und 13 Tagen oder in 502 Tagen 
2255 Sm nach O07/2N. 
Eingesandt vom Ksırl. Konsulat in Vietoria (B. C.). 
Notizen. 
1. Ankerplatz in Gonaives (Hayti). Nach einer Bemerkung des 
Kapt. A. Schwebke von der Bark „Tahiti“ ist die in Imrays „West Indies 
Directory“ angegebene Peilung für den besten Ankerplatz in Gonaives — Port 
Castries in Nord bis NNW — nicht zu empfehlen, denn ‚hier bleibt man viel zu 
weit draufsen, und man erhält keine Visite. Man thut gut, nahe vor der Stadt, 
ungefähr !/a Sm von derselben entfernt, auf 8 m (4/2 Faden) zu ankern. 
‚ 2. Ueber das Lootsenwesen an, der Mündung des. Amazonen- 
Stromes berichtet Kapt. H. Bradhering, Führer der Hamburger Bark „Gotha“, 
in dem‘ von ihm geführten meteorologischen Journal: 
Am 8. August 1896 7*30”a erhielten NNW vom Atalaia- Feuer einen 
Lootsen von Pard, segelten unter dessen Anweisung bis zum 9. 9*a, wo wir im 
Hafen von Para ankerten. Die Lootsen kommen nicht von Salinas, sondern 
kreuzen unweit der Spitze Atalaia in einem grofsen eisernen Kutter mit Schoner- 
takelage, von wo aus auch bei Nacht die Schiffe besetzt werden. Da die Sand- 
bänke vor der Mündung des Amazonen-Stromes sich oft verlagern; müssen Feuer- 
schiff und Bojen oft verlegt werden; ein Fremder sollte daher nie ohne Lootsen 
aufzusegeln wagen. ; 
Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen 
Seewarte im Monat August 1897. 
Von Kauffahrteischiffen. 
a. Segelschiffe: 
1. Hamburger Bark „Olga“, Kapt. H. Dreyer. 50° N-Br —- Santos, 
10/7 — 18/8 1896, 39 Tage. Santos — Adelaide, 24/9 — 13/11 1896, 50 Tage. 
Adelaide— Newcastle N, S. W, 15/11—-29/11 1896, 74 Tage. ' Newcastle N, S. W. 
—Taltal, 19/12 1896 — 10/2 1897, 54 Tage. Taltal—Lizard, 1/4—18/7 1897, 
108 Tage. . . . We - 
2. Hamburger Vollschiff „Palmyra'‘‘, Kapt. A. Teschner. Lizard— Port
	        
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