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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1597. 
Mit Rücksicht auf die Geringfügigkeit des Verkehrs, dessen baldige 
Steigerung nicht zu erwarten ist, sind kostspielige Anlagen in dem Hafen aus- 
geschlossen. Derseibe wird als Sicherheitshafen für Küstenschiffe verwerthbar 
sein. Die empfohlenen Verbesserungen bestehen in der Verlängerung der Lande- 
stelle um 40 Faden (84 m) bis zu der Wassertiefe von 17! Fufs (5'/s m) und in 
der Zuschüttung eines Theiles der Wasserfläche vom Ufer bis zur Wassertiefe 
von 6 Fuß (1,8 m). 
Hermann Berghaus: Chart of the world onMercators Projection. ” 
Entirely reconstructed by Hermann Habenicht (for the sea), and Bruno Domann (for the land). 
Gotha. Justus Perthes. 12. edition, 1897, 
Es ist eine alte und berühmte Karte, die jetzt, nachdem die letzten Aus- 
gaben schon seit Jahren vergriffen waren, in einer bis auf die Umrisse fast 
gänzlich neuen Gestalt wieder erschienen ist. Die erste Ausgabe fand im 
Jahre 1863 statt; es würde, wenn der Platz dazu vorhanden wäre, noch heute 
wohl lohnen, von den Besprechungen, die dem Kartenwerk damals von allen 
Seiten zu Theil wurden, diese oder jene theilweise hier wiederzugeben, um zu zeigen, 
welche aufserordentlich günstige, ja geradezu enthusiastische Aufnahme Berghaus’ 
„Chart of the world“ in den sechziger Jahren fand. Seitdem hat sich diese Welt- 
karte so eingebürgert, daß es unnöthig erscheint, über die Verdienstlichkeit der 
Arbeit als solcher und über den Werth speciell dieser hervorragenden deutschen 
Weltkarte in englischer Sprache („made in Germany“) Aufklärendes sagen 
zu wollen. 
Wir wenden uns sogleich zu dem Inhalte der Karte selbst. 
Die kartographische Darstellung der drei grofsen Weltmeere und ihrer 
wichtigsten Phänomene erscheint, wie schon in der ersten Ausgabe, so jetzt bei 
der 12. Ausgabe in noch höherem Grade in den Vordergrund gestellt, der gegen- 
über die Behandlung der Kontinente in gewissem Sinne untergeordnet worden 
ist. Es dokumentirt sich dies Verhältnifs hauptsächlich dadurch, dafs, wie in 
den früheren Ausgaben, so auch jetzt alle drei Weltmeere zusammenhängend ab- 
gebildet sind, dals also der Cylinder der Merkatorprojektion nicht längs irgend 
eines durch die See verlaufenden Meridians (z. B. längs 180° L. v. Gr.) auf- 
geschnitten, sondern der Kartenrand beiderseits durch den 120. östlichen 
Längengrad gegeben ist. 
Diese Anordnung bringt nun freilich auf der anderen Seite einen nicht 
unerheblichen Mangel mit sich, denn es wird damit die ostasiatische Küste und 
auch Australien in störender Weise zerschnitten. Japan und Australien sind am 
westlichen linken Rande der Karte dargestellt, losgelöst von allen ihren Verkehrs- 
beziehungen, die so gut wie ausschliefslich nach Westen gehen und von Westen 
kommen. Die transasiatische Eisenbahn, die allem Anscheine nach schon in ab- 
sehbarer Zeit Bedeutung für den Durchgangsverkehr gewinnen wird, wird ebenfalls 
in zwei Theile getrennt. 
Was die Darstellung der Ozeane im Einzelnen anlangt, so fällt zunächst 
bei einem Vergleich mit den früheren Ausgaben die weitgehende Eintragung der 
Grenzen der grofsen Windgebiete auf; man kann die jahreszeitlichen Verschiebungen 
der Passate, die Ausdehnung der Monsune ablesen u. a. m. Die vorherrschenden 
Strömungen sind jetzt, in anderer Weise als früher, durch Reihen kleiner Pfeile 
angedeutet, wodurch freilich ein Ueberblick im Großen etwas erschwert ist; die 
frühere Darstellungsweise war zwar nothwendig schematisch, aber sehr übersichtlich. 
Die Einführung eines relatir sehr engen Gradnetzes für den Ozean, die Eintragung 
der Isogonen und zahlreicher Segelschiffsrouten, die zum Theil kaum jemals be- 
4) Es wäre zu wünschen, dafs entsprechend der heutigen Machtstellung des deutschen 
Reiches und namentlich im Hinblick auf den gewaltigen Aufschwung des deutschen Seeverkehrs 
die alte berühmte Karte in deutscher Sprache erschienen wäre. D. Red.
	        
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