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Annalen der HAydrographie und Marıtimen Meteorologie, Januar 1897,
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# und d gleichnamig
und d ungleichnamig
d= 59] d= 100) d= 1501 d=20°, d=25°
Io = 160 dd = 150 Ü0= 14 10= 12" 4d=— 8
| du= 250] d=20° d= 1591 d=10° d= 59
d=—= El fdo= 120 I10=—14' 10=—=15' 1d0= 16"
d= 0°
10 = 16°
I
0°
30° |
0,1
0,0
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Ü
X
0.1
0,0
0,0
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1
0,2
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0,3
0,4
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0.2
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1
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Ja.
50°
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70°
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0.9
1,5
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1.0
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1,0 0,8 ' 0,7
| 15 1.1 0.8
0,3
Der Gang der Rechnung ist derselbe wie bei den übrigen Gestirnen, aller-
dings wohl etwas umständlicher, was gewifs viel dazu beigetragen hat, dafs man
in der Praxis Mondbeobachtungen weniger bevorzugt, als sie es verdienen. Am
unbequemsten wird bei dieser Aufgabe die Bestimmung der mittleren Greenwicher
Zeit der Kulmination sein.
In dem vom Hydrographischen Amt des Reichs-Marine-Amts herausgegebenen
„Lehrbuch der Navigation“ (3. Auflage, Berlin 1891) ist auf Seite 277 gesagt:
„Für Mond und Planeten ist die Meridiandurchgangszeit für Greenwich im Jahr-
buch angegeben. Für die Praxis genügt es, die hier angegebene Zeit als in
mittlerer Ortszeit ausgedrückte Kulminationszeit am Beobachtungsorte anzusehen.“
Dieses Verfahren, das bei Planeten unbedenklich angewandt werden kann, ist
beim Monde nicht zulässig, da auf diese Weise die Kulminationszeit nahe
30 Minuten falsch erhalten werden kann, wodurch die Abweichung bis 7 Minuten
falsch wird. Man mufs beim Monde unbedingt die im Jahrbuch angegebene
Kulminationszeit für Greenwich für die Länge des Beobachters verbessern, Was
aber mit der bekannten, in den meisten nautischen Tafelsammlungen enthaltenen
Interpolations-Tafel leicht geschehen kann.
Ein anderes Verfahren, das bei der Sonne und den Planeten in der Praxis
oft angewandt wird und dort, wo es auf einige Minuten in der mittleren Green-
wicher Zeit gar nicht ankommt, genau genug ist, nämlich die Greenwicher Zeit
direkt am Chronometer abzulesen, ist ebenfalls beim Monde unzulässig, weil man
einmal die Zeit der gröfsten Höhe nicht genau genug bestimmen kann und weil
{erner diese Zeit gar nicht mit der Kulminationszeit identisch ist. (Für # = 60°,
d=0, 40 = 18" ist z. B. der Stundenwinkel der gröfsten Höhe etwa 8 Minuten,
dem ein Fehler von 2‘ in der Abweichung entsprechen würde.)
Auf ein anderes, von dem gewöhnlichen abweichendes Verfahren, Meridian-
höhen zu beobachten, welches mir der Beachtung werth erscheint, möge hier
hingewiesen werden. Im „Nautical Magazine“, Oktober 1896, Seite 881 ff., ver-
öffentlicht Herr H. B. Goodwin eine Arbeit, betitelt: „The Position of the Moon
in Nautical Astronomy“, in der, wie in der vorliegenden Arbeit, die Benutzung
von Mondhöhen zur astronomischen Ortsbestimmung empfohlen wird, und durch
die ich veranlaßt wurde, diese schon früher von mir zum gröfsten Theil fertig-
gestellte Arbeit zu veröffentlichen. Dort empfiehlt der Verfasser, die Uhrzeit
der Kulmination vorher zu berechnen und zu der so gefundenen Zeit eine Höhen-
beobachtung zu machen, unbekümmert darum, ob der Mond seine gröfste Höhe
erreicht hat oder nicht. Bei einer auf diese Weise angestellten Beobachtung,
die sich in kürzerer Zeit bewerkstelligen läfst als das Beobachten der größeren
Höhe, wird natürlich der Fehler in der Breite, der dadurch entsteht, dafs der
Moud seine eröfste Höhe nicht im Meridian erreicht, vermieden.!) Eine Er-
1) In der erwähnten Arbeit heifst es (S. 886): „In the old days it was all very well for
{he observer to wait, sextant in hand, until a series of observations showed that the body passing
Ihe meridian had attained its maximum altitude, but in these times we have changed all that. Since
we know the slıjp time wich a fair degree of acuracy we have only to ealenlate the time by watch.