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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 25 (1897)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1897. 
Die Vermessungsarbeiten der englischen Admiralität 
(„Hydrographic Office“) im Jahre 1896. 
Wir entnehmen einem im „The Geographical Journal“, Juniheft 1897, 
veröffentlichten Bericht über die im Jahre 1896 seitens der englischen Kriegs- 
marine ausgeführten Vermessungsarbeiten das Folgende: 
Im Jahre 1896 sind im Vermessungsdienst 10 Dampfschiffe, davon 7 Kriegs- 
schiffe und 3 gemiethete Kauffahrteischiffe, mit einer Besatzung von 69 Offizieren 
und 639 Mannschaften beschäftigt gewesen, aufserdem war mit Genehmigung der 
Admiralität ein englischer Seeoffizier der indischen Regierung zur Leitung der 
Vermessungen in den indischen Gewässern unterstellt, 
Die Arbeiten umfafsten: 
1. In den heimischen Gewässern wurde die im Jahre 1895 begonnene 
Detailaufnahme von Kirkwall — Orkney-Inseln — und seiner Zugänge vollendet, 
{m Faroe-Kanal wurden im Anschlufßs an frühere Beobachtungen in 
dieser Gegend Temperaturreihen des Meereswassers in verschiedenen Tiefen und 
ebenso Wasserproben gesammelt, Hier wurde auch mit zufriedenstellendem 
Erfolg ein von Dr. G. H. Fowler angegebener Apparat gebraucht, um Lebe- 
wesen in bestimmter Tiefe zu sammeln, desgleichen gelang es, mit einem ver- 
besserten Pillsburyschen Strommesser zur Beobachtung von Tiefenströmungen 
eine verläfsliche Reihe von Beobachtungen der Gezeitenströmung in Tiefen 
zwischen 100 und 110 Faden (183 bis 200 m) zu bekommen. 
Die Triangulation des Firth of Forth zwischen 3° 2‘ W-Lg und einem 
Meridian 2 Sm westlich der Forth-Brücke wurde begonnen und so gefördert, dafs 
eine Arbeitskarte im Mafsstab 4” auf 1 Sm zur Lothungsarbeit im nächsten 
Jahre (1897) fertiggestellt ist. 
Im Mündungsgebiet der Themse wurde die Kieselbank im Duke of 
Edinburgh-Kanal erneut ausgelothet und im Medway, Gillingham- und Pinup- 
reaches wieder vermessen in einem Mafsstab von 20” auf 1 Sm. Aufserdem 
wurden Long-reach bis nach Bishop Ness, die Lapwell-Bank und einige andere 
Oertlichkeiten erneut untersucht. 
Die Wiedervermessung der Downs, Godwin-Sände und der angrenzen- 
den Küstenstrecke ergab bedeutende Aenderungen der Bänke seit der letzten 
Vermessung im Jahre 1887. Der Godwin-Sand nähert sich fortdauernd der Küste 
und die Ausdehnung des trockenfallenden Sandes hat bedeutend zugenommen. 
Die Karte ist im Mafsstab 2” für 1 Sm ausgeführt. 
In der Strafse von Dover wurden Beobachtungen mit dem Strommesser 
gemacht, welche für den Pas de Calais ergeben, dafs die ganze Wassermasse von 
der Oberfläche bis zum Meeresgrund mit gleicher Geschwindigkeit strömt und die 
Stromrichtung fast gleichzeitig ändert. 
Bei der Wiedervermessung von Newhaven ergaben sich grofse Aende- 
rungen in der Nähe der Ladebrücken, namentlich an deren östlichen Seiten; die 
Karte wurde im Mafsstab 20” = 1 Sm gezeichnet. 
Eine Prüfung des Ausschüttungsplatzes für Baggererde bei Spithead 
zeigte, dafs die Ablagerung des seit zwei Jahren im Hafen von Portsmouth ge- 
förderten Baggerbodens keine erkennbare Tiefenveränderung verursacht hat. 
Infolge der ausgedehnten Baggerarbeiten im Hafen von Portsmouth 
wurde eine Wiedervermessung desselben nöthig und theilweis vollendet im Mafs- 
stab von 29” auf 1 Sm. 
An der irischen Küste wurden bei der Wiedervermessung von Dugawan 
verschiedene bisher in den Karten nicht niedergelegte Felsen entdeckt. Die Karte 
hat den Mafsstab 4,5” auf 1 Sm. 
Der ganze Hafen von Berehaven ist erneut vermessen worden, und da- 
bei sind 12 früher unbekannte Felsen gefunden, deren keiner jedoch auf dem 
Ankerplatz für tiefgehende Schiffe liegt, 
Ebenso ergab eine Wiedervermessung von Killary und der Zufahrten, ein- 
schliefslich des Hauptkanals, die Entdeckung einiger bisher unbekannter Felsen, 
Karte im Mafsstab 6,9“ = 1 Sm.
	        
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