Makassar-Strafßse. Borneo-Bank und Lima- oder Siri-Inseln. 363
Theil der Borneo-Bank
a, Nördlicher Theil,
Ostrand +. = 2. 0.
Innerhalb des Ostrandes bis
Lumu Lumu, . . 2...
Auf dem Rande der Bank, wo
diese WSW läuft. . ..
[m Westen von Lumu Lumu
Im Mittel während des West-
monsuns im nördlichen Theile
Südlich von Lari Larian bis
zu den Laurel-Riffen. . .
Laurel-Riffe und Lima-Inseln
b. Südlicher Theil.
Lima-Inseln und südlich davon
So
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Stromrichtung in
Procenten-
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28182
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GB
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Nord! West | Süd | Ost
4
33
Nord|
29 |
Q
AS
13
17,3:
13/4
5348
Noral 34,5 |
2
40,5 |
22 119
11/4
40
273
Nord| 1 0
Nord| 25 6,5
Nora| 27,4] 5
66,5
50
47,6 |
7
15
20 |17
11/2
11/9
447
788
So
SO |
37
30 |
37
58
1ır
2
1
Fi
3/4
140 | ven 7,5133 |40 |
19,5 | 30
Eu
3/4
Bemerkungen
Januar, Februar, Jnli
1895.
März, Juli 1895,
März 1895.
‚ Februar, März 1896.
Juliund August 1896.
Mai, Juni, Juli 1896
und Oktober 1895.
Kenterung, Novem-
ber 1896.
Dieser Zusammenstellung sind noch die folgenden Bemerkungen beizufügen:
Auf dem Rande des nördlichen Theiles der Borneo-Bank läuft während
des Westmonsuns das Wassers vornehmlich von der Bank ab. Südliche Strö-
mungen sind vorherrschend,
Südlich von Lari Larian ist während des Südostmonsuns, der hier meisten-
theils aus SSO weht, die Hauptrichtung des Stromes eine nordwestliche. Weiter
im Süden, bei den Laurel-Riffen nnd Lima-Inseln, wo der Südostmonsun aus öst-
licherer Richtung als nördlich davon weht, ist die Hauptrichtung des Stromes
mehr eine westnordwestliche.
Während der Kenterungszeit dreht der Strom aus der zuletzt erwähnten
Richtung durch West nach Süd, verändert also seine Hauptrichtung schon vor
dem Durchkommen des Monsuns.,
Gezeitenbeobachtungen fanden im nördlichen Theile der Bank nicht statt.
Nach den in diesem Theile gesammelten Angaben konnte jedoch konstatirt
werden, dafs sie mit den Gezeitenerscheinungen in Makassar übereinstimmten.
Es wurde im Monat Juli ebenfalls nur ein Hochwasser (des Morgens) und ein
Niedrigwasser (des Abends) innerhalb eines Tages wahrgenommen. Nahe bei
Lari Lari beobachtete man aber im November täglich zwei Tiden, Auf den Lima-
Inseln wurden während drei Wochen im November 1896 Beobachtungen mittelst
Pegels angestellt. Es war Springfluth einen Tag nach der gröfsten Monddeklination,
und zwar Hochwasser gegen 7 Uhr abends und Niedrigwasser gegen 11 Uhr
vormittags. Nippzeit fiel auf den 15. November, also einen Tag nach dem Durch-
gange des Mondes durch den Aequator. Zwei Hochwasser an einem Tage wurden
nur bei Nippzeit, sonst ausschliefslich nur eine Tide innerhalb 24 Stunden beob-
achtet. ;
Der Fluthwechsel betrug zur Springzeit 1,2 bis 1,4 m (4 bis 4'/ vt) und
zur Nippzeit 0,3 bis 0,5 m (1 bis 1'/% vt).
Die Deklination der Magnetnadel war nach angestellten Beobachtungen
2° 21‘ Ost im Dezember 1896.
Angewandte Milsweisung 2° Ost.